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Südwestrundfunk (SWR): Deutsch-Afghanische Flüchtlingshilfe betrachtet Essensrationen der USA als Teil der psychologischen Kriegsführung
Minenopfer durch Lebensmittelabwürfe befürchtet

    Baden-Baden/Stuttgart (ots) - Die von amerikanischen Militärmaschinen über Afghanistan abgeworfenen Essensrationen werden offenbar von der Bevölkerung nicht angenommen. Das sagte Yama Maqsudi, der Vorsitzende des deutsch-afghanischen Flüchtlingshilfevereins, in Stuttgart dem SWR Jugendradio DASDING.          Die Menschen in Afghanistan seien über die Hilfslieferungen aus der Luft nicht ausreichend informiert. Er betrachte die Essenspakete als Aktionismus, der wohl zur psychologischen Kriegsführung der Amerikaner gehöre. Er sei selbst ein Mensch, der immer gegen die Taliban gewesen sei und dies sei der einzige Aspekt, weshalb er diese Krise als positiv ansehe. Die Taliban und die arabischen Söldner, die in Afghanistan ihre terroristische Ausbildung bekommen hätten, müssten bekämpft werden. "Sonst bin ich sehr misstrauisch. Alles, was vom Himmel kommt, können auch Bomben sein", erklärte Maqsudi im Interview mit dem Baden-Badener Jugendradio DASDING. "Hinzu kommt, dass Afghanistan sehr stark vermint ist. Und wenn diese Pakete in den Mienenfelder landen und die Leute laufen, um das zu holen, dann gibt es unter Umständen noch mehr Minenopfer".          Besonders während des Afghanistan-Krieges nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen hatte die damalige Sowjetunion aus der Luft Minen abgeworfen, die zum Teil noch heute für zahlreiche Opfer unter der afghanischen Zivilbevölkerung sorgen. Auch der Abwurf von in arabischer Sprache abgefassten Flugblättern, sieht Maqsudi eher skeptisch. Denn gerade in ländlichen Gebieten seien bis zu 90 Prozent der Bevölkerung Analphabeten.          Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter     www.swr.de/presse/news/index.html     

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