SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Freitag, 19. Oktober 2001 (Woche 42) bis Sonntag, 28. Oktober 2001 (Woche 44)

    Baden-Baden (ots) -
    Freitag, 19. Oktober 2001  (Woche 42)  
    
    21.45    (VPS 21.43)
                 Nachtcafé
                 Arbeit ist das ganze Leben ...
                 Alltag zwischen Versklavung und Selbstverwirklichung
    
    Jeden Tag ins Büro, jeden Tag malochen - für viele Menschen ist
Arbeit eine tägliche Last, die sein muss, um die Familie zu ernähren.
Das eigentliche Leben findet für sie in der Freizeit statt. Andere
definieren sich über ihren Beruf und leben auf, sobald sie Karriere
machen, genießen die Erfolge und freuen sich über das Geld, das sie
verdienen - für sie ist Arbeit die reinste Lust. Immer jedoch
bestimmt Arbeit das Leben der Menschen, selbst derjenigen, die keine
haben. Muss das so sein? Ist es richtig, dass wir die meiste Zeit
unseres Lebens mit Arbeit verbringen oder ist das gegen die
menschliche Natur? Wieland Backes diskutiert diesen Fragen mit seinen
Gästen am Freitag, den 19. Oktober 2001 um 21:45 Uhr im SÜDWEST
Fernsehen. Mit dabei ist der ehemalige Spitzenmanager Daniel
Goeudevert.
    
    Die Gäste:
    
    Birgit Vanderbeke arbeitet, um zu leben. Das gelingt der in
Südfrankreich lebenden Erfolgsautorin mittlerweile sehr gut. Sie hat
sich den Traum von einem luxuriösen Leben bei freier Zeiteinteilung
erfüllt. Nach einem erfolgreichen ist sie stolz, einen guten Text
geschrieben zu haben. Nichts liegt ihr ferner, als Workaholic zu
sein, denn das, so Vanderbeke, trägt zur Lebensverkürzung bei und ist
für sie nicht erstrebenswert.
    
    Daniel Gouedevert hat ein sehr differenziertes Verhältnis zur
Arbeit. Im Leben des ehemaligen Vorstands großer Automobilkonzerne
spielt Arbeit eine wichtige Rolle, sie darf aber nie das Leben
dominieren. Topmanager hält er für Autisten, die den Blick für das
Wesentliche verlieren und die Kommunikation und die Motivation der
Mitarbeiter vernachlässigen. Die aber, so Goeudevert ist der Motor
guter Arbeit, das hat er am eigenen Leib erfahren, vor allem während
seiner Zeit als Autoverkäufer.
    
    Für Marcus Korell hingegen ist Arbeit lebenswichtig. Der
Kreativdirektor einer renommierten Werbeagentur verbringt die meiste
Zeit seines Lebens mit Arbeit, findet das aber völlig normal. Korell,
der schon die eine oder andere Nacht im Büro verbracht hat, nennt
sich selbst einen Workaholic. Hält er das fertige Werbeprodukt
schließlich in den Händen "ist das ein Gefühl wie Rock ´n Roll".
    
    Als Arzt und Manager eines Medizinverlages eilte Ulrich Renz von
Termin zu Termin, bis er merkte, dass sein Leben an ihm vorbei ging.
Er stieg aus und lernte die Kunst des Müßiggangs. Seine Erfahrungen
hat er in dem Buch "Die Kunst weniger zu arbeiten" zusammengefasst.
Renz ermuntert alle, weniger zu arbeiten und das Leben intensiv zu
genießen.
    
    Sabine Allmenröder ist seit Abschluss ihres Studiums Hausfrau,
Familienmutter und hilft auf dem Bauernhof ihres Mannes. Sie sieht
sich als Dienstleisterin, die rund um die Uhr im Einsatz ist für
ihren Mann und die drei Kinder. "Ich kann keinen Tag krank sein,
sonst bricht hier alles zusammen", sagt sie und kämpft für die
Anerkennung ihrer Tätigkeit.
    
    Für den gelernten Bäckermeister Markus Frick ist Arbeit der
wichtigste Teil seines Lebens. Das war nicht immer so. Die Arbeit als
Bäcker ließ ihm nicht genügend Freiheit, deshalb begann er sich mit
Aktien zu beschäftigen und gründete Deutschlands erste
Börsen-Hotline. Heute ist der 29jährige Millionär.
    
    An der Bar:
    
    Der 18-jährige Schüler und Jungunternehmer Falk Müller kann
bereits heute auf einen ausgefüllten Lebenslauf zurückblicken. Sein
Leben wird seit dem 14. Lebensjahr durch die Arbeit bestimmt. Obwohl
seine erste Firma bankrott ging, ließ er sich nicht entmutigen. Mit
Gelegenheitsjobs baute Müller seine Schulden ab und ist inzwischen
wieder mit einem IT-Unternehmen selbständig. Arbeit ist dem Schüler
wichtig, denn er weiß, dass es noch viel zu tun gibt auf dem Weg zum
Top-Manager - und das ist sein Ziel.
    

    Freitag, 19. Oktober 2001  (Woche 42)
    
    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    Genie oder Tyrann - Die zwei Gesichter des Pablo Picasso
    "Als ich noch ein Kind war, sagte meine Mutter zu mir: Wenn Du
Soldat wirst, wirst Du General werden. Wenn Du ein Mönch wirst, wirst
Du schließlich Papst werden. Stattdessen habe ich es als Maler
versucht und bin Picasso geworden", beschrieb Pablo Picasso (1881 -
1973) seine Werdegang. Seine Mutter wusste wohl sehr genau, dass sie
einem Genie das Leben geschenkt hatte. Aus dem zeichnenden Wunderkind
wurde schließlich einer der größten und produktivsten Maler des 20.
Jahrhunderts. Über 15.000 Werke hat Picasso geschaffen, darunter
weltberühmte Gemälde wie "Guernica" (1937) oder die "Friedenstaube"
(1949). Am 25. Oktober jährt sich der Geburtstag des genialen
Künstlers zum 120. Mal. Verena Knümann erinnert an den spanischen
Meister.
    
    Ganz oben - ganz unten - Das bewegte Leben des Willy Brandt
    Willy Brandt war der vielleicht faszinierendste deutsche Politiker
der Nachkriegszeit. Sein Kniefall vor dem Mahnmal im Warschauer
Ghetto ist in die Geschichtsbücher eingegangen. Der
Friedensnobelpreisträger, "Architekt" der Ostpolitik und "Großvater"
der Einheit, gilt als Ausnahmepolitiker, weil er "bis zum Letzten
ehrlich" und stets volksnah geblieben ist.

    Zehn Jahre nach seinem Tod hat sich der Historiker Gregor Schöllgen durch Brandts kompletten Nachlass, 400 laufende Meter Unterlagen, gekämpft, und eine 350 Seiten dicke Biografie geschrieben. Anna Riek stellt das Buch über ein bewegtes Politikerleben vor.

    Pirouetten einer Tänzerin - Jo Ann Endicotts Liebeserklärung an
Pina Bausch
    "Hallo, liebe Zuschauer. Eigentlich wollte ich Euch schon seit 25
Jahren schreiben, habe sogar immer wieder angefangen, aber neben dem
Tanzen ging es einfach nicht. Auf jeden Fall bin ich nach einer
langen Pause wieder bei Pina gelandet und plötzlich 48." So beginnt
das Buch "Ich bin eine anständige Frau" von Jo Ann Endicott, in dem
die Australierin über ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der
Tänzerin, Ballettdirektorin und Choreographin Pina Bausch erzählt.
    1973 lernten sich die beiden in London kennen und verstanden sich
auf Anhieb. Pina Bausch engagierte Jo Ann Endicott sofort als
Solotänzerin für ihr Wuppertaler Tanztheater, das sie im gleichen
Jahr übernahm. Unter ihrer Regie avancierte es innerhalb kürzester
Zeit zu einer der besten deutschen Tanzensembles.
    14 Jahre arbeiteten die beiden zusammen, und Bausch gelangte mit
ihrer Balletttruppe und ihren eigenwilligen Choreographien an die
Spitze der internationalen Tanzwelt.
    1987 ging Jo Ann Endicott mit ihrer Familie nach Australien und
kehrte erst 1994 nach Deutschland zurück. Heute ist sie  51 Jahre
alt, und im Oktober wieder mit einer Solorolle in Wuppertal zu sehen.
Unter der Leitung von ihrer alten Freundin tanzt sie wieder in dem
Stück "Komm Tanz mit mir", das 1977 uraufgeführt wurde. Harold
Woetzel hat Jo Ann Endicott getroffen.
    
    Ein Ritter mit Goldmedaille - Der Architekt Lord Norman Foster
    Die Kuppel des Berliner Reichstags, das neue Hochhaus der
Commerzbank in Frankfurt oder der Chek-Lap-Kok-Flughafen in Hongkong
zählen zum Werk des britischen Stararchitekten Norman Foster. Foster
ist fraglos einer der erfolgreichsten Architekten der Gegenwart. Sein
1967 in London gegründetes Architekturbüro hat sich zu einem weltweit
operierenden Architektur-Konzern mit rund 500 Mitarbeitern und
Filialen, u.a. in Berlin und Singapur, entwickelt.
    Jetzt ist das Werk des Großmeisters der Hightech-Architektur
erstmals in Deutschland zu sehen: Ab dem 25. Oktober stellt das
Kölner Museum für Angewandte Kunst Fosters wichtigsten Projekte
thematisch gegliedert vor. Horst Brandenburg hat mit ihm gesprochen.
    
    
    Sonntag, 21. Oktober 2001  (Woche 43)
    
    Geänderten Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    22.35    (VPS 22.34)
                 Wortwechsel
                 Thomas Reimer im Gespräch mit Hanna Schygulla
    
    
    Sonntag, 21. Oktober 2001  (Woche 43)
    
    Geänderten Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    04.45    (VPS 04.44)
                 Wortwechsel (WH)
                 Thomas Reimer im Gespräch mit Hanna Schygulla

    
    Sonntag, 28. Oktober 2001  (Woche 44)
    
    Längeren und geänderten Beitrag beachten!
    
    10.00    Preisverleihung "Echo Klassik"
                 Mit Cecilia Bartoli, José Careras, Ramon Vargas,
                 Thomas Quasthoff, Josua Bell, Nigel Kennedy,
                 Trio Pamassus u. a.
                 SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
                 Leitung: Sylvain Cambreling
                 (Erstsendung: 30.09.2001, ZDF)
    
    11.45    Edvard Grieg, Peer Gynt
                 Suite Nr. 1 op.23
                 SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart
                 Leitung: Sir Roger Norrington
                 (Erstsendung: 01.05.2001)
                 (bis 12.00)
    
    weiter wie mitgeteilt
    

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