SWR - Südwestrundfunk

Das Erste: REPORT Mainz, Montag, 28.01.2002, 21.00 Uhr im ERSTEN

    Baden-Baden (ots) -      
    
    REPORT Mainz: Exclusiv-Interview mit V-Mann des Verfassungschutzes
von Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Frenz / NPD-Gründungsmitglied hat
36 Jahre lang für Verfassungsschutz gearbeitet
    
    Mainz. Bei Wolfgang Frenz handelt es sich um den V-Mann des
nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, dessen antisemitische
Ausführungen in den NPD-Verbotsantrag eingearbeitet sind. Das
Bekanntwerden dieser Tatsache hat gestern die für Februar anberaumten
Verhandlungstermine des Bundesverfassungsgericht platzen lassen. Nach
REPORT-Recherchen hat der 66-Jährige Frenz aus Solingen, Mitbegründer
der NPD und dienstältestes Mitglied dieser Partei, 36 Jahre als
Informant und Kontaktperson für den Verfassungsschutz von NRW
gearbeitet. Das bestätigte Frenz gestern nacht in einem
Exclusivinterview mit REPORT Mainz. Darüber hinaus liegt REPORT Mainz
ein Dokument des NRW-Innenministerium vor, dass die langjährige
Zusammenarbeit mit Frenz bis 1995 bestätigt.
    
    Besonders intensiv waren die Kontakte in den 70er und 80er Jahren,
so Frenz im REPORT-Interview. Es sei zu regelmäßigen Treffen
gekommen, in denen er aber nur öffentlich zugängliche Informationen
aus dem Parteileben geliefert haben will. Für diese Arbeit sei er
honoriert worden mit monatlichen 600-800 Mark. Diese Summe habe er
versteuert und dann der Parteikasse als Spende zukommen lassen.
Außerdem habe es sporadische Kontakte mit dem Bundesamt für
Verfassungsschutz gegeben.
    
    Wolfgang Frenz hat jahrzehntelang diverse hochrangige Parteiämter
auf Landes- und Bundesebene bis Ende der 90er Jahre innegehabt. Seine
antisemitische Publikationen und die Leugnung des Holocaust datieren
auf die Zeit nach 1995. Auf Grund dieser Ausführungen ist Frenz in
den Antragsschriften der Verfassungsorgane mehrfach zitiert.
    
    
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