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11.11.2002 – 17:24

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Dienstag, 12. November 2002 (Woche 46)

    Baden-Baden (ots)

      

    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    10.00 Fliege
              Abschied unter Tränen
    
    
    Mittwoch, 13. November 2002  (Woche 46)
    
    Geänderten Programmablauf für BW beachten!
    (Programm RP und SR wie mitgeteilt)
    
    10.00 (VPS 09.59)
              Baden-Württemberg extra (BW)
              Live aus dem Landtag:
              Frauenplenartag: Gleichberechtigung und Familienpolitik
    
    13.00 StädteTour (BW)
              (bis 13.15)
    
    weiter wie mitgteilt
    
    Mittwoch, 13. November 2002  (Woche 46)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    10.00 Fliege
              Immer Ärger mit der Miete

    Donnerstag, 14. November 2002  (Woche 46)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    10.00    Fliege
                 Die sanfte Medizin der heilenden Hände

    Donnerstag, 14. November 2002  (Woche 46)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    10.00 Fliege
              Die sanfte Medizin der heilenden Hände
    
    
    Freitag, 15. November 2002  (Woche 46)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    10.00 Fliege
              Wenn Träume wahr werden
    
    Freitag, 15. November 2002  (Woche 46)
    
    22.00 Nachtcafé
              Gäste bei Wieland Backes
              Optimisten, Pessimisten - Wer kommt besser durchs Leben?
    
    "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen!" Mit diesem Satz hat
Ex-Bundespräsident Roman Herzog die Deutschen 1997 aufgefordert, mehr
Optimismus, Zuversicht und Schaffenskraft zu zeigen. Doch fünf Jahre
später ist im Land der Dichter und Nach-Denker vom herzog'schen
Optimismus wenig zu spüren. Der 11. September und seine Folgen, so
scheint es, hat nicht nur den Pessimisten hierzulande mal wieder die
Stimmung verhagelt. Nach Wettrüsten und Waldsterben bieten nun
Börsencrash und Kriegsangst den Stoff, aus dem sich der Apokalyptiker
den Niedergang der Welt basteln kann. Der positive Denker hingegen
zuckt mit beiden Schultern und sagt: "Halb so wild, das wird schon
wieder". Optimismus und Pessimismus, zwei auf den ersten Blick völlig
unterschiedliche Arten, das Leben zu meistern. Aber wer kommt weiter
im Leben, wer lebt glücklicher? Verspürt der Pessimist heimliche Lust
am Untergang oder ist er schlichtweg als Realist besser gewappnet
gegen Missgeschicke und Katastrophen? Lebt der Optimist, wie es
häufig behauptet wird, wirklich länger oder scheitert er als
Schönfärber irgendwann schlagartig an der harten Realität? Darüber
diskutiert Wieland Backes mit seinen Gästen:
    
    Gotthilf Fischer bezeichnet sich selbst als puren Optimisten.
Jeder Tag, an dem man sich ärgern lasse oder jammere, sei für den
74-jährigen Chef der Fischer-Chöre ein verlorener Tag. Drei
Flugzeugabstürze und zwei schwere Verkehrsunfälle haben ihn in dieser
Haltung bestärkt. Seine Menschenfreundlichkeit und Zuversicht haben
ihn aber auch zum Opfer eines Betrügers werden lassen.

    Thea Dorn dagegen ist der Meinung, dass Pessimisten besser leben als Optimisten, denn sie seien enttäuschungsresistenter. Die 32-jährige Krimiautorin rechnet immer mit dem Schlimmsten, freut sich aber, wenn es dann doch nicht ganz so kommt. Im Übrigen hilft ihr der Pessimismus als wichtige Antriebskraft beim Schreiben. Doch trotz alles schwarzer Gedanken, so sagt die studierte Philosophin, sei sie eine gut gelaunte Pessimistin.          Franz Alt sieht als Galionsfigur der Ökologie-Bewegung die Menschheit deutlich bedroht. Es muss etwas getan werden, sagt der 64-jährige Journalist, sonst ist die Zivilisation bald am Ende. Als streitbarer Mensch hat er seine Mahnungen immer deutlich ausgesprochen. Auch wenn seine Prognosen nicht besonders optimistisch klingen, gibt es für ihn immer noch Spielraum zum Handeln.          Michael Miersch dagegen zweifelt am fest programmierten Weltuntergang. Der 46-jährige Publizist und Buchautor hält den Fortschrittspessimismus unserer Tage für das eigentliche Übel. Gemeinsam mit Dirk Maxeiner bezeichnet er in seinem aktuellen Buch "Die Zukunft und ihre Feinde" den Pessimismus als eine Luxushaltung, die einer vitalen Gesellschaft die Luft zum Atmen nimmt.          Doreen Jacobsen war voller Optimismus eine viel versprechende Beziehung mit ihrem Traummann eingegangen und hatte ihr Erspartes in die gemeinsame Zukunft investiert. Doch plötzlich stand sie sowohl privat als auch beruflich vor einem Scherbenhaufen. Diese Erfahrung hat sie vorsichtig werden lassen. Eine Prise strategischer Pessimismus sowohl im Privaten als auch im Beruf, so sagt die 40-jährige Unternehmerin, ist ihr mittlerweile wichtig geworden.          Anita Gellings hat scheinbar keinen Grund zum Optimismus. Der arbeitslosen Alleinerziehenden droht momentan die Zwangsräumung. Mehrere tausend Euro Mietschulden könnten ihr den letzten Optimismus zu rauben. Doch Anita Gellings lässt sich den Glauben, dass es wieder bergauf geht, nicht nehmen. Wenn ihre finanzielle Situation zu bedrohlich wird, holt sie sich Kraft aus den kleinen Freuden des Alltags          Roberto Blanco: "Ein bisschen Spaß muss sein, dann kommt das Glück von ganz allein" ist sein Lebensmotto. Denn die Ikone des Frohsinns betont, dass es zwischen dem Berufsmenschen und dem Privatmenschen Blanco keinen Unterscheid gibt. Sein Optimismus hat dem Entertainer viele Türen geöffnet und ist ebenso ansteckend wie seine gute Laune, die seit Jahrzehnten bis in die miesepetrigsten Winkel der Fernsehnation ausgestrahlt wird.

ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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