SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Sonntag, 7. April 2002 (Woche 15) bis Freitag, 3. Mai 2002 (Woche 18)

    Baden-Baden (ots) -
    Sonntag, 7. April 2002 (Woche 15)/21.03.2002
    
    18.15
                 Was die Großmutter noch wusste
        
                 Kochen wie im Fürstentum Liechtenstein
    
    Das Fürstentum Liechtenstein, seit 1921 eine parlamentarische
Monarchie, liegt zwischen dem österreichischen Vorarlberg und dem
Schweizer Kanton St. Gallen. Kathrin und Werner haben das Fürstentum
besucht, haben es lieben gelernt und sind angetan von seiner Küche.
Die Rezepte, die ihnen am besten geschmeckt haben, wollen sie
vorstellen.
    
    
    Dienstag, 16. April 2002 (Woche 16)/21.03.2002
    
    23.00    Um Elf: Wenn der Muezzin ruft
        
                 Beobachtungen beim islamischen Opferfest
        
                 Eine Reportage von Karin Theis
    
    Eine der größten und eine der jüngsten Moscheen Deutschlands steht
in Sindelfingen. Wenn der Muezzin zum Gebet ruft, treffen sich dort
an Festtagen bis zu 3000 Muslime. Die architektonisch aufwändig
gestaltete Moschee ist Gebetsraum und sozialer Treffpunkt zugleich.
So gibt es hier beispielsweise eine Bäckerei, ein Restaurant, eine
Teestube, ein Reisebüro und sogar einen Supermarkt. Höhepunkt der
Woche ist das Freitagsgebet, zu dem die Männer in der Moschee
zusammenkommen. Sie wird von der DITIB getragen, einer in Deutschland
gegründeten Organisation, die eng mit der türkischen Regierung
zusammenarbeitet. Die neue Moschee und ihre Besucher gelten als
offen. Zu den christlichen Gemeinden pflegen sie intensive Kontakte.
    Nach dem Ramadan spielt die Zeit des Opferfestes eine wichtige
Rolle im Glaubensleben der Sindelfinger Moschee. Das Fest, das Ende
Februar gefeiert wurde, geht zurück auf die biblische Erzählung von
Abraham und seinem Sohn Isaak. Sie ist auch im Koran zu finden. In
der Zeit des Opferfestes machen sich die Pilger auf den Weg nach
Mekka. Diese große Pilgerreise ist eine der fünf Säulen des Islam.
Jeder Muslim und jede Muslima sollte sie einmal in seinem Leben
unternehmen.
    Im Mittelpunkt dieser UMELF-Reportage stehen die Vorbereitungen
und die Feier des islamischen Opferfestes: Schon im Morgengrauen
treffen sich die Gläubigen zum Gebet. Danach geht man zu Metzgereien,
in denen Opfertiere nach dem islamischen Reinheitsgebot geschächtet
werden. Die muslimischen Gläubigen helfen beim Schlachten oder holen
ein vorbestelltes Stück Fleisch ab, das am Abend im Kreis von
Freunden gegessen wird.
    Karin Theis beobachtet für UMELF das religiöse Leben an der
Sindelfinger Moschee während der Zeit des islamischen Opferfestes.
Ihre eindrucksvolle Reportage blickt hinter die Kulissen einer
modernen Moschee. Sie vermag es, Einblick in die alltägliche Praxis
einer Religion zu vermitteln, die vielen Christen bis heute fremd
geblieben ist.
    
    
    
    
    Sonntag, 21. April 2002 (Woche 17)/21.03.2002
    
    11.00
                 Lorin Maazel dirigiert Franz Schubert
        
                 Sinfonie Nr. 1 D-dur
        
                 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
    
    Wenn Lorin Maazels Ära als Chefdirigent des Symphonieorchesters
des Bayerischen Rundfunks im Jahr 2002 zu Ende geht, dann wird man
sich sicher besonders an die grandiosen Erfolge seiner zyklischen
Symphonie-Aufführungen erinnern. 2001 hat sich Maazel mit dem
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks dem symphonischen Oeuvre
von Franz Schubert zugewandt: in insgesamt drei Schubert-Konzerten im
Münchner Prinzregententheater, die der BR aufgezeichnet hat, brachte
Maazel alle acht Symphonien des großen Meisters zur Aufführung.
    
    
    Sonntag, 21. April 2002 (Woche 17)/21.03.2002
    
    15.40
                 Das Beste vom Nato-Musikfestival
    
    NATO-Musikfestival 2001 im Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern:
heute die "United States Air Forces in Europe Band", die in Sembach
bei Kaiserslautern stationiert ist, mit Evergreens wie "In the mood"
und "When the saints".
    
    
    Donnerstag, 25. April 2002 (Woche 17)/21.03.2002
    
    21.00    Fahr mal hin
                 Freistaat Flaschenhals-
                 Eine Rheinreise zwischen Kaub und Lorch
                 Ein Film von Jutta Kastenholz
    
    Es ist schon eine unglaubliche Geschichte. Da teilen amerikanische
und französische Besatzungstruppen nach dem Ersten Weltkrieg ihr
Territorium in Zonen ein und vergessen mittendrin einen schmalen
Korridor. Kaub, Lorch und Lorchhausen am Rhein liegen wie eine Insel
in unbesetztem Gebiet. Ein kleiner Freistaat in Form eines
Flaschenhalses, der nur wenige Kilometer bis ins Hinterland reicht.
Die Bürger des kleinen, isolierten Staates wissen sich zu helfen: Mit
Schelmenstreichen und Schmuggelaktionen sichern sie ihr Überleben in
der feindlichen Umgebung. "Nirgendwo ist es schöner als im Freistaat
Flaschenhals" _ diesen Sinnspruch drucken sie auf ihr Notgeld. Oder:
"In Lorch am Rhein, da klingt der Becher, und Lorcher Wein ist
Sorgenbrecher." Mit diesen weinseligen Parolen überstehen die Bürger
des winzigen Freistaates die Nachkriegszeit, und darauf sind sie auch
heute noch stolz. Die "Initiative Freistaat Flaschenhals", 1994 von
engagierten Winzern gegründet, pflegt das Andenken an die bewegten
Zeiten. Eine eigene Währung und ein Freistaat-Reisepass lassen die
Geschichte für Gäste lebendig werden. Und damit die Lektion nicht zu
trocken ausfällt, gehört zu allem natürlich ein guter Wein.
    
    
    
    
    Montag, 29. April 2002 (Woche 18)/21.03.2002
    
    22.45
                 Mirabella - Sindelfingen
        
                 Ein Film von Andreas Pichler
    
    In den 50er Jahren zogen die Männer ganzer Dörfer Siziliens los,
um in Deutschland jenes Geld zu verdienen, von dem sie in ihrer
Heimat nur träumen konnten. 20 Jahre später zogen ihre Familien nach.
Heute, ein halbes Jahrhundert und drei Generationen später, sind sie
hier immer noch nicht recht angekommen: Pendler zwischen den Welten.
"Mirabella - Sindelfingen" erzählt von den Schwierigkeiten der
Emigration anhand von zwei Ortschaften in Europa, die
unterschiedlicher nicht sein können und die durch eine regelmäßig
verkehrende Buslinie miteinander verbunden sind: Sindelfingen im
Umland von Stuttgart und Mirabella Imbeccari, ein kleines Dorf bei
Catania im Inneren Siziliens. Während Sindelfingen mit 60.000
Einwohnern und 58.000 Arbeitsplätzen, mit Mercedes, Porsche und IBM
zu einer der strukturstärksten Gegenden Europas gehört, ist Mirabella
mit rund 10.000 Einwohnern und mit seiner veralteten Landwirtschaft
hoffnungslos verlorenes europäisches Randgebiet.
    
    Im Großraum Sindelfingen leben heute etwa 4.000 Menschen aus
Mirabella Imbeccari. Die meisten von ihnen arbeiten bereits in der
zweiten Generation bei Mercedes, Porsche und deren Zulieferfirmen. Da
sie sich nie ganz für ein Leben in Deutschland entschieden haben,
sind die meisten abhängige Lohnarbeiter geblieben. Viele sprechen
noch immer kein deutsch, in ihrer Freizeit treffen sie sich in
italienischen Vereinen und träumen sehnsüchtig von einer Rückkehr ins
geliebte Mirabella. Mirabella wiederum hat heute die Anmutung eines
Geisterdorfs. Der seit 40 Jahren anhaltende Emigrantenstrom hat die
Tüchtigsten des Dorfes vertrieben, viele Häuser, vor allem
halbfertige Rohbauten stehen leer, auf dem Dorfplatz spazieren nur
noch Rentner hin und her und nur der Friedhof mit seinen riesigen
Mausoleen prosperiert. Die wenigen Teenager, die heute noch auf den
Plätzen die Zeit totschlagen, sind längst auf dem Sprung. Für sie ist
der Bus, der sich einmal pro Woche vom Dorfplatz aus auf den Weg nach
Sindelfingen macht, zur Metapher für ihre Wünsche und Sehnsüchte
geworden. Heimweh, Verwandtenbesuche, Amtsgänge, der Kauf
italienischer Lebensmittel, Möbel und Baustoffe, die dann nach
Deutschland geliefert werden - in den Bussen von Mirabella nach
Sindelfingen und zurück sitzen Fahrgäste unterschiedlichster
Motivation. Die Existenz der regelmäßig verkehrenden Buslinie
visualisiert in außergewöhnlich konkreter Form die Lebenswelt dieser
Menschen, die so unentschlossen zwischen den Welten hängen.
Vielleicht ist der Bus in ihrer Geschichte der einzig reale, wahre
Ort; der Ort, an dem die Leute als das erscheinen, was sie auch in
ihren Herzen sind: Pendler zwischen den Orten.
    
    Der Film erzählt von den Schwierigkeiten der Emigration am
Beispiel von Menschen, die wir hier in Deutschland heute kaum noch
als Fremde wahrnehmen. Von außen gesehen scheint die sizilianische
Gemeinde in Sindelfingen weitgehend integriert. Aber hinter den
Äußerungen der Emigranten verbergen sich Identitätsprobleme und das
Gefühl von Isolation. Es sind Menschen, die in der Fremde nie
angekommen sind und nach Hause nicht wirklich zurückkehren können.
Menschen, die wie die Fahrgäste der Linie Mirabella - Sindelfingen
zwischen den Welten pendeln.
    
    
    
    
    Dienstag, 30. April 2002 (Woche 18)/21.03.2002
    
    22.15
                 Zeichen der Zeit
        
                 Immer billiger einkaufen - Preiskrieg in Deutschland
        
                 Ein Film von Hanspeter Michel
    
    Gigant unter den Supermärkten, größtes Einzelhandelsimperium der
Welt. Die Geschichte von Wal-Mart kann nur noch in Superlativen
erzählt werden. Seit der US-Konzern in Deutschland mitmischt, gelten
neue Spielregeln. Denn Wal- Mart kennt nur ein Ziel: auch in Europa
die Nummer eins zu sein. Durch den Verkauf von preisgünstiger Ware
erzielt Wal-Mart enorme Gewinne, indem sie innovative Informations-
und Vertriebssysteme installieren, die ihrer Konkurrenz um Jahre
voraus sind. Eingekauft wird vor allem in den Schwellenländern. Mit
Wal-Mart hat sich der Preiskampf - und damit der
Verdrängungswettbewerb - im deutschen Einzelhandel dramatisch
verschärft. Werden die Verbraucher wirklich die "lachenden Dritten"
im Krieg der Handelsriesen sein?
    
    
    Freitag, 3. Mai 2002 (Woche 18)/21.03.2002
    
    20.15    Fröhlicher Feierabend
        
                 Thema: Die Fans
    
    Der "Fröhliche Feierabend" steht in seiner Aufzeichnung ganz im
Zeichen der Fans und Fanclubs beliebter Stars. Allein die gastierende
Gruppe HOI hat 122 Fanclubs in ganz Europa. Und was so mancher
Autogrammjäger anstellt um an eine Unterschrift zu kommen erinnert
schon fast an James Bond. Sonja Schrecklein und Tony Marshall werden
diese Geheimnisse aufdecken und auch Patrick Lindner wird über seine
Erfahrungen mit seinen Fans viel zu erzählen haben. Mit dabei auch
Axel Becker, Sandra Weiss, Melanie, Tom Robin & Band und der
zaubernde Comedystar Heini Öxle.
    
    
    Freitag, 3. Mai 2002 (Woche 18)/21.03.2002
    
    21.45
                 Thema M ... wie Menschen
                 Liebesverrat
    
    "Mein Mann hat eine Geliebte"! Am Anfang vieler Beziehungskrisen
steht ein solcher Aufschrei. Männer wie Frauen gehen statistisch
gesehen immer selbstverständlicher intime Beziehungen außerhalb ihren
Partnerschaften ein. Der in der Manteltasche vergessene Brief, ein
zufällig belauschtes Telefongespräch oder die Offenbarung durch den
untreuen Partner selbst und die Katastrophe ist da. Das Wissen um den
Liebesverrat ist schmerzhaft und demütigend. thema M...wie Menschen
fragt: Was löst der Liebesverrat bei allen Beteiligten aus? Wie
zerstörerisch kann Eifersucht, die große Angst vor dem Verlust sein?
Inszenieren wir das Scheitern in der Beziehung gar selbst? Sollen wir
den Partner häufiger wechseln oder kann ein Liebhaber die
Partnerschaft gar stabilisieren? Wie erleben Kinder den Liebesverrat,
und wie kann ein betroffenes Paar die beschädigte Ehe noch retten? Zu
Gast bei Jo Frühwirth und Kristina Roth ist die ZDF-Moderatorin Heike
Maurer. Sie wurde von ihrem Mann betrogen und sie hat ihre Erfahrung
mit dem Liebesverrat im Buch "Wenn Männer lügen" verarbeitet. Die
Schweizer Autorin Julia Onken, bekannt durch ihren Bestseller "Die
Kirschen in Nachbars Garten". Sie berichtet aus ihrer langjährigen
Erfahrung als Therapeutin im "Frauenseminar Bodensee". Der Tübinger
Kinderpsychiater Gunther Klosinski erläutert, welche seelischen
Wunden Scheidungskinder davontragen und wie sie später selbst in
einen Teufelskreis aus Schuld, Verrat und schlechtem Gewissen geraten
können. Die ehemalige Sekretärin Gabriele Kliem berichtet über den
Liebesverrat, den ein Stasi-Spion ganz gezielt an ihr begangen hat,
um an brisante Informationen zu kommen.
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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