SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Freitag, 30. November 2001 (Woche 48) bis Freitag, 7. Dezember 2001 (Woche 49)

    Baden-Baden (ots) -

    Freitag, 30. November 2001  (Woche 48)/28.11.2001
    
    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    unter anderem mit folgenden Themen:
    
    Mickey Mouse und Donald Duck  -  Walt Disney wird 100

    Walt Disney ist der Vater des Zeichentrickfilms. Niemand hat mehr Oscars für sein Filmschaffen erhalten, und niemand hat die Welt des Comics so sehr verändert wie er. Walt Disney hat Mickey Mouse, den tollpatschigen Enterich Donald Duck und Entenhausen erfunden. Und er hat dafür gesorgt, dass die berühmtesten Märchen, wie die Bremer Stadtmusikanten, Der Gestiefelte Kater, Aschenputtel, Rotkäppchen oder Alice im Wunderland auch als Zeichentrickfilme in die Kinos kamen. 1955 realisierte er die Idee eines Vergnügungsparks für Kinder: Das erste Disneyland öffnete seine Pforten. Am 5. Dezember wäre Walt Disney 100 Jahre alt geworden. Nikolai Vialkowitsch erinnert an den amerikanischen Filmproduzenten.          Karrierefrau und Femme Fatale -  Das skandalträchtige Leben der Schriftstellerin Colette:

    Es heißt, Sandalen und lackierte Fußnägel seien ihr Markenzeichen gewesen. Damit durchschritt sie den Wechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert und schaffte als eine der ersten Frauen den Sprung von der Belle Epoque zur Moderne: Colette. Sie kam nach Paris und wurde berühmt als Bestseller-Autorin, Variété-Tänzerin und Journalistin. Von Proust und Gide als Stylistin verehrt, war sie ein Star ihrer Zeit - und ist heute fast vergessen. Für ihre Biografin Judith Thurman ist diese Vergessenheit ein Rätsel, "vor allem, wenn man sich anschaut, wer sie war, welche Qualität ihr Werk hatte, was für ein sensationelles Leben sie führte." Sie habe über Karrierefrauen um die 30 geschrieben, und im Grunde also schon vor 80 Jahren "Bridget Jones" vorweggenommen und daraus Literatur gemacht. Judith Thurmann hat ihrerseits ein Stück Literatur aus Colettes Leben gemacht.          Quadratisch, praktisch, tot - Dem Polaroid droht das Aus:

    Das surrende Geräusch, das laute Klacken, das passepartoutgerahmte Quadrat aus dem Schlitz, ein kurzes Warten und fertig ist das Foto. Fast ein Wunder, das nur eine vollbringt - die Polaroid-Kamera, erfunden 1943 in den USA vom Erfindergenie Dr. Edwin Land. Was dann kam, kennt jedes Kind. Generationen von Geburtstagskindern und Partygängern verdanken ihr ihre schönsten Schnappschüsse, zärtlich "Polas" genannt. Künstler wie Andy Warhol, David Hockney oder Ansel Adems haben mit dieser Wunder-Dunkelkammer Kunstwerke geschaffen. Und jetzt soll Schluss sein mit dem Spaß. Dem Polaroid-Konzern droht der Ruin. Für "Nachtkultur" ein Anlass, einen Lobgesang auf die sterbende Legende anzustimmen.          In der Landschaft verbuddelt -  Die "Grabfotografien" des David Farrell:

    Der Bildband "Innocent Landscapes" zeigt sieben Orte im Süden
Irlands, an denen zwischen Juli 1999 und Mai 2000 nach den Überresten
von neun Toten gesucht wurde. Alle Opfer waren katholisch und wurden
Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre durch die IRA ermordet. Bis
1999 galten sie als vermisst, dann bekam die IRA die Möglichkeit,
Informationen über die letzten Ruhestätten ihrer Opfer straffrei
weiterzugeben. Die Angaben waren jedoch sehr vage, und so konnten nur
zwei Gräber entdeckt werden. Dennoch zeugen all diese Orte von der
Suche: umgewälzte Erde, Markierungen, abgebrochene Äste. David
Farrell zeichnet ein sensibles Portrait dieser Stätten. Das Wissen um
die Besonderheit jener Plätze verändert ihren Charakter. Die
teilweise so idyllischen Landschaften bekommen eine Bedeutung, werden
aufgeladen mit Gefühlen, die man vom Betrachten einer gewöhnlichen
Landschaft nicht kennt. Sabine Willkop hat David Farrell, der in
diesem Jahr mit dem Publishers Award for Photography ausgezeichnet
wurde, in Dublin getroffen.
    
    
    Freitag, 30. November 2001  (Woche 48)/28.11.2001
        
    Zusätzlichen Beitrag und Beginn nachfolgender Sendungen beachten!
    
    23.50    (VPS 23.49)
                 Die Todespiloten
                 Das Leben der Attentäter von New York
                 (Erstsendung: 23.11.2001, Das Erste)
    
    00.35    (VPS 23.50)
                 Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer (WH) (BW und SR)
                 Treffpunkt (WH) (RP)
    
    01.05    (VPS 00.20)
                 Menschenskinder (WH) (BW)
                 Programmtipps (WH) (RP)
                 Saarlight (WH) (SR)
    
    01.10    (VPS 00.25)
                 Treffpunkt (WH) (BW)
                 Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer (WH) (RP)
    
    01.35    Aktueller Bericht (WH) (SR)
    
    01.40    (VPS 00.55)
                 Landesschau (WH) (BW und RP)
    
    02.05    (VPS 01.20)
                 Aktuell (WH) (BW und RP)
                 Saartext
    
    02.20    (VPS 01.35)
                 SWR3 Elch-TV (BW und RP)
    
    weiter wie mitgeteilt

    Freitag, 7. Dezember 2001  (Woche 49)/28.11.2001
    
    22.15    Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Frühe Eltern - späte Eltern
    
    Kopfschüttelnd wundert sich manch einer über junge Frauen, die,
selbst noch Kinder, schon zu Müttern werden, über alte Männer, die
mit 70 Jahren noch Kinder zeugen und über Frauen, die sich jenseits
der 40 nach eigenen Kindern sehnen. Doch wann genau ist eigentlich
der richtige Zeitpunkt, um Kinder zu bekommen? Welche Bedeutung haben
mittlerweile Karriere und Gesellschaft, wenn es ums Kinderkriegen
geht? Wo bleibt die menschliche Natur, wenn sich das
Durchschnittsalter werdender Eltern immer weiter nach oben
verschiebt? Welchen Profit ziehen Kinder aus einer Erziehung durch
junge Eltern? Was können Eltern ihren Kindern bieten, wenn sie die
gröbsten Klippen in Beruf und Karriere bereits umschifft haben?
Darüber diskutiert Wieland Backes mit seinen Gästen im Ludwigsburger
Schloss Favorite:
    
    Jean Pütz: Der "Daniel Düsentrieb" des deutschen Fernsehens ist
früher und später Vater zugleich. 40 Jahre Altersunterschied liegen
zwischen den beiden Kindern des "Hobbythek"-Erfinders. Die späte
Vaterschaft trägt der 65-Jährige wie seinen markanten Schnurrbart:
voller Überzeugung.

    Viktoria Bergmann: Die Fernsehredakteurin hat mit ihren alten Eltern keine guten Erfahrungen gemacht. Bei ihrer Geburt war die Mutter bereits 44, der Vater fast 60 Jahre alt. Die Erkenntnis aus ihrer Kinder- und Jugendzeit: "Die Pubertät des Kindes sollte nicht mit den Wechseljahren der Mutter zusammenfallen". Mit ein Grund weshalb sie auf eigene Kinder verzichtet.

    Antje Potthoff: Die Journalistin und Buchautorin plant bereits ihr siebtes Kind. Für sie ist Elternschaft keine Frage des Alters, sondern der Lebenserfahrung und -einstellung. Sie lebt das Ideal der Großfamilie samt Pferden, Hunden, Katzen und einem perfekten Hausmann und urteilt zufrieden: "Ich bereue nichts!".

    Susanne Rösner: Einen Monat nach der Abi-Prüfung brachte sie ihre heute vierjährige Tochter Michelle zur Welt. Ein ungeplantes aber willkommenes Kind für die damals 19-Jährige. Nach ihren Erfahrungen können junge Mütter die Probleme ihrer Kinder besser verstehen, auch wenn sie als Alleinerziehende und junge Auszubildende, wie im Fall von Frau Rösner, einer Doppelbelastung ausgesetzt sind.

    Ursula Sobota: Erst kam ihre Karriere, dann das Kind. Doch was sich nach einer zielstrebigen Lebensplanung anhört, wurde für die damals 39-Jährige zu einer Zerreißprobe. Ihr Sohn kam als Frühchen zur Welt und wirbelte den zuvor perfekt organisierten Alltag mächtig durcheinander. Mittlerweile kann die gelernte Reiseverkehrsfrau ihr spätes Mutterglück richtig genießen.

    Ralph Raben: Mit der späten Elternschaft ist der Frauenarzt in zweifacher Hinsicht vertraut. Mit 48 wurde er Vater, und er kennt die Problematik auch aus seiner Praxis. Er hat die Erfahrung gemacht, dass ein stabiles Umfeld für Kinder an erster Stelle stehen muss. Und da bei jungen Eltern Trennungen weit häufiger vorkommen, lautet seine Erkenntnis: Die Entwicklung hin zu älteren Müttern macht in der heutigen Gesellschaft Sinn.

    Benno Kroll: Im Rentenalter wollte er es nochmal wissen. Drei seiner fünf Kinder zeugte er jenseits der 60. Sein Appell an die junge Generation: "Kriegt Kinder, denn das ist der Sinn des Lebens!"

    Katharina Eckl und Silvio Hüsing: Das junge Paar empfand die frühe
Schwangerschaft erst als Schock, denn schließlich hatte die
16-jährige Katharina noch für einige Jahre die Schulbank zu drücken.
Doch den mittlerweile drei Monate alten Jonathan empfinden sie nicht
als Bremse. Sie sind überzeugt: Wenn sie gemeinsam an einem Strang
ziehen, klappt das mit der Kindererziehung.
    
    
ots Originaltext: SWR
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