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SWR Fernsehen Programmhinweise und -Änderungen von Freitag, 11.09.15 (Woche 37) bis Montag, 19.10.15 (Woche 43)

Baden-Baden (ots) - Freitag, 11. September 2015 (Woche 37)/10.09.2015

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Lebe wild und gefährlich

Sich von hohen Klippen stürzen, mit dem Motorrad durch die Wüste rasen oder schwimmend den Ärmelkanal durchqueren - zweifellos Abenteuer der Kategorie wild und gefährlich. Doch nicht nur in der Freizeit kann man das Risiko suchen und sich Gefahren aussetzen. Manche gehen für soziales oder politisches Engagement an ihre Grenzen, stets in der Gefahr, unpopulär zu sein und zur Zielscheibe zu werden. Andere machen das Unkonventionelle gleich zum Lebensstil, pfeifen auf die Festanstellung und werden zum Globetrotter. Lebe wild und gefährlich - oder angepasst und spießig? Wer träumt nicht manchmal davon, aus dem Alltag auszubrechen und alles auf eine Karte zu setzen? Aber: Die wenigsten tun es. Die Angst vor dem Risiko, vor den Konsequenzen verhindert ein Leben ganz jenseits von Konventionen und Regeln. Doch einige Rebellen suchen immer wieder das Risiko, die Grenzerfahrung und das Adrenalin. Lohnt sich der schnelle Kick? Wann ist es gut und richtig, Risiken einzugehen und etwas Neues zu wagen? Wann ist es gefährlich und leichtsinnig? Und brauchen wir Rebellen in unserer Gesellschaft?

Die Gäste im NACHTCAFÉ:

Jutta Ditfurth wollte auf keinen Fall dem Lebensentwurf folgen, der ihr in die Wiege gelegt wurde. Schon in jungen Jahren lehnte sich der Adelsspross gegen die eigene Familie auf. Später kämpfte sie gegen Atomkraft, die Unterdrückung von Minderheiten und für soziale Gerechtigkeit. Bis heute führt die einstige Mitbegründerin der Grünen ein durch und durch politisches Leben: "Ruhig werde ich erst in der Kiste, vorher nicht."

Zu einer ganz anderen Politikergeneration gehört Katja Suding. Modern, attraktiv und voller Tatendrang - die neue Hoffnungsträgerin der FDP verkörpert das alles in Perfektion. Die ehemalige Unternehmerin gilt als geradlinig und extrem ehrgeizig, Kritiker sagen gar berechnend. Die politische Bühne empfindet sie selbst als gefährliches Terrain: "In meinem Beruf habe ich eine Maske, die mein Privatleben und mich vor Angriffen schützt."

Uli Emanuele träumt nicht nur von einem gefährlichen Leben, er führt bereits eines. Der Basejumper springt in tiefe Schluchten und rast mit einem Flügelanzug bei Tempo 170 durch enge Felsspalten und nur Zentimeter über Baumwipfel hinweg. Obwohl er weiß, jeder Sprung könnte sein letzter sein, stürzt sich der junge Südtiroler immer wieder in dieses tödliche Risiko: "Lieber sterbe ich, als ein langweiliges Leben gehabt zu haben."

Immer auf Achse, sanfte Drogen und wilde Frauengeschichten - das ist das Leben von Andreas Altmann. Der Reisejournalist und Bestsellerautor hat sich bewusst gegen ein konventionelles, bürgerliches Dasein entschieden. "Mein Ziel war immer, das bisschen Zeit, was uns auf Erden gegeben ist, so intensiv wie möglich zu leben", sagt der gebürtige Bayer, der heute auf der ganzen Welt zuhause ist.

Das Vagabunden-Leben, das er in seiner Jugend als Mitglied der Kelly Family geführt hat, hatte Joey Kelly satt. Musik war eigentlich nie seine große Leidenschaft, stattdessen entdeckte er sportliche Abenteuer für sich. Heute ist er Ultra-Marathonläufer und Extrem-Abenteurer, der sich auch mal zehn Tage ganz allein und ohne Nahrung durch einen Regenwald schlägt. "An die Grenzen gehen, seinen Körper spüren - das heißt Leben für mich."

Dominik de Lorenzo lebte nicht nur selbst gefährlich, sondern war auch eine Gefahr für seine Mitmenschen. Als Mitglied der Hells Angels war für ihn Gewalt die Lösung aller Probleme. Zahlreich vorbestraft landete er schließlich für fast sieben Jahre im Gefängnis, wo es zur Einsicht und zur Läuterung kam. Heute ist de Lorenzo Familienvater und Anti-Gewalt-Trainer. "Inzwischen ist mir mein fast schon spießiges Leben heilig."

Auch Schwester Benedikta hat ihrem Leben eine extreme Wendung gegeben. Lange fühlte sie sich im falschen Leben gefangen, bis sie ihrer inneren Sehnsucht folgte. Sie verließ ihren Mann und ihre vier Kinder und bekannte sich ganz zu einem Leben mit Gott. Seit einem Jahr lebt sie als Einsiedlerin in einer Schlucht in der Schweiz. "Ich habe gelernt, die Einsamkeit auszuhalten und habe mich durch dieses einfache Leben noch einmal ganz neu kennenglernt."

Der Traum, aus dem Alltag ausbrechen zu wollen, ist in unserer durch Routine geprägten Welt völlig normal, sagt der Soziologe Ronald Hitzler. Veränderungen in der Gesellschaft nimmt er zwar wahr, eine Horde von Angepassten, wie es oft heißt, kann er jedoch nicht erkennen. "Rebellen gibt es auch heute noch. Sie haben nur andere Ausdrucksformen gefunden", so der Professor, der zu Zeiten der Studentenrevolte von 1968 noch selbst auf die Straße ging.

Montag, 21. September 2015 (Woche 39)/10.09.2015

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18.15 (VPS 18.14) RP: MENSCH LEUTE Menzels Mission - Eine Dorfpfarrerin kämpft für Flüchtlinge

Montag, 05. Oktober 2015 (Woche 41)/10.09.2015

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18.15 (VPS 18.14) RP: MENSCH LEUTE Der Flüchtlingsarzt - Mit der Sea-Watch auf hoher See

Freitag, 16. Oktober 2015 (Woche 42)/10.09.2015

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Tagestipp

21.00 Handwerkskunst! Wie schwer es ist, ein Tor zu schmieden

Freitag, 16. Oktober 2015 (Woche 42)/10.09.2015

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04.25 Handwerkskunst! (WH) Wie schwer es ist, ein Tor zu schmieden

Montag, 19. Oktober 2015 (Woche 43)/10.09.2015

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