SWR - Südwestrundfunk

SWR-Programmhinweis
Woche 41 - 43

    Baden-Baden (ots) -
    
    
    Freitag, 12. Oktober 2001                  (Woche 41)
    
    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    Eine doppelte Karriere - Der Sänger und Schauspieler Yves Montand:
Vom Laufburschen zum umschwärmten Chansonier und erfolgreichen
Schauspieler. Der Lebenslauf von Yves Montand liest sich wie ein
Märchen: 1921 kommt er als Ivo Levi in Italien zur Welt. Kurz darauf
fliehen seine Eltern vor Mussolini nach Marseille. Bereits mit elf
Jahren muss er die Familie unterstützen, arbeitet als Laufbursche,
und tritt als Imitator von Maurice Chevalier und Charles Trenet auf.
1944 entdeckt ihn Edith Piaf. Sie schreibt Chansons, die Montand mit
großem Erfolg im "Moulin Rouge" singt. Bald zählt er zu den
beliebtesten Chansoniers Frankreichs und wird auch auf der Leinwand
populär. Mit dem Film "Lohn der Angst" gelingt Yves Montand 1952 der
Durchbruch. Zahlreiche Filme folgen. Er spielt an der Seite von Edith
Piaf, Marilyn Monroe, Romy Schneider und Cathérine Deneuve. Bis Ende
der 80er-Jahre stand Montand auf der Bühne und vor der Kamera. Im
November 1991 ist er in Paris gestorben. Am 13. Oktober hätte er
seinen 80. Geburtstag gefeiert. Verena Knümann erinnert an den
französischen Grandseigneur.
    
    Filme mit und über Yves Montand in der ARD:
    11.10., um 0.45 h: Montand, Dokumentation Frankreich 1994
    13.10., um 0.05 h: Grand Prix, Spielfilm USA, 1966
    18.10., um 0.50 h: Z, Spielfilm USA, 1968
    25.10., um 0.50 h: Der unsichtbare Aufstand, Spielfilm
    Deutschland/Frankreich/Italien 1972
    01.11., um 0.50 h: I wie Ikarius, Französischer Spielfilm von 1979
    08.11.,  um 1.25 h: Rückkehr eines Toten,
    Französisch-Italienischer Spielfilm
    1991
    
    "Sintflut" - Eine spektakuläre Video-Oper von Detlef Heusinger in
Donaueschingen: Jedes Jahr im Oktober verwandelt sich das ruhige
Städtchen am Rande des Schwarzwaldes in ein Mekka der Neuen Musik:
Alles, was in der Szene Rang und Namen hat, versammelt sich für ein
Wochenende in Donaueschingen. Und jeder noch so kleine zur Verfügung
stehende Raum wird zum Konzertsaal umfunktioniert. Eröffnet werden
die Donaueschinger Musiktage in diesem Jahr unteranderen mit Detlef
Heusingers "Sintflut". Das Projekt, das im Auftrag des SWR entstand,
verbindet so verschiedene Kunstformen wie Stummfilm,
Orchesterkomposition, Klanginstallation und Elektronik. Konkret: den
Zuhörer erwarten drei Videofilme, die mit Live-Orchester und
Tonbandzuspielung unterlegt sind. "Sintflut" beruht auf der
Traumerzählung des georgischen Dichters Anatol Aitmov, in welcher
sich der Protagonist "N." auf die Suche nach Menschen und Lebewesen
begibt, um sie in seiner Arche zu retten. Auf seiner Reise begegnet
er verschiedenen Orten und Personen aus der antiken Sagenwelt, die in
ihrer Symbolhaftigkeit die Brücke zur Haupterzählung schlagen.

    Ute Hoffarth hat die Entstehung dieses Projekts über ein Jahr hinweg mit der Kamera begleitet.               Liebe, Familie, Freundschaft - Ein weltweites Fotoprojekt: "M.I.L.K. (Moments of Intimacy, Laughter and Kinship) begann als ein Traum, wurde zu einem ehrgeizigen Abenteuer und wuchs und gedieh. Jetzt sehen wir, dass es sein eigenes Leben hat und kein Projekt mehr ist, sondern ein Geschenk".

    Es ist egal, welchem Kulturkreis wir angehören oder in welchem
Land wir leben. Uns vereinen die Wurzeln des Menschseins: Liebe,
Freundschaft und Familie. Aus diesem Geist heraus entstand das
Foto-Projekt M.I.L.K., ein weltweiter Wettbewerb, an dem Fotografen
aus 164 Ländern teilnahmen. Aus über 40.000 Bildern wurden die
schönsten 300 Aufnahmen zu den Themen Liebe, Freundschaft und Familie
ausgewählt, die ab Mitte Oktober in drei großformatigen Bildbänden in
über 20 Ländern der Erde gleichzeitig erhältlich sein werden.
Martina Klug stellt die schönsten Aufnahmen vor.
    
    Wilder Westen - Heißer Orient: Die Musiksammlung von
Karl-May-Filmen: Mit der "Schatz im Silbersee" fing alles an. Das war
1962 und von da an eroberten Martin Böttchers Kompositionen für die
Karl-May-Abenteuer die Hitparaden. Viele der Soundtracks erschienen
als Langspielplatten, allerdings nur in Auszügen und längst nicht zu
allen Filmen. Seit Jahrzehnten warten die Fans darauf, dass die
Kompositionen aller Karl-May-Filme komplett erscheinen. Auf acht CDs
erklingt eine fast vollständige Karl-May-Soundtrack-Edition. Sie
enthält nahezu alle Filmmusiken aus den zwischen 1962 und 1968
erschienenen Kino-Abenteuern. Neben Martin Böttchers Soundtracks sind
auch die Kompositionen seiner Kollegen dabei, die ebenfalls für die
musikalische Untermalung anderer Karl-May-Streifen gesorgt haben.
    
    
    Freitag, 12. Oktober 2001                              (Woche 41)
    
    00.05      Literatur im Foyer extra
         "Ach Schnucke, es gibt keine Frau, die Dir das Wasser reichen
kann"
         Die lange Nacht der neuen Bücher: Walser, Härtling, Kluge,
Klein & Co.
         Durch die Nacht führt Martin Lüdke.
    
    Die Altmeister unter den deutschen Erzählern der
Nachkriegsliteratur sind Martin Walser und Peter Härtling. Zu den
Entdeckungen des vergangenen Jahres zählen Julia Franck und Michael
Kumpfmüller. Und die kommerziellen Erfolge sind Bücher von Doris
Dörrie, Michael Schneider, Georg Klein, Alexander Kluge und der
Dichter Robert Gernhardt. Die lange Nacht der neuen Bücher bietet ein
Fest des Eigensinns. Erfahrung und Information und etwas vom Zauber
der Poesie.
    
    
    Samstag, 13. Oktober 2001                              (Woche 42)
    
    21.50    Die Samstags-Reportage:
         Tonnenschwer durchs Nadelöhr -
         Mit einem Spezialtransport durch halb Deutschland
         Eine Reportage von Martin Zorn
         (Erstsendung: 20.08.1999, Das Erste)
    
    Einen Metallkoloss mit 350 Tonnen Gewicht, 20 Metern Länge, auf 35
Achsen und 280 Reifen von der Produktionsstätte in Bayern sicher zu
seinem Bestimmungsort in Nordrhein-Westfalen zu geleiten, ist eine
logistische Meisterleistung und Schwerstarbeit obendrein. Der Reaktor
für Petrochemie wurde auf einer Werft in Deggendorf gebaut. Er muss
quer durch die halbe Republik nach Wesseling, zuerst auf dem
Rhein-Main-Donau-Kanal und dann über die Landstraße.

    Eine Kölner Firma hat sich auf solche Schwertransporte spezialisiert. Der Projektleiter, die 27 Fahrer, Techniker und Mechaniker sind allesamt "Präzisionsfanatiker", die jede Eventualität durchspielen, um möglichst umweltschonend und garantiert unfallfrei ans Ziel zu gelangen. Die extreme Reise erfolgt in zwei Etappen. Im Herbst gilt es, die ideale Route auszukundschaften, die Anwohner zu informieren, Verkehrshindernisse zu registrieren, die beseitigt werden müssen, und unvermeidbare bauliche Veränderungen durchzuführen in enger Abstimmung mit den kommunalen Behörden. Die Reportage dokumentiert bereits diesen Probelauf , dreht auf der Werft, verfolgt, wie die Fracht auf den Wasserweg gebracht wird, ist beim Entladen dabei und begleitet schließlich die Mannschaft und die Maschine auf der Reststrecke, wo es nur im Schneckentempo vorwärts geht. Tagsüber und in der Nacht.

    
    Samstag, 20. Oktober 2001                              (Woche 43)
    
    21.50    Die Samstags-Reportage:
         Wenn die Rute ausschlägt -
         Von Geomanten, Wasseradern und Erdstrahlen
         Eine Reportage von Bernd Seidl
         (Erstsendung: 20.06.2001)
    
    Früher nannte man sie "Brunnensucher", heute heißen sie
"Geomanten" oder einfach Rutengänger. Mit Hilfe ihres Körpers und der
Wünschelrute - die moderne Ausgabe besteht aus elastischem Plastik -
suchen sie nach Wasseradern und Verwerfungen unter der Erdoberfläche.
Sie messen Bauplätze und Schlafzimmer aus, testen die Qualität von
Quellen, untersuchen Heilpflanzen und suchen nach störenden
Erdstrahlen. Eine Strahlung, die angeblich so schwach ist, dass sie
nicht mit physikalischen Instrumenten gemessen, von sensiblen
Menschen jedoch mit der bloßen Hand gespürt werden kann.
    
    Esoterik und Aberglaube oder doch eine Wissenschaft für sich? Für
Eike Hensch und Ewald Kalteiß ist die Sache klar: "Wer heilt, hat
Recht." Sie haben es selbst erfahren: Hensch, der emeritierte
Architekturprofessor aus Nienburg bei Hannover, wurde sein
Rückenleiden vor 25 Jahren los, nachdem ihm ein Rutengänger beraten
hatte. Seither versucht er, dem Phänomen wissenschaftlich
beizukommen. Kalteiß, der Radar- und Hochfrequenztechniker aus Prien
am Chiemsee, holte einen Rutengänger ins Haus und ließ seine kranke
Frau auf diese Weise heilen.
    
    Hensch und Kalteiß arbeiten heute selbst als Rutengänger, beraten,
geben Kurse. Jedes Frühjahr scharen sie Rutengänger aus ganz
Deutschland um sich. Heilpraktiker und Architekten, Biologen und
Feng-Shui-Berater, Studenten und Hausfrauen, Anfänger und Könner.
Eine Woche lang hat ein Fernsehteam des SWR die modernen Rutengänger
bei ihren Touren begleitet und beobachtet was passiert, wenn die Rute
ausschlägt.
    
    
ots Originaltext: SWR
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.:
07221/929-2285.

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