SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von Donnerstag, 09.11.17 (Woche 45) bis Sonntag, 10.12.17 (Woche 50)

Baden-Baden (ots) - Donnerstag, 09. November 2017 (Woche 45)/08.11.2017

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten Moderation: Denis Scheck

Sebastian Manz - vielseitig, neugierig, charmant - der Solo-Klarinettist des SWR Symphonieorchesters ist weltweit gefragt!

"Schöne neue Welten - Virtuelle Realitäten in der zeitgenössischen Kunst" - jetzt in Friedrichshafen!

Wie schmeckt Baden-Baden? Welche Geschmäcker fehlen? Der Künstler Emeka Ogboh in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden!

Eine Stadt im Tanzfieber - "Tanz Karlsruhe 2017" präsentiert zahlreiche hochkarätige Ensembles!

Hätte ich das auch gekonnt? Der etwas andere Museumsbesuch - mit Schauspieler und Kabarettist Nils Althaus durch die Klee-Ausstellung in Basel!

Sonntag, 12. November 2017 (Woche 46)/08.11.2017

Nachgelieferte Gesprächsteilnehmer beachten!

14.30 (VPS 14.29) Diskussion zum Film "Nellys Abenteuer" Moderation: Fritz Frey

Diskussionssendung zur Kinokoproduktion "Nellys Abenteuer", die im Rahmen des diesjährigen "Debüt im Dritten" im SWR Fernsehen und im KiKa ausgestrahlt wird.

Dem Kinder-Abenteuerfilm "Nellys Abenteuer" wird vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma vorgeworfen, antiziganistische Stereotype zu reproduzieren. Aus diesem Grund sei der Film für die Zielgruppen Kinder und Jugendliche ungeeignet und dürfe nicht ausgestrahlt werden. Diese Vorwürfe weisen die Filmemacher, Produzenten, Sender und Filmförderer entschieden zurück. Um den Zuschauerinnen und Zuschauern zu ermöglichen, sich selbst ein Bild zu machen, sendet das SWR Fernsehen den Film nun früher als ursprünglich geplant (bereits am 12.11.2017 um 13 Uhr) und ergänzt die Ausstrahlung um eine Diskussionsrunde, in der Kritiker und Filmemacher zu Wort kommen (12.11.2017 um 14:30 Uhr). Gäste der von Chefredakteuer Fritz Frey moderierten Gesprächsrunde sind: Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats), Pavel Brunßen (Verfasser eines Gutachtens zum Film), Prof. Jens Becker (Initiator und Autor des Films), Prof. Carl Bergengruen (Geschäftsführer MFG), Dr. Manfred Hattendorf (kommissarischer Filmchef des SWR), Dr. Maya Götz (Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen).

Sonntag, 26. November 2017 (Woche 48)/08.11.2017

14.30 Bach! Auch Du kannst singen

Ein Lied verbindet Generationen Folge 2/4

Im Pflegeheim "Glück im Winkel" in Neunkirchen trifft Patrick auf Senioren, Pfleger und Familien. Wie viel wissen wir eigentlich über das Leben und Arbeiten in einem Pflegeheim? Welche Geschichten haben die Menschen dort? Viele Bewohner bekommen nur selten Besuch. Dabei leben viele Familien mit Kindern in der Neubausiedlung direkt vor der Tür.

Patrick weiß: Singen hält jung und verbindet - auch über die Generationen hinweg. Mit dem jüngsten Pflegeheimleiter Deutschlands wagt er ein Experiment. In nur fünf Tagen will er die gefühlte Grenze zwischen Dorf und Pflegeheim überwinden. Mit Musik! Im Pflegeheim lernt er rüstige Rentner kennen, die ihm ihre Lebensgeschichten erzählen und trifft die Eltern einer 26 Jahre alten Patientin, die seit sechs Jahren im Wachkoma liegt.

Patrick setzt alle Hebel in Bewegung, um sein Projekt zum Erfolg zu führen. Er verteilt Flugblätter im Supermarkt, trifft den Bürgermeister, singt mit Kindergartenkindern und macht bei der Elterngeneration Werbung auf dem Sportplatz. Am Ende versammelt sich das Dorf vor dem Pflegeheim und singt zusammen mit den alten und kranken Bewohnern einen Hit aus den 60er-Jahren. Mission geglückt: Das Projekt verbindet Generationen und baut Brücken!

Sonntag, 03. Dezember 2017 (Woche 49)/08.11.2017

14.30 Bach! Auch Du kannst singen

Ein Schwarzwaldmedley Folge 3/4

Patrick Bach ist im Schwarzwald unterwegs und will die unterschiedlichsten Menschen dazu bringen mit ihm zu wandern und zu singen. Denn mitten im Idyll prallen gegensätzliche Wünsche und Bedürfnisse aufeinander. Und das sorgt für Spannungen! Der Chorleiter ist überzeugt: Musik kann helfen!

Wanderer sehnen sich nach Ruhe und fühlen sich von rasanten Mountainbikern und dröhnenden Motorrädern gestört. Motorradfahrer schimpfen über Sonntagsfahrer, die im Schneckentempo die Schwarzwaldhochstraße entlang kriechen und Autofahrer regen sich über gefährliche Überholmanöver auf. Alle wollen den Schwarzwald genießen, doch jeder auf seine Weise.

Bei zwei Wanderungen mit Gesangsworkshops sollen sich die Menschen begegnen und beim Singen Verständnis füreinander entwickeln. Patrick trifft den Leiter des Nationalparks Dr. Waldenspuhl und einen seiner schärfsten Kritiker. Er will die zerstrittenen Parteien mit Musik versöhnen. Ob ihm das gelingt? Er findet tatsächlich Motorradfahrer, die ihre Maschinen abstellen, zu Fuß die Natur entdecken und singen. Für sein ambitioniertes Projekt erntet er auch Ablehnung.

Doch dann werden beim Wandern und Musizieren Brücken geschlagen und die Mauern in den Köpfen bröckeln. Am Ende steht Patrick mit einer bunt gemischten Gruppe auf der Bühne des größten Volksfestes der Region und geht auch musikalisch ganz neue Wege. Er wagt den Spagat zwischen Wanderlied und Popmusik, zwischen "Highway to Hell" und "Schwarzwaldmarie". Eine Herausforderung für Sänger und Publikum! Am Ende tobt das Festzelt und alle sind sich einig: Wenn jeder mit Rücksicht und Respekt genießt, ist der Schwarzwald groß genug für alle! Ein unterhaltsames Musikabenteuer am Busen der Natur.

Sonntag, 10. Dezember 2017 (Woche 50)/08.11.2017

14.30 Bach! Auch Du kannst singen

Ein Chor fürs Leben Folge 4/4

Ein Kind mit einer lebensverkürzenden Krankheit zu bekommen, ist für die ganze Familie eine große Herausforderung. Die Eltern müssen die medizinische Versorgung managen, sich mit Krankenkassen auseinandersetzen und haben weniger Zeit für die gesunden Geschwisterkinder. Sie bekommen Vorurteile und Verunsicherung zu spüren, denn Krankheit, Behinderung und Tod finden in unserer Gesellschaft wenig Raum.

Der Chorleiter Patrick Bach stellt sich seinen eigenen Berührungsängsten. Er nimmt ein Projekt an, bei dem er Familien mit einem schwerkranken Kind dazu bringen soll gemeinsam zu singen. Über die Musik soll der Kontakt der Betroffenen untereinander verbessert und das Thema "Kinderhospiz" in die Öffentlichkeit gebracht werden. Bei seiner Recherche lernt Patrick Bach vier Familien kennen, die voll Optimismus und Lebensfreude ihren schwierigen Alltag meistern.

Er trifft Pfleger, Mediziner und ehrenamtliche Helfer und lädt sie dazu ein, sich seinem einmaligen Projekt anzuschließen. Denn je mehr Menschen singen, desto mehr Leute erfahren von den Familien und ihren Schicksalen. Ein Udo-Lindenberg-Konzert bringt Patrick Bach schließlich auf die Idee den Hit "Hinterm Horizont" zu einem Chorstück umzuarbeiten.

Die Resonanz der Freiburger Bevölkerung ist großartig und übersteigt alle Erwartungen. Am Ende befinden sich die Kinder mit ihren Eltern, Helfern und Ärzten auf dem größten Platz der Stadt. Vor dem Freiburger Münster kommt es zum großen Finale und das Thema "Kinderhospizarbeit" wird in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Ein Projekt, das schöne Klänge und Gänsehaut erzeugt. Bewegende Momente für alle und die Erkenntnis, dass es beim Thema Kinderhospiz vor allem auch um Leben geht!

Sonntag, 10. Dezember 2017 (Woche 50)/08.11.2017

20.15 Die Mosel

Steile Hänge und grandiose Aussichten, die Mosel ist einer der atemberaubendsten Flüsse Deutschlands. Aber die Arbeit an ihren Ufern ist noch nie einfach gewesen. Dennoch entscheiden sich gerade junge Leute wieder für ein Leben an der Mosel - in Frankreich, Luxemburg und Deutschland.

Rebecca Materne und Janina Schmitt gehören einer neuen Generation von Winzern an, die die Steillagen der Terrassenmosel wieder entdeckt haben. Rebecca Materne kommt aus dem Ruhrgebiet, Janina Schmitt aus Hessen. 2012 haben die Freundinnen ein Weingut in Winningen bei Koblenz gepachtet - und bauen an den Hängen mit einer Neigung von mehr als 50 Grad Riesling an - ohne Einsatz von Maschinen, ohne Pestizide. Das Leben der beiden ist geprägt durch die Unwägbarkeit des Wetters und harte Arbeit: Rebenbinden im Frühjahr, Flaschenabfüllung im Sommer, Traubenlese im Herbst. Ohne die Hilfe von Familie und Freunden wäre das nicht zu schaffen. Wenn beide einmal vom Weinbau leben wollen, muss ihr Unternehmen wachsen. Doch da sind "Materne & Schmitt" optimistisch.

Die Menschen an der Mosel lieben ihre Heimat. Der Fluss bietet Geborgenheit. Und deshalb leben in manchen Orten an der Mosel Bräuche und Traditionen wie vor Jahrhunderten. Im französischen Contz-les-Bains, im Dreiländereck von Frankreich, Luxemburg und Deutschland, bereiten junge Männer zum Johannistag ein grandioses Spektakel vor. Ein riesiges Holzrad soll brennend von einem Berg bis hinunter in den Fluss rollen. Klappt das, dann verheißt es eine gute Ernte!

In Traben-Trarbach schleppen die "Stadtschröter" einen Baumstamm durch den Ort, um ihn als Zunftbaum am Moselufer aufzustellen. Schröter waren einmal unentbehrlich für den Weinhandel. Sie wuchteten die gefüllten Fässer aus den Kellern, um sie auf Schiffe zu verladen. Das Aufkommen der Weinpumpe ließ das Handwerk aussterben.

Die Mosel in Frankreich hat sich infolge des Strukturwandels komplett verändert - anstelle von Fördertürmen und Eisenhütten immer mehr Naturschutzgebiete. Die Menschen in Lothringen erleben die Mosel neu: In Épinal ist es für Jugendliche "cool" Kajak zu fahren; durch das Stadtzentrum verläuft ein Wildwasserkanal. Und in Metz verbringen die Ruderer sportliche Stunden bei einer Tour durch das historische Zentrum.

Lothringen ist berühmt für Mirabellen. Der größte Teil der europäischen Produktion stammt aus dem Moseltal südlich von Metz. Mélanie Bigeard-Demange destilliert die Früchte zu "Eau de Mirabelle", Mirabellenbrand. Zur Destillerie gehören 1.500 Mirabellenbäume, alle müssen in nur wenigen Tagen abgeerntet und sortiert sein. Sonst verlieren die Früchte Geschmack und Aroma.

Leben und Arbeit an der Mosel haben sich verändert. Auch die Fischer müssen sich umstellen und verdienen ihr Geld im Naturschutz - so wie Thomas Weber. Der junge Mann hat sein Studium aufgegeben, um die Fischerei seines Vaters zu übernehmen. In Moselkern versucht Brigitte Pappe die traditionelle Wollindustrie wieder zu beleben. Sie will in der ehemaligen Wollfabrik wieder Tuche weben lassen. Ausschließlich aus Wolle, die aus der Region stammt. "Moseltweed" heißt das Projekt. Die Mosel bietet Vielen eine Perspektive; der Film stellt entlang des Flusses Menschen mit Ideen, Tatkraft und ambitionierten Zielen vor.

"Die Mosel" gehört zur Sendereihe "Geschichte und Entdeckungen". Diese bietet den Zuschauern am Sonntagabend um 20.15 Uhr Hochglanz-Dokus zu unterschiedlichsten Wissensgebieten aus dem deutschen Südwesten. Darunter Alltags-, Technik- oder Kulturgeschichte, aber auch Themen wie Archäologie, Geografie, Reise, Tiere und Natur.

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285, grit.krueger@SWR.de

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