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18.10.2019 – 13:52

SWR - Südwestrundfunk

Programmhinweise und -änderungen für das SWR Fernsehen von Freitag, 25. Oktober 2019 (Woche 43) bis Donnerstag, 28. November 2019 (Woche 48)

Baden-Baden (ots)

Freitag, 25. Oktober 2019 (Woche 43)/18.10.2019

00.15 Glück im Leben - planbar oder zufällig? Der Abschlussjahrgang des "Instituts für Moderation"

Die Sehnsucht nach Glück ist tief in den Menschen verankert. Jeder hat den Wunsch nach einem erfüllten, zufriedenen Leben. Doch warum haben die einen das Glück förmlich für sich gepachtet, während andere ihr Leben lang vergeblich auf Momente der inneren Zufriedenheit warten? Seit Jahrhunderten begeben sich Wissenschaftler auf die Suche nach einer Formel für das Glück - entschlüsselt ist es bis heute nicht.

Glück - dieses große Wort bedeutet für jeden etwas anderes. Ein lukratives Jobangebot, die große Liebe oder ein Leben unter Palmen - was genau macht Menschen glücklich?

Ist innere Zufriedenheit von äußeren Faktoren unabhängig? Ist Glück vorbestimmt, durch Kindheitserfahrungen geprägt oder kann man selbst darauf Einfluss nehmen und ihm auf die Sprünge helfen? Antworten dazu gibt es in "Glück im Leben - planbar oder zufällig?", moderiert von den Absolventen des Abschlussjahrgangs 2019 des "Instituts für Moderation" an der Hochschule der Medien mit folgenden Gästen:

Waldemar Hartmann gilt als bayerisches Urgestein der Fernsehlandschaft. Etliche Male in seiner 40-jährigen Karriere half ihm dabei das Glück auf die Sprünge. So verschaffte 2003 der legendäre Wutausbruch des damaligen Fußball-Bundestrainers Rudi Völler im Gespräch mit Hartmann dem ARD-Sportmoderator einen lukrativen Werbevertrag als Bierbotschafter: "Für mich ist das wie eine Privatrente, die mich finanziell sorgenfreier ins Alter gehen und erheblich ruhiger schlafen lässt."

Marie-Luise Marjan war als Baby im Heim, bis eine Familie sie bei sich aufnahm. Durch Zufall erfuhr sie später von ihrer Adoption und traf mit 16 ihre leibliche Mutter. Doch es blieben mehr Fragen als Antworten. Bis sich die "Lindenstraße"-Schauspielerin auf die Suche nach ihren Wurzeln machte und ihren Halbbruder fand: "Mit ihm habe ich ein neues Kapitel in meinem Leben aufgeschlagen."

Früher wurde Jens Hilbert als Außenseiter verspottet und lebte sehr zurückgezogen. Als der Odenwälder sein persönliches Anderssein akzeptierte und den Paradiesvogel in sich entdeckte, stellte sich sein "Outing" als Glücksfall heraus. Es war der Startschuss für seine Karriere. Heute liebt der Selfmade-Millionär und Unternehmer das Blitzlichtgewitter: "Den Mutigen gehört die Welt. Lass Dich in Deinen Visionen von niemandem begrenzen."

Ihre glückliche Kindheit in Anatolien endete für Cennet Krischak von einem Tag auf den anderen. Denn mit 13 Jahren wurde das lebensfrohe Mädchen zwangsverheiratet. Was folgte, waren Jahre des Leidens, der Unterdrückung und Isolation. Nach mehreren Suizidversuchen löste sie sich trotz massiver Drohungen aus ihrer Ehehölle. Eine Entscheidung, die sie innerlich zerriss: "Wenn ich bleibe, gehe ich daran kaputt. Wenn ich mich trenne, werde ich ausgestoßen." Heute führt die Stuttgarterin ein glückliches, freies Leben.

Ilona Rubel und ihr Mann hatten einen Herzenswunsch: ein gemeinsames Kind. Doch Ilona erlitt eine Fehlgeburt und konnte auf natürlichem Wege nicht mehr schwanger werden. In einer Kinderwunschklinik suchte das Paar Hilfe - und bekam den Rat zur Eizellenspende. Da diese in Deutschland verboten ist, nahmen Ilona und ihr Mann viele Auslandsreisen und teure Behandlungen in Kauf. Nach einer Odyssee kam 2015 ihr Wunschkind zur Welt: "Amelie ist das Beste, was uns passieren konnte."

SWR Radiomoderator Matthias Holtmann war mit seiner unverwechselbaren Art die Kultstimme des Südwestens und stand immer für den ewig Junggebliebenen mit der schnoddrigen Schnauze. Doch mit 59 traf ihn die Schockdiagnose: Parkinson. Dennoch versucht er, ein weitestgehend normales Leben zu führen, und steht trotz fortgeschrittener Erkrankung auf der Bühne: "Parkinson ist Pech und ein großer Mist. Aber es gibt viel schlimmere Diagnosen, insofern habe ich noch Glück gehabt."

Hanni Münzers Weg zum Erfolg war von vielen Wendungen geprägt, oftmals war dabei die Liebe ihr Kompass. Um mehr Zeit mit ihrem kranken Mann verbringen zu können, kündigte sie ihren sicheren Posten als Vorstandsassistentin. Und lud noch in der Nacht ihrer Ausstandsfeier ihren Roman im Internet hoch, der zuvor von allen Verlagen abgelehnt wurde. Das Buch verkaufte sich millionenfach: "Ich bin mir meines Glücks immer sehr bewusst", so die Bestsellerautorin.

Ein Leben im puren Glück gibt es nicht, davon ist Professor Wilhelm Schmid überzeugt. "Glück und Unglück liegen für uns alle nah beisammen, die Kunst ist es, die Höhen und die Tiefen des Lebens auch anzunehmen. Wichtig ist, dass ein Mensch offen dafür ist, dass sich sein Leben noch einmal grundlegend ändern kann", so der Glücksforscher. Denn Schicksalsschläge können auch eine Chance bieten, dem Leben einen neuen Verlauf zu geben, weiß der Philosoph.

Sonntag, 03. November 2019 (Woche 45)/18.10.2019

15.15 h: Sendung ist mit VT-untertitelt.

15.15 Kochen mit Martina und Moritz

Einfach lecker! Küchenklassiker neu entdeckt Erstsendung: 27.02.2016 in WDR

Sonntag, 10. November 2019 (Woche 46)/18.10.2019

12.15 ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" Waldorf global Eine Schule geht um die Welt Erstsendung: 05.09.2019 in SWR/SR

Was haben NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Medizin-Nobelpreisträger Thomas Südhof und die Schauspielerin Sandra Bullock gemeinsam? Sie sind Waldorfschüler. 1919 wurde die "Freie Waldorfschule Uhlandshöhe" als Bildungseinrichtung für die Arbeiterkinder der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik in Stuttgart gegründet; daher der Name. 100 Jahre später kehrt die Interkulturelle Waldorfschule Mannheim zu den Wurzeln zurück. Im Brennpunktviertel Neckarstadt lernen Kinder aus unterschiedlichsten Schichten und Kulturen gemeinsam.

Der Film begleitet eine zweite und eine elfte Klasse durch das Schuljahr. Waldorf ist eine riesige Schulbewegung geworden, die Rudolf Steiners "Erziehung zur Freiheit" in alle Welt exportiert - in ein Armenviertel in Brasilien, ins leistungsorientierte Russland, zu Flüchtlingskindern im Nordirak. Umgekehrt studieren Pädagogen aus Korea, China oder Kanada in Stuttgart die Methoden der Waldorfpädagogik, ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Donnerstag, 14. November 2019 (Woche 46)/18.10.2019

Für BW geänderte Moderation beachten

20.15 BW: Zur Sache Baden-Württemberg! Das Politikmagazin fürs Land mit Stefanie Germann

Donnerstag, 21. November 2019 (Woche 47)/18.10.2019

Für BW geänderte Moderation beachten

20.15 BW: Zur Sache Baden-Württemberg! Das Politikmagazin fürs Land mit Stefanie Germann

Montag, 25. November 2019 (Woche 48)/18.10.2019

21.00 Land - Liebe - Luft

Die Bio-Pioniere vom Bodensee

Bei Überlingen liegt einer der ältesten und größten Demeter-Bauernhöfe Deutschlands: das Hofgut Rengoldshausen. Seit 1932 wird dort biologisch-dynamisch gewirtschaftet. Etwa 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den verschiedenen Betriebszweigen beschäftigt. Sie "beackern" 200 Hektar Land - stolze 7000 Quadratmeter sind mit Gewächshäusern überdacht.

Mechthild und Markus Knösel leben mit ihren drei Kindern auf dem Hof und kümmern sich um Viehzucht und Ackerbau: Mechthild versorgt 50 Kühe , "Schweizer Originalbraunvieh", eine sogenannte Zweinutzungsrasse. Die Tiere eignen sich nämlich für die Milcherzeugung und für die Mast.

Johannes Günther und Simon Rothenberger leiten einen anderen Bereich: die Gemüsegärtnerei. In den Gewächshäusern und im Freiland ernten sie Tomaten, Gurken, Salate, Paprika und die "Königin der Finsternis" - Chicoree.

Wie auf jedem Demeter-Hof werden auch am Bodensee "Präparate" aus Hornmist- und Hornkiesel hergestellt und dann auf den Feldern ausgebracht. Nach Rudolf Steiners Lehre wirken sie als eine Art Heilmittel für die Erde. Außerdem sollen sie Wachstum und Qualität der Pflanzen verbessern.

Der Film hat die Menschen auf dem Hofgut Rengoldshausen ein Jahr lang begleitet.

Mittwoch, 27. November 2019 (Woche 48)/18.10.2019

21.00 Die Amtsrichterin - Eine Frau für alle Fälle

Der Angeklagte ist 72 Jahre alt. Jetzt sitzt er zerknirscht und schicksalsergeben im Gerichtssaal von St.Blasien, um das Urteil der Richterin zu empfangen. Er wurde in einem örtlichen Supermarkt beim Ladendiebstahl erwischt. Für die Tat hat er sich schon entschuldigt, es sei ihm "unerklärlich, warum die Waren von mir in die Tasche gesteckt wurden", hat er an den Supermarkt geschrieben. Eigentlich ein klarer Fall - und trotzdem für die zuständige Richterin Susanne Lämmlin-Daun nicht ganz einfach. Denn der Mann steht noch wegen einer anderen Strafsache unter Bewährung und die Richterin muss sich die Frage stellen, ob sie den Wiederholungstäter nicht zu einem Gefängnisaufenthalt verurteilen müsste.

Einer von vielen Fällen am Amtsgericht von St. Blasien im Hochschwarzwald, dem kleinsten Amtsgericht im Südwesten, dem zweitkleinsten in Deutschland. Susanne Lämmlin-Daun ist hier die Richterin, die Frau für alle Fälle. Sie ist zuständig für Strafrecht, Zivilrecht und Verkehrsrecht. Für Trunkenheitsfahrten genauso wie für gesetzliche Betreuungen. Nicht selten macht sie dann Hausbesuche, um zu ermitteln, ob Menschen in schwierigen Lebenssituationen einen vom Gericht bestellten gesetzlichen Betreuer bekommen sollten.

Manchmal ist sie sogar eine Art Familientherapeutin. Wie in einem weiteren aktuellen Fall, der gerade anliegt. Eine Tochter hat ihre Mutter verklagt. Die tieferen Gründe des Familienstreits kann die Richterin natürlich nicht klären - aber vielleicht mit einem salomonischen Urteil die beiden Frauen wieder miteinander ins Gespräch bringen.

SWR Autorin Cornelia Uebel hat Susanne Lämmlin-Daun über einige Wochen hinweg bei der Urteilsfindung begleitet. Ein Film über Recht und Gerechtigkeit und über das pralle Leben hinter juristischen Schriftsätzen und Paragrafen.

Donnerstag, 28. November 2019 (Woche 48)/18.10.2019

Für BW geänderte Moderation beachten

20.15 BW: Zur Sache Baden-Württemberg! Das Politikmagazin fürs Land mit Stefanie Germann

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285, grit.krueger@SWR.de

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