SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Freitag, 7. September 2001 (Woche 36) - Dienstag, 11. September 2001 (Woche 37)

    Baden-Baden (ots) -
    23.15  Nachtkultur
                Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    "Hallo - Hier spricht Edgar Wallace" - alles Wissenswerte über die
Kultkrimiserie der 60-er

    "Der Frosch mit der Maske", "Der Hexer", "Der Hund von Blackwood Castle" oder "Das Indische Tuch": Herrlich gruselig waren die Kinoabende der 60er Jahre, wenn Scotland-Yard einen neuen Fall zu lösen hatte. Die Edgar Wallace-Kriminalfilme waren für die damalige Zeit exzellent inszeniert und spitzenmäßig besetzt - mit Joachim Fuchsberger oder Hansjörg Felmy als smarte junge Inspektoren, mit Klaus Kinski als zwielichtiger Gestalt und natürlich mit hübschen Damen wie Karin Dor, Uschi Glas oder Karin Baal, die beschützt und erobert werden mussten.          Joachim Kramp, ein Spezialist in Sachen Edgar-Wallace, hat alle 40 Fälle in ein Buch gepackt. In liebevoller Kleinarbeit erzählt er die Geschichten in Wort und Bild nach. Eine Dokumentation über die Entstehung, die Hauptfiguren und die Running-Gags der Kultfilmserie.          Das Lexikon der Attentate- wie Promis unfreiwillig aus dem Leben scheiden

    John Lennon, Martin Luther King oder Mahatma Gandhi - drei von zahlreichen Prominenten, die brutalen und heimtückischen Attentaten zum Opfer fielen. Charles de Gaulle hatte mehr Glück: auf ihn wurden nicht weniger als 31 Anschläge verübt, die er alle überstand. Getrieben werden Attentäter von Ruhm- oder Rachsucht, politischer Intrige oder Eifersucht, Wahnsinn und religiösem Fanatismus. Manche Fälle wurden nie gelöst; beispielsweise der kaltblütige Mord an J.F.K., der bis heute die Gemüter erhitzt. Katja Doubek hat ein Lexikon über die grausamsten und heimtückischsten Anschläge von Alexander I. bis Helmut Zilk erstellt: das "Lexikon der Attentate". Simone Reuter hat Katja Doubek in Italien getroffen.          Schweineohren und grüne Wimpern - wie sich die Fotografin Annika Langosch selbst sieht

    Vermutlich kennen Sie ihre Fotos bereits. Denn Annika Langoschs
Bilder waren in der letzten Zeit oft in Zeitungen und Zeitschriften
zu bewundern. Ihre Fotoserien heißen "Fabelwesen", "Blumen", "Die
alten Damen" oder Menschen in der "U-Bahn". Die 31-Jährige zeigt, was
man mit dem eigenen Gesicht alles darstellen kann, und versucht die
Grenzen der Wandlungsfähigkeit auszuloten. Kurz: Annika Langosch ist
ihr eigenes Kunstwerk - als Fotografin, Model, Maskenbildnerin. Für
ihre Arbeit "Metamorphose" wurde die Hamburgerin in diesem Jahr mit
dem "Förderpreis des Bundes Freischaffender Foto-Designer"
ausgezeichnet. Zurecht, meint Nikolai Vialkowitsch und hat Annika
Langosch bei ihrer Arbeit beobachtet.
    
    Zugabe: Literarische Reisen durch Persien
    Annemarie Schwarzenbach, Robert Byron und Pierre Loti sind zu
Beginn des 20. Jahrhunderts der Faszination Orient erlegen: Der
französische Schriftsteller und Marineoffizier Pierre Loti kommt 1900
nach Persien. In seinen Aufzeichnungen lässt er das romantisch
verklärte Bild eines von der Moderne noch unberührten Reiches
entstehen. 30 Jahre später macht sich der englische Schriftsteller,
Maler und Fotograf Robert Byron auf die Suche nach den Wurzeln der
islamischen Baukunst. Und Ende der 30er Jahre durchquert Annemarie
Schwarzenbach die wilden Hochebenen bereits mit dem eigenen Auto. Die
junge Schweizer Schriftstellerin ist auf der Flucht vor ihrer
konservativen Familie, den politischen Umbrüchen im Vorkriegseuropa
und auf der Suche nach sich selbst. Die eindrucksvollen Berichte der
drei unterschiedlichen Literaten werden mit historischen
Bilddokumenten und Szenen der Alltagskultur lebendig gemacht. Verena
Knümann stellt den wunderschönen Bildband "Literarische Reisen durch
Persien" vor.
    
    
    Sonntag, 9. September 2001  (Woche 37)
    22.35  Wortwechsel
                Gabriele von Arnim im Gespräch mit Michel Friedmann
                (Stellv. Vorsitzender des Zentralrats der Juden in
                Deutschland)
    
    Man kennt ihn als stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats
der Juden in Deutschland und als Politiker. Seit drei Jahren macht er
aber vor allem als Talkmaster Furore. Michel Friedmann - die
Meinungen über ihn gehen weit auseinander: "sensibler Mahner" oder
"aalglatter Oberflächensurfer", "Meister und Vollender politischer
Streitkultur" oder "fletschender Reisswolf"? Wenn Friedmann Position
bezieht, unterwirft er sich abrupt den Gesetzen der Agitation.  Seine
Rhetorik ist immer für den großen Saal bestimmt. Er selbst sieht sich
"im übertragenen Sinne als so etwas wie ein Prediger".  Michel
Friedmann im Gespräch mit Gabriele von Arnim.
    
    Michel Friedmann wurde 1956 in Paris geboren. Er stammt aus einer
polnisch-jüdischen Familie, die der sudetendeutsche Unternehmer Oskar
Schindler nach der Deportation von Krakau nach Auschwitz vor den
nazideutschen Gaskammern rettete. 1965 zieht die Familie nach
Deutschland. Michel Friedmann besucht das Goethe-Gymnasium in
Frankfurt. Er studiert Jura und promoviert 1994. Ab 1988 arbeitet er
in einer auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Anwaltskanzlei. 1983
tritt Friedmann in die CDU ein, wo er die Rolle des Querdenkers und
liberalen Gewissens für sich in Anspruch nimmt. Seit 1990 engagiert
er sich im Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland und
wird 1999 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Rats gewählt.
    
    
    Dienstag, 11. September 2001  (Woche 37)
    
    Geänderten Titel und Untertitel beachten!
    
    23.00 Um Elf: Wüstenväter
              Koptische Mönche in der ägyptischen Wüste
            (Erstsendung: 22.04.2000, arte)
    
    
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