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29.01.2003 – 16:46

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Freitag, 31. Januar 2003 (Woche 5)/29.01.2003

    Baden-Baden (ots)

    23.30 Nachtkultur
              Moderation: Heike Greis
    
    Die Themen u.a.:
    
    Posthume Liebeserklärung -  Hildegard Knef mit den Augen ihres
Mannes: Eine Frau, drei Karrieren. Kurz nach Kriegsende wurde
Hildegard Knef als erster weiblicher Filmstar Deutschlands gefeiert.
"Die Mörder sind unter uns" machte sie bekannt, mit ihrer Nacktszene
in "Die Sünderin" schockierte sie 1951 das Publikum. Dem Skandal
folgte Hollywood und in den 60er Jahren eine zweite erfolgreiche
Karriere als Chansonsängerin. Ihre rauchige Stimme machte "die Knef"
unverwechselbar. Ella Fitzgerald lobte sie als "The greatest Singer
in the world without a voice" ("die größte Sängerin der Welt ohne
Stimme"). Schnodderig und frech sang sie ihre zum Teil eigenen Texte,
interpretierte u.a. Cole Porter auf deutsch. 1970 folgte ihr
Schriftstellerdebüt mit der Autobiografie "Der geschenkte Gaul" - der
größte Nachkriegserfolg im deutschen Buchhandel wurde jetzt neu
aufgelegt. Und anlässlich ihres ersten Todestages am 1. Februar
erscheint der Bildband "Hilde". Paul von Schell zeigt darin auch
bisher unveröffentlichten Bilder seiner verstorbenen Frau. Es ist
seine ganz persönliche Sicht auf Hildegard Knef.
    
    Kultige Weltliteratur - "Malibu", der neue Roman von Leon de
Winter: Leon de Winter, 1954 in 's-Hertogenbosch als Sohn
niederländischer Juden geboren, ist nicht nur ein gefragter
Filmemacher, sondern auch einer der bedeutendsten Schriftsteller der
Gegenwart. Seit 1976 schreibt er. Meist stehen jüdische
Protagonisten, die auf der Suche nach ihrem Platz in der modernen
Gesellschaft sind, im Mittelpunkt seiner Geschichten. In Deutschland
ist der Name de Winter seit 1994 ein Begriff. Damals wechselte er zum
Züricher  Diogenes Verlag, der kurz darauf die deutsche Übersetzung
von "Hoffmanns Hunger" veröffentlichte. Seine Romane kommen ohne
erzählerische Experimente aus. Sie sind psychologisch stimmig,
intelligent erzählt und überzeugen durch ihre klare, mit subtilem
Witz gewürzte Sprache. Wie kaum einem anderen gelingt es Leon de
Winter die intellektuelle Leserschaft genauso in seinen Bann zu
ziehen, wie den ganz normalen Bücherfreund. Seine drei letzten Romane
waren allesamt Bestseller. Von den Fans sehnsüchtig erwartet,
erscheint jetzt sein neuer Roman "Malibu". Martina Klug hat Leon de
Winter in Amsterdam besucht und im Anschluss an "Nachtkultur" ist er
zu Gast bei Dirk Schümer und Denis Scheck im Büchertalk.
    
    An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest
    
    Gigantische Werkschau - Die Rembrandt-Ausstellung im Frankfurter
Städel: 1631 ist Amsterdam eine wirtschaftliche und künstlerische
Hochburg. In diese pulsierende Metropole kam der 25-jährige Maler
Rembrandt und trifft mit seinem Stil den Geschmack der Zeit. Nicht
nur mit seiner Historienmalerei auch mit der Portraitkunst feierte er
schnell große Triumphe. Er studierte den Menschen, seine Physiognomie
und Haltung im Augenblick des Erschreckens, des Staunens, des
Lauschens und des Nachdenkens. Einst reich und berühmt, starb
Rembrandt 1669 vollkommen verarmt und sozial geächtet. Seine Habe und
seine Gemäldesammlung wurden zwangsversteigert. Das im Todesjahr
entstandene letzte Selbstbildnis, zeigt "ein vom Alter gezeichnetes
Antlitz, in dem ein wechselvolles Leben zwischen künstlerischen
Höhepunkten und persönlichen Tiefschlägen tiefe Spuren hinterlassen
hat", so  Ausstellungsleiterin Katja Hilbig. In Japan haben 300.000
Menschen die große Rembrandt-Schau besucht, die vom Frankfurter
Städel und dem Kyoto National Museum gemeinsam organisiert wurde.
Jetzt kommt das Oeuvre des wohl bedeutendsten Künstlers des 17.
Jahrhunderts nach Frankfurt. Für Deutschland ist es die größte
Rembrandt-Ausstellung seit mehr als 20 Jahren.
    
    Bezaubernde Bilder - Das Filmdebüt der Regisseurin Anne Wild: Am
19. Januar ging das 24. Max Ophüls Filmfestival zu Ende und die
35-jährige Autorin und Regisseurin Anne Wild ist die große Gewinnern.
Die Offenburgerin erhielt für ihren Debütfilm "Mein erstes Wunder"
den Max Ophüls Preis 2003. Die renommierte Auszeichnung wird jährlich
von der Landeshauptstadt Saarbrücken an Nachwuchsregisseure vergeben.
Die Jury lobte nicht nur die "außergewöhnliche Visualität und Poesie"
des Films, sondern auch die "großartigen Protagonisten" und eine
"herausragende Kamera". Neben ihrer Arbeit als Coautorin (u.a. "Was
tun, wenn's brennt", "Die Geiseln von Costa Rica") und nach
zahlreichen Kurzfilmen ist "Mein erstes Wunder" der erste
abendfüllende Film von Anne Wild. Es geht darin um die unmögliche
Liebe zwischen der 11-jährigen Dole (Henriette Confurius) und dem
über dreißig Jahre älteren Hermann (Leonard Lansink). Am 16. Februar
ist der Film, der in Koproduktion mit dem SWR entstanden ist auf der
Berlinale zu sehen und am 8. Mai kommt er in die Kinos.
    
ots Originaltext: SWR
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