SWR - Südwestrundfunk

SWR Programmhinweise und -änderungen von Donnerstag, 26.02.15 (Woche 9) bis Samstag, 28.03.15 (Woche 14)

Baden-Baden (ots) - Donnerstag, 26. Februar 2015 (Woche 9)/24.02.2015

21.00 Marktcheck

Moderation: Jana Kübel

Brötchen: Wo gibt es die besten? Mehl, Wasser, Hefe, Salz: Mehr braucht es für ein Brötchen eigentlich nicht. Und doch sind in immer mehr Lebensmitteln Emulgatoren, Enzyme, Verdickungsmittel und Co enthalten. Wieso werden diese Stoffe zugesetzt, wie gefährlich sind sie? Was genau steckt drin in Brötchen? Und wo schmecken sie am besten? Marktcheck testet.

Türkische Mafia: Falsche Fahnder betrügen Rentner! Sie haben schon eine Million Rentner um ihr Erspartes gebracht. Warum selbst vorsichtige und informierte Menschen auf die Tricks dieser Betrüger hereinfallen - und deutsche Behörden fast machtlos sind. Marktcheck deckt auf.

Defekter Auto-Sensor: Wer zahlt für Folgeschäden?

Ein Top-Automodell, dazu noch eine extra verlängerte Garantie. Das scheint vor möglichen späteren Reparaturkosten zu schützen! So dachte auch ein Marktcheck-Zuschauer aus Schöneck. Doch als es dann tatsächlich Probleme gibt, weigert sich der Hersteller, für die Folgekosten aufzukommen. Marktcheck mischt sich ein.

Steuererklärung: Was sich wirklich lohnt - Sie ist für viele ein leidiges Thema, das jetzt wieder ansteht: die Steuererklärung. So lästig sie ist - für die meisten lohnt sie sich. Was sollte beachtet werden, welche Fallstricke gibt es und warum lohnt sie sich oft gerade für Senioren - Marktcheck klärt auf.

Medizin-Mythen: Von blutigen Nasen und weißen Flecken - Eine Wunde lieber an der Luft trocknen lassen oder doch ein Pflaster drauf? Und wie ist das bei Nasenbluten? Hilft der Kopf in den Nacken? Sind weiße Flecken auf den Nägeln wirklich eine Folge von Calciummangel? Marktcheck räumt auf mit besonders hartnäckigen Medizin-Mythen.

Freitag, 27. Februar 2015 (Woche 9)/24.02.2015

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Das geplante Kind

Schwanger werden, wenn Karriere- und Lebensplanung es zulassen? Was unter dem Schlagwort "social freezing" heiß diskutiert wird, ist nur die Zuspitzung der rasanten Entwicklung moderner Medizintechnik. Neben der künstlichen Befruchtung gibt es bereits viele Möglichkeiten, den Kinderwunsch - vor und nach der Zeugung - zu beeinflussen.

Längst ist es zur Regel geworden, dass werdende Eltern prüfen lassen, mit welchen Eigenschaften ihr Kind zur Welt kommen wird. Ein umfangreiches Angebot an vorgeburtlichen Untersuchungen trägt jedoch nicht nur dazu bei, dass heute mehr gesunde Kinder geboren werden als früher. Im Falle einer ungewünschten Diagnose stellt es Paare auch vor die Entscheidung, ein möglicherweise behindertes Kind abzutreiben. Gibt es Zukunft das Designerbaby zum Wunschtermin? Welche Chancen bietet die technische Entwicklung in der Medizin? Und wie weit ist der Eingriff in den natürlichen Ablauf der Menschwerdung vertretbar?

Als sich ihr Kinderwunsch auf natürlichem Wege nicht erfüllte, griff Zoë Jenny auf die Reproduktionsmedizin zurück und ist heute glückliche Mutter einer vierjährigen Tochter. Der Weg war eine körperliche wie seelische Tortur, aber für die Schweizer Schriftstellerin war es das alles wert. "Im Rückblick würde ich sagen, dass ich für dieses Mutterglück alles noch einmal genauso machen würde, wenn nicht noch mehr."

Auch Sabine Antoni hat alles versucht. Doch bei ihr stieß die Reproduktionsmedizin an ihre Grenzen und auch eine Adoption scheiterte auf tragische Art und Weise. "Ich habe dem Flair geglaubt, das damals in der Luft lag von: Mach erstmal Beruf, Kinder kriegen kannst du immer noch! - Das war ein Fehler. Man kann Kinder nicht planen." Nach einem langen Prozess kann die 50-Jährige auch ohne Kind ein erfülltes Leben führen.

Der Reproduktionsmediziner Dr. Jörg Puchta erfüllt in seiner Münchener Privatklinik zahlreichen kinderlosen Paaren den Kinderwunsch. Bereits seit 2007 bietet er auch "Social Freezing" an, das Einfrieren von Eizellen, wenn Frauen ihre biologische Uhr anhalten und die Kinderplanung aufschieben wollen. "Social Freezing ist eine Anti-Aging-Technik der Medizin. Ich friere das Alter einer Eizelle ein und damit das Duplikat eines Menschen. Das ist eine Sensation!"

Auch der Medizinethiker Prof. Dr. Giovanni Maio ist überzeugt, dass die Reproduktionsmedizin eine Möglichkeit ist, das Leid kinderloser Paare zu lindern. Trotzdem warnt er deutlich: "Die Medizin verführt Paare mit dem Versprechen, dass heutzutage alles möglich ist. Das ist aber nicht der Fall!" Auch vermisst er mehr Aufklärung im Bereich der pränatalen Diagnostik und Hilfe im Umgang mit belastenden Diagnosen.

Als Dorothea Meyer mit 43 nochmal schwanger wurde, entschied sie sich bewusst gegen intensive vorgeburtliche Tests und brachte eine Tochter mit Down-Syndrom zur Welt. Eine Situation, vor der viele Menschen Angst haben - nicht so Dorothea Meyer, sie bereute ihre Entscheidung keine Sekunde. "In unserer Gesellschaft gibt es einen Druck, behinderte Kinder abzutreiben. Ich finde aber, wir sollten dringend wieder mehr dem Zufall überlassen."

Marianne Neeb hat diesen Druck gespürt. Als sie mit 43 ein drittes Mal schwanger wurde, erhielt auch sie die Diagnose: Down-Syndrom. Und plötzlich stand die Frage im Raum: Abtreibung oder nicht? "Es ist ein Trauma, das man da als Frau erlebt. Ich musste innerhalb kürzester Zeit über Leben und Tod entscheiden. Ich habe damals den Mut nicht aufgebracht, zu meinem Kind zu stehen und litt jahrelang unter Schuldgefühlen."

Als Johannes Zeller und sein Partner erfuhren, dass sie als schwules Paar durch Adoption keine Chance auf ein Kind haben, erfüllten sie sich ihren Kinderwunsch mithilfe einer Leihmutter aus Thailand. In Deutschland eine umstrittene rechtliche Grauzone, und auch in Thailand neuerdings verboten. Doch für die frischgebackenen Eltern zählt nur ihr Familienglück: "Ich habe das Richtige getan. Deshalb bin ich auch nicht vor Problemen und Konsequenzen zurückgeschreckt."

Sonntag, 01. März 2015 (Woche 10)/24.02.2015

15.15 Länder - Menschen - Abenteuer

Nunavut - Bewährung in der Wildnis

Nunavut, das selbstverwaltete Territorium der Inuit im Norden Kandas hat viele Probleme. Arbeitslosigkeit, Drogen, Alkoholismus, Missbrauch, Gewalt und eine extrem hohe Selbstmordrate gehören zum Alltag vieler Inuit. Jetzt haben Nunavut und die kanadische Regierung ein "On The Land"-Programm als Bewährungsmaßnahme für jugendliche Straftäter aufgelegt. Dabei lernen die Jugendlichen das Überleben in der Wildnis, das heißt sich als Jäger und Fischer in Extremsituationen zu behaupten. Extrem - damit sind Temperaturen von minus 40 Grad, Schneestürme und gefährliche Windstärken gemeint und eine Umwelt, in der man keine Baustoffe zur Verfügung hat, weder Holz noch Nägel oder Metall, sondern wie vor hundert Jahren einen sicheren Schutz nur aus Schnee bauen kann.

Für ihre Eltern und Großeltern war das Leben in und mit der eisigen Wildnis noch eine Selbstverständlichkeit. Auf dem Packeis Robben oder in der Tundra Rentiere zu jagen, sogar Eisbären zu erlegen, sicherte ihr Überleben. Die jungen Inuit von heute leben in Holzhäusern, kaufen sich ihre Kleidung im Supermarkt und hängen finanziell am Tropf der kanadischen Regierung. Zum Konzept des "On The Land"-Programms gehört es, die Häftlinge mit ihren eigenen Traditionen zu konfrontieren. Das Überleben in der Wildnis wird zur Therapie und zum Weg in ein selbstbestimmtes und selbstbewusstes Leben nach dem Knast! Sie erlernen das Jagen, das Spurenlesen, Er- und Zerlegen von Wild, die Zubereitung von Nahrung. Sie lernen, wie man aus Tierhäuten Boots macht und wie man einen Parka näht. In zeitlich begrenzten Outdoor- Camps werden ihnen sogar Waffen anvertraut. Im Projekt bleiben natürlich nur die, die mit dieser Verantwortung umgehen können.

Der Filmemacher Jérôme Ségur porträtiert zwei Häftlinge, die am Projekt teilnehmen, Matthew und Elena. Er gibt Einblicke in ihr bisheriges Leben, zeigt, wie sie sich den Herausforderungen des Programms stellen, wie sie sich dem eigenen kulturellen Erbe mehr und mehr öffnen und wie in ihnen eine Hoffnung wächst, in Freiheit dem eigenen Teufelskreis zu entkommen.

Freitag, 13. März 2015 (Woche 11)/24.02.2015

Nachgeliefertes Thema beachten!

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Leben mit Behinderung - immer noch Barrieren?

Samstag, 28. März 2015 (Woche 14)/24.02.2015

Tagestipp

23.05 Zum 85. Geburtstag von Helmut Kohl (03.04.) (bis 04.15 Uhr) Der Kämpfer - Helmut Kohl im Rückblick

Er ist ein Staatsmann der Superlative. Helmut Kohl hat eine Epoche deutscher Geschichte geprägt. Wohl kaum ein anderer deutscher Politiker hat so viele Höhen und Tiefen erlebt wie er. 1990 als Kanzler der Einheit gefeiert, ist er nur wenige Jahre später in der Spendenaffäre am Tiefpunkt angelangt. Viele haben sich über ihn lustig gemacht, und doch war keiner so lange Kanzler wie er. Am 3.4.2015 wird Helmut Kohl 85 Jahre alt. Aus diesem Anlass wird das SWR Fernsehen mehr als fünf Stunden über das Leben des Altkanzlers berichten.

Den Auftakt der "Langen Nacht zum 85. Geburtstag" macht die Dokumentation "Der Kämpfer - Helmut Kohl im Rückblick". Prominente Weggefährten, Freunde und Kritiker schildern ihre ganz persönlichen Eindrücke: zum Beispiel Angela Merkel, Wolfgang Schäuble, Michael Gorbatschow und Helmut Schmidt. In der TV-Doku treten auch Menschen auf, die den jungen Helmut Kohl bei seinen ersten politischen Schritten in Rheinland-Pfalz begleitet und beraten haben. Sie schildern ihre Erlebnisse mit einem der mächtigsten Männern der Welt.

Weiter geht es dann ab 23.45 Uhr mit einem eingehenden Blick auf den Privatmann Helmut Kohl. In der Reportage "Walter Kohl - Aus dem Schatten des Vaters" erinnert sich der ältere Sohn des Kanzlers an eine Kindheit im Ausnahmezustand. Verprügelt von den Schulkameraden wegen des berühmten Vaters, zu Hause zum Schweigen verdammt. Der "Sohn vom Kohl" zu sein, war ein hartes Schicksal. Jahrelang hat er geschwiegen, jetzt spricht Walter Kohl über sein Familienleben, das durch die Prominenz des Vaters geprägt war.

Ab 0.30 Uhr heißt es "Helmut Kohl feiert Geburtstag" - der SWR zeigt dann die Höhepunkte des Festakts zum 80. Geburtstag von Helmut Kohl in Ludwigshafen 2010. Angela Merkel, der damalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, und Eva Lohse, die Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen, hatten in seine Heimatstadt eingeladen. Die Laudatio hielt ein langjähriger Wegbegleiter Kohls: der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog - bekannt für seine klugen, pointierten und oft humorvollen Reden.

Und ab 1 Uhr lassen Fritz Frey und Jörg Schönenborn die wichtigsten Stationen im Leben des Altkanzlers noch einmal Revue passieren. Spannendes Erinnerungsfernsehen aus fünf Jahrzehnten deutscher Geschichte.

SWR Pressekontakt: Johanna Leinemann, Tel 07221/929-22285, johanna.leinemann@swr.de

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