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Südwestrundfunk (SWR): Nachtkultur, Freitag, 24. Mai 2002 um 23.15 Uhr (Woche 21)

    Baden-Baden (ots) -      

    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    Ich, Romy - Erinnerungen an einen Mythos: Sie war eine der
faszinierendsten Schauspielerinnen, deren Schicksal auch 20 Jahre
nach ihrem Tod noch Millionen bewegt. Romy Schneider, 1938 in Wien
geboren und nur 43 Jahre später in Paris gestorben, war für die
meisten Deutschen das ewige "süße Mädel" und für den Rest der Welt
eine große Charakterdarstellerin. Auf alle Fälle war sie ein
Weltstar. Mit 21 entfloh sie dem deutschen Sissi-Image, zog nach
Frankreich, wo sie ihr schauspielerisches Talent unter namhaften
Regisseuren wie Luchino Visconti, Orson Welles oder Claude Sautet
voll entfalten konnte. Neben dem beruflichen Erfolg war ihr
Privatleben immer wieder von Schicksalsschlägen überschattet. Ihr
erster Mann Harry Meyen nahm sich 1979 das Leben, ihr Sohn David
starb 1981 an den Folgen eines tragischen Unfalls. Am 29. Mai ist ihr
20. Todestag. Lars Friedrich erinnert an die legendäre
Schauspielerin.
    
    Vorsicht, Hildebrandt! - Geburtstag eines Kabarettisten: Der Name
Dieter Hildebrandt steht für intelligentes und scharfzüngiges
Kabarett. Seit 1980 präsentiert er im Ersten den "Scheibenwischer".
Die dienstälteste Kabarettsendung wird acht Mal pro Jahr ausgestrahlt
und ist ein Klassiker im Deutschen Fernsehen. Hildebrandts
kabarettistische Karriere begann 1956 mit der Gründung der "Münchner
Lach- und Schießgesellschaft", die vor allem mit ihren jährlichen
Beiträgen zur Lage der Nation erfolgreich war. Im Fernsehen wurde er
ab 1972 mit "Notizen aus der Provinz" bekannt. Die regelmäßig von
Protesten aus den Unionsparteien begleitete TV-Serie wurde im
Wahljahr 1980 nach 66 Folgen eingestellt. Für Dieter Hildebrandt
bedeutete dies das Ende beim ZDF und der Neuanfang mit dem
"Scheibenwischer" beim SFB. Nebenbei macht er aber auch als
Schauspieler eine gute Figur. Beispielsweise in der ARD-Serie "Kir
Royal" oder in Gerhard Polts Filmsatire "Kehr aus". Jetzt wird Dieter
Hildebrandt 75 Jahre alt. Sabine Willkop gratuliert.

    Germany, 12 Points - Betrachtungen zum Grand Prix: Ob und wie oft Corinna May beim diesjährigen Grand Prix Eurovision mit ihrem Titel "I Can't Live Without Music" für Deutschland die optimale Punktezahl erhalten wird, entscheidet sich am kommenden Samstag im estländischen Tallinn. Seit 1956 gibt es den Song-Contest, der damals ins Leben gerufen wurde, um das Medium Fernsehen populärer zu machen. Manche Traumkarriere nahm durch ihn seinen Anfang, beispielsweise die der schwedischen Gruppe ABBA, die 1974 mit dem Titel "Waterloo" auf dem Siegertreppchen stand. Diese und andere Geschichten kann man jetzt nachlesen. Der Grand-Prix-Fan Jan Feddersen hat alles Wissenswerte über das Schlagerfestival auf rund 430 Seiten zusammengefasst und in dem Buch "Ein Lied kann eine Brücke sein" veröffentlicht. Mit dem gleichnamigen Lied musste Joy Flemming übrigens 1975 eine herbe Niederlage einstecken. Sie wurde damals nur 17. Neben dem offiziellen Wettbewerb findet zeitgleich erstmals der Grand Prix der Vögel statt, der "Bird Eurovision 2002". Für Deutschland geht der Zaunkönig an den Start. Harold Woetzel mit nicht ganz ernst gemeinten Betrachtungen über die 46-jährige Geschichte des Grand Prix.          Kunstkrimi Fürstenberg - Spurensuche in "national wertvollem Kulturgut": 150 Jahre lang war die Kunstsammlung Fürstenberg im "Karlsbau" in der Nähe des Donaueschinger Schlosses zu Hause. Jetzt mussten die Meisterwerke, die zu einer der bedeutendsten Privatsammlungen gehören, für zeitgenössische Kunst Platz machen. Aufgrund sinkender Besucherzahlen wurden die 74 Tafeln altdeutscher und schweizerischer Malerei aus dem 15. und 16. Jahrhundert ausgelagert. Unter dem Titel "An der Schwelle zum 21. Jahrhundert - die Pisces Collection" werden in Donaueschingen ab 8. Juni statt Lucas Cranach und Hans Holbein unter anderen Arbeiten von Cindy Sherman, Rosemarie Trockel und Andreas Gursky zu sehen sein. Was aber wird aus der erlesenen Sammlung? 26 Tafelbilder, die im Gesamtverzeichnis des "national wertvollen Kulturguts" stehen, sind nach Stuttgart gewandert, um künftig in der Staatsgalerie präsent zu sein. Darunter die gemalte Leidensgeschichte Christi und der "Falkensteiner Altar". Und was passiert mit den restlichen Tafeln, die sich noch im Depot befinden? Rudij Bergmann hat sich auf die Spur der wertvollen Sammlung begeben. Er war in der Stuttgarter Staatsgalerie und hat im Haus Fürstenberg in Donaueschingen die "Nachfolgeausstellung" besucht.

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