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03.05.2017 – 11:27

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"Nachtcafé: Gegen alle Widerstände"
Michael Steinbrecher spricht u. a. mit David Behre, der beide Unterschenkel verlor und anschließend die Paralympics gewann

"Nachtcafé: Gegen alle Widerstände" / Michael Steinbrecher spricht u. a. mit David Behre, der beide Unterschenkel verlor und anschließend die Paralympics gewann
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Baden-Baden (ots)

Widerstände existieren in unterschiedlichen Formen - im familiären Umfeld, im Kampf für eine Sache oder im gesellschaftlichen Kontext. Wie können wir mit ihnen umgehen und sie erfolgreich überwinden, ohne an ihnen zu zerbrechen? Warum überwinden manche Menschen Widerstände leichter als andere? Prägt der Kampf gegen Widerstände unser Leben und wie wichtig sind sie für die Stärkung der eigenen Identität? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen. Zu sehen in "Nachtcafé: Gegen alle Widerstände" am Freitag, 5. Mai, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Widerstände zwingen einen unmittelbar meist in die Knie, langfristig kann man sie aber auch als Ansporn sehen, um sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und es allen zu zeigen - frei nach dem Motto "Jetzt erst recht!". Zum Beispiel nach einem schweren Unfall, der einen komplett aus der Bahn wirft und vor die elementare Frage stellt, wie das eigene Leben zukünftig aussehen soll. Aber auch Widerstände aus dem sozialen Umfeld können so stark sein, dass man sich diesen Zwängen ergibt und gesellschaftlichen Idealvorstellungen unterordnet. Ein Aufstieg vom Arbeiterkind zum Akademiker ist ebenfalls oft mit Hindernissen verbunden.

Die Gäste im "Nachtcafé":

David Behre verlor bei einem Unfall beide Unterschenkel und gewann die Paralympics Ein Moment, der ein Leben verändert: Als David Behre 2007 auf dem Heimweg einen Bahnübergang überquert und dort von einer Lok erfasst wird, verliert er beide Unterschenkel - und gewinnt ein neues Leben. Noch im Krankenhaus setzt er sich ein schier unerreichbares Ziel: Er will an den Paralympics teilnehmen. Rückblickend sagt er heute: "Gegen Widerstände zu arbeiten, hat mich auf jeden Fall angespornt."

Gudrun Dürr kümmert sich in Kenia um Waisenkinder Gudrun Dürr hatte Familie und ein glückliches Leben in Deutschland. Doch als sie in Kenia die Armut der Straßenkinder sah, traf sie die folgenschwere Entscheidung, auszuwandern und ihr Leben in den Dienst dieser Kinder zu stellen. Alle Widerstände, die ihr dabei begegneten, räumte sie konsequent aus dem Weg. "Manchmal habe ich mich selbst gewundert, wie ich das alles geschafft habe."

Heinz Schmitz wurde als junger Mann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt Als junger Mann wurde der homosexuelle Heinz Schmitz aufgrund des §175 StGB zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und lebte fortan mit der Angst, als Homosexueller entdeckt zu werden. Die gesellschaftlichen Umstände zwangen ihn in eine Ehe mit Frau und Kindern. Erst nach Jahren fand er den Mut, sein wahres Leben zu leben. "Du tust etwas, was du nicht tun darfst - etwas Verbotenes und es darf nicht entdeckt werden."

Christine Mayr-Lumetzberger kämpft für Frauenrechte in der katholischen Kirche Die Öffnung der kirchlichen Ämter für Frauen in der katholischen Kirche ist das Ziel von Christine Mayr-Lumetzberger. Dafür kämpft die weltweit erste geweihte Bischöfin mit aller Kraft. Sanktionen wie die Exkommunikation aus der römisch-katholischen Kirche und den damit einhergehenden Ausschluss vom Erhalt der heiligen Sakramente lassen sie kalt. "Pioniere haben es nie leicht, doch irgendjemand muss den schwierigen Weg gehen. Ansonsten wird sich nichts verändern."

Andreas Neubauer entwickelte sich vom Arbeiterkind zum Doktor der Physik Seine Mutter arbeitete als Reinigungskraft, der Vater als Hausmeister. Andreas Neubauers Weg durch die deutsche Bildungslandschaft war steinig. Ohne Unterstützung und gegen den Willen seiner Eltern holte er nach einer Ausbildung zum KFZ-Mechaniker sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach. Anschließend entschloss er sich zu einem Studium der Physik. "Die Unterstützung ist definitiv das, was mir am meisten gefehlt hat."

Prof. Dr. Judith Glück ist als Entwicklungspsychologin tätig Für die Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Judith Glück ist das eigene Selbstwertgefühl die ausschlaggebende Kraft, ob man für etwas kämpft und dabei Widerstände überwindet oder ob man schnell aufgibt. "Widerstände sind wichtig für die Herausbildung und Stärkung der eigenen Identität."

"Nachtcafé: Gegen alle Widerstände" am Freitag, 5. Mai 2017, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Barbara Christoffers, Tel. 0711 929 12774 Fotos über www.ARD-Foto.de Pressekontakt: Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285, grit.krueger@SWR.de

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