SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Samstag, 29. September 2001 (Woche 40) / 22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche

    Baden-Baden (ots) -
    Die Gäste:
    
    Ingrid Steeger: Die Gerüchteküche brodelt wieder: Was ist dran an
den Schlagzeilen, dass Ingrid Steeger sich vom Dach eines Münchner
Hochhauses stürzen wollte? Hat sie das Ende ihrer letzten Beziehung
so sehr aus der Bahn geworfen, dass sie in der Nervenklinik landete?
Ingrid Steeger will zu den vielen Spekulationen Stellung nehmen.
    
    André Rieu: Vor allem das weibliche Publikum liebt den
holländischen "Walzerkönig" André Rieu. Er bekam vor zehn Tagen den
Medienpreis "Die Goldene Henne" verliehen und wurde dabei turtelnd
mit einer Journalistin gesehen. Ist das seine neue Freundin ?
Zerbricht etwa seine Ehe nach über 25 Jahren?
    
    Bernd Harder: Seit den verheerenden Attentaten von New York und
Washington und dem Amoklauf in der Schweiz werden erneut Weissagungen
vermutet. Allen voran rückt wieder Nostradamus in den Mittelpunkt
aller Spekulationen. Seine Bücher sind ausverkauft, überall kursieren
die Gerüchte, dass alles vorausbestimmt sei und viele wollen es bei
Nostradamus nachlesen. Der Journalist und Autor Bernd Harder gilt als
Nostradamus-Experte und beschreibt, was von seinen Prophezeihungen zu
halten ist.
    
    Eckard Klug: Am 28. September 1994 ereignete ich die wohl größte
Schiffskatastrophe der Nachkriegsgeschichte in Europa. Die estnische
Ostseefähre "Estonia" sinkte mit vermutlich über 1000 Menschen an
Bord vor der Südwestküste Finnlands. 852 Leute ertranken, nur 137
überlebten, einer davon ist Eckhard Klug. War es tatsächlich ein
Unglück? Oder war es vielleicht das größte Verbrechen der
Seefahrtgeschichte, weil die Estonia absichtlich versenkt wurde?
    
    Michael de Ridder: Die Hightech-Medizin verschlingt Milliarden,
doch den Pflegebedürftigen wird vielfach das Nötigste vorenthalten.
Dr. Michael de Ridder, Internist und Rettungsmediziner, spricht vom
Pflegenotstand und klagt eine Spaßgesellschaft an, die sich dem
Jugendkult verschreibt und die Alten vergisst.
    
    
    Montag, 1. Oktober 2001 (Woche 40)
    
    22.15  Saldo
                Moderation: Tilman Achtnich
    
    Die Themen:
    
    Luftfahrt und Tourismus in schweren Turbulenzen: Die verheerenden
Terroranschläge in den USA sind für die Touristikindustrie ein
schwerer Schlag. Drastische Rückgänge bei den Buchungszahlen der
Reisebranche sind zu verzeichnen. Die Fluggesellschaften rutschen
tief in die Verlustzone, neue Flugzeuge wurden abbestellt, Flüge
weltweit gestrichen. Die Branche muss nun mit Umsatzeinbußen von rund
30 Prozent fertig werden.
    
    Terror-Spekulanten - Schwierige Suche nach schwarzen Geldern:
Haben Terroristen im Zusammenhang mit den Anschlägen in den USA durch
Insidergeschäfte riesige Spekulationsgewinne gemacht? Anzeichen dafür
gibt es, weltweit wird inzwischen ermittelt. Die Hoffnung dabei ist,
über die Spuren an der Börse die Hintermänner des Anschlags zu
enttarnen. Parallel dazu suchen die europäischen Regierungen nach
Wegen, die Finanzquellen der Terroristen trocken zu legen. Dazu soll
der Kampf gegen die Geldwäsche verstärkt werden. Doch ob das
Finanzimperium der Terroristen mit herkömmlichen Methoden geknackt
werden kann, ist fraglich.
    
    Krieg im Netz - Wie sich Firmen vor elektronischen Angriffen
schützen können: Das weltweite Computernetz ist nicht sicher. Denn
Computerviren gibt es , die Firmendaten zerstören; Einbrecher, die
den Computer zu ihrem Komplizen machen und Geheimdienste, die
Spionage übers Internet betreiben. Schon befürchten Experten gezielte
Angriffe auf Bankdaten, Verkehrsleitzentralen oder Energieversorger.
Wie groß ist die Gefahr wirklich?
    
    Autoindustrie gibt Vollgas mit Superautos: Wer mehr als eine halbe
Million Mark in ein Auto stecken will, hat wenig Auswahl. Das wird
sich gründlich ändern. In den nächsten zwei Jahren werden neue
Modelle die Superreichen locken. DaimlerChrysler präsentiert den
Maybach, BMW startet mit einem neuen Rolls Royce, der
Volkswagen-Konzern gibt bei Bentley Vollgas und auch andere
Hersteller denken darüber nach, bei den Superlimousinen mitzumischen.
Wenn sich alle Verkaufshoffnungen erfüllen, dann wird der Weltmarkt
dieser Superluxusautos von jetzt 2.000 Stück pro Jahr auf weit über
10.000 wachsen. In den dreißiger Jahren war es schon einmal so.
Superteure Autos aus deutscher Produktion zeigten, was technisch
möglich war und wurden gekauft.
    
    Das Geschäft mit den dicken Zigarren: Die Zigarre hat in den
letzten Jahren zuerst in den USA und dann in Deutschland mächtig
Boden gutgemacht. Während der Zigarettenabsatz stagniert, geht es vor
allem mit den handgerollten Premiumzigarren kontinuierlich bergauf.
    

    Dienstag, 2. Oktober 2001 (Woche 40)
    21.45  Blickpunkt Europa
                Moderation: Ute Brucker
    
    Reportage aus England: Dort ist die Zustimmung zu einem
Kriegseinsatz Amerikas gegen die Schuldigen der Terroranschläge am
größten. Dirk Schraeder besucht Moslems in Großbritannien, den
Labour-Parteitag in Brighton und Gemeinden, in denen sich britische
Soldaten auf einen eventuellen Einsatz vorbereiten.
    
    Europas unbekannte Grenze - Reise durch Kasachstan: Wiltrud Kremer
reiste an die unbekannteste Grenze Europas, zwischen Ural-Gebirge und
der Nordspitze des Kaspischen Meeres, entlang des Ural-Flusses, der
mitten durch Kasachstan verläuft.
    
    Portugals Priester machen fit für die neue Währung: In den
ländlichen Gebieten Portugals sollen im Auftrag der katholischen
Bischofskonferenz die Priester der Bevölkerung die neue Währung näher
bringen. Lourdes Picareta hat einen Priester besucht, der in seinem
Dorf die Bevölkerung für den Euro fit macht.
    

    
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