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15.01.2003 – 17:35

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Freitag, 17. Januar 2003 (Woche 3)

    Baden-Baden (ots)

      

    23.30    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    Audrey forever - vor 10 Jahren starb Audrey Hepburn

    Sie war der Kinostar der 50er und 60er Jahre - An der Seite von Gregory Peck, Gary Grant und Fred Astaire begeisterte Audrey Hepburn (1929 - 1993) das Publikum. Unvergessen - ihre Auftritte in "Frühstück bei Tiffany", "My Fair Lady", "Ein Herz und eine Krone" oder "Sabrina", mit denen sie sich in die Herzen der Zuschauer spielte. Ganz nebenbei sorgte Audrey Hepburn mit ihren Hochsteckfrisuren, den schmalen Couture-Kleidern, und ihren Accessoires für neue Trends in der Modeszene. "Warte, bis es dunkel wird", in dem sie eine Blinde spielte, war ihr letzter großer Kinoerfolg. 1967 zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück. Der Versuch eines Comebacks in den 70er-Jahren misslang. Am 20. Januar 1993 erlag Audrey Hepburn, die 1988 zur Sonderbotschafterin der UNESCO ernannt wurde, in ihrem Landhaus am Genfer See ihrem Krebsleiden. "Nachtkultur" erinnert an die amerikanische Filmschauspielerin.          Kampf dem Berg - was die Deutschen am Himalaja fasziniert

    An keinem Achttausender haben Bergsteiger mehr gelitten und größere Opfer gebracht als am Nanga Parbat im Himalaja. Reinhold Messner erlebte dort seinen schwersten Schicksalsschlag: Sein Bruder Günther ließ am 8126 Meter hohen "Nackten Berg" 1970 sein Leben, wie viele mutige Alpinisten vor ihm. Fast die gesamte deutsche Bergsteigerelite der 1930er Jahre verunglückte am "Schicksalsberg der Deutschen". Erst 1953 gelang dem Österreicher Hermann Buhl in einer deutsch-österreichischen Expedition die Besteigung des neunthöchsten Bergs der Welt. Reinhold Messner wagte 1978 einen zweiten Versuch, den Nanga Parbat zu erklimmen. Am 9. August erreichte er die Spitze und damit die erste Alleinbesteigung eines Achttausenders. In diesem Jahr jährt sich die Erstbesteigung des schicksalhaften Bergs zum 50. Mal. "Nachtkultur" berichtet über Triumph und Tragödie des alpinen Mythos "Nanga Parbat".

    Ein Leben für den Blues - Janis Joplin

    "Ihre Stimme schreit, röhrt, haucht, flüstert... Es hat eine solche Mischung von Farbenreichtum, totaler Verausgabung und musikalischer Sicherheit wohl noch nicht gegeben". Ulrich Olshausen über Janis Joplin. Mit ihrem ekstatischen, rauen Stimme interpretierte Janis Joplin den Blues so authentisch wie keine andere weiße Sängerin vor ihr. Ihre explosiven Bühnenauftritte, wie 1969 beim Woodstock-Festival, haben sie schon zu Lebzeiten zur Legende gemacht. Schon als Teenager war die 1943 in Texas geborene Janis rebellisch, riss mehrfach von zuhause aus, entdeckte die Hippies für sich und feierte Drogen- und Alkoholexzesse. So zögerte sie auch keine Sekunde, ihr Studium zu schmeißen, als sie 1966 die Chance bekam, in einer Band in San Francisco zu singen. Mit Liedern wie "Me and Bobby McGhee" und "Try" wurde das Gesangswunder zur Göttin der Hippie-Bewegung. Ihre 1968 erschienene LP "Cheap Thrills", wurde schon nach drei Tagen vergoldet. Doch offenbar verkraftete Janis Joplin den Erfolg nicht, sie verfiel immer mehr den Drogen. Ihre Konzerte überstand sie am Ende nur noch mit einer Whiskyflasche in der Hand. 1970 starb das Enfant Terrible der Rockmusik mit gerade mal 27 Jahren an einer Überdosis Heroin. "Nachtkultur" erinnert an Janis Joplin, die am 19. Januar 60 Jahre alt geworden wäre.          Valie Export - eine Pionierin der Medienkunst

    Sie gehört zu den Medienkünstlern der ersten Stunde. In den 60er Jahren machte Valie Export nach einem Design-Studium erste Erfahrungen mit den "Neuen Medien" und wurde durch ihre spektakulären Aktionen, die sie unter anderem mit Peter Weibel, dem heutigen Direktor des Karlsruher ZKM, inszenierte, bekannt. Beispielsweise rasierte sie ihm 1967 bei der Körperaktion "Cutting" die Körperhaare vom Leib, und ein Jahr später führte sie ihn in Wien Gassi. Weibel auf allen vieren und Valie Export im schicken Mantel. Heute reicht ihr Werk von digitalen Fotografien über Installationen, Body Performances ("Tapp- und Tastkino") und Video Environments bis hin zu experimentellen Spielfilmen ("Die Praxis der Liebe"), Skulpturen und Computerarbeiten. Seit 1995 ist die 62-jährige Österreicherin Professorin für Medienkunst an der Hochschule für Medien in Köln. Die Akademie der Künste in Berlin zeigt ab Mitte Januar in einer großen Übersichtsausstellung die vielseitigen Arbeiten der bedeutenden Künstlerin seit den 60er Jahren.

ots Originaltext: SWR
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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