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01.10.2013 – 18:24

SWR - Südwestrundfunk

Studie bestätigt dem SWR Fernsehen hohen Informationsanteil

Frankfurt, Mainz (ots)

Frankfurt, Mainz. Der Südwestrundfunk (SWR) verwahrt sich gegen negative Bewertungen im Vorwort einer vom Otto-Brenner-Institut veröffentlichten Studie, für die sich in der eigentlichen Untersuchung des Kommunikationswissenschaftlers Joachim Trebbe von der Freien Universität Berlin keine Belege finden lassen. Die im Vorwort vom Geschäftsführer der Otto-Brenner-Stiftung behauptete Boulevardisierung des SWR Fernsehens lässt sich aus der Untersuchung nicht herauslesen. Im Gegensatz zum Vorwort kommt die heute veröffentlichte Programmanalyse zum SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz und zum NDR Fernsehen Niedersachsen zu dem Schluss, dass die "untersuchten Landesversionen des SWR (Rheinland-Pfalz) und des NDR (Niedersachsen) vielseitig aufgestellte Fernsehvollprogramme" seien. Die Studie bestätigt den vom Südwestrundfunk (SWR) angegebenen Anteil von "fernsehpublizistischen" - also journalistischen - Formaten am Programm von 74 Prozent. Ebenso wenig führen die Wissenschaftler Daten zu der im Vorwort aufgestellten Behauptung einer Entwicklung der "Dritten zu Ratgebersendern, in deren Mittelpunkt Garten, Kochen und Tiere stehen" an. Auch das in Wahrheit alltägliche und kostensparende Programmverhalten mit dem Einsatz von Wiederholungen in den Dritten wird im Vorwort zu einer Neuigkeit, fast zu einem Skandal stilisiert. In der Studie selbst wird dies ganz sachlich thematisiert.

Die Feststellung der Berliner Wissenschaftler über den Anteil journalistischer Formate am SWR Fernsehen von über 70 Prozent bedeutet, dass das SWR Fernsehen täglich fast 18 Stunden journalistische Sendungen zeigt. Im Vergleich dazu kommt RTL auf knapp über 6 Stunden, das entspricht 26 Prozent, Sat.1 kommt auf nur 19 Prozent. Bei fernsehpublizistischen Information im engeren Sinne urteilt die Studie, dass das SWR Fernsehen mit 53 Prozent deutlich über den Anteilswerten für die nationalen öffentlich-rechtlichen und privaten Programme (RTL: 9 Prozent, Sat.1: 8 Prozent) liege. Laut der Untersuchung beträgt der Anteil an Unterhaltungssendungen 24 Prozent. Die Studie zählt zu dieser Kategorie allerdings auch Fernsehfilme. Die Studie bescheinigt dem SWR Fernsehen eine sehr breite Themenaufstellung. Die Analyse zeigt, dass das SWR Fernsehen einen sehr ausdifferenzierten Informationsansatz hat, der sich in "kontroversen Themen" (gemeint sind im engsten Sinne politische Themen) ebenso wiederfindet, wie auch bei Sach- und Ratgeberthemen. In diesem Segment liegen Themen aus dem Bereich "Kultur und Gesellschaft" mit 25 Prozent ganz vorne.

Da sich Belege für die im Vorwort der Studie genannten negativen Bewertungen in der wissenschaftlichen Studie selbst nicht finden lassen, zielen auch die Presseartikel, die sich auf die Behauptungen des Vorworts berufen, ins Leere. Die Studie selbst liefert einen sehr nüchternen und sachlichen "Vergleich der Programm- und Themenstrukturen der beiden dritten Programme untereinander und mit denjenigen der großen öffentlich-rechtlichen und privaten Veranstalter". Der Autor der Studie stellt außerdem klar, dass es um eine quantitative Inhaltsanalyse der beiden Programmversionen gehe und nicht um eine qualitative Untersuchung. Trebbe: "Das Ziel dieser Untersuchung war es nicht, eine einfache Entscheidung darüber zu treffen, ob die Programme des NDR und des SWR ein gutes oder ein schlechtes Programm machen bzw. ihren Programmauftrag erfüllen oder nicht erfüllen." Doch genau dies hatte der Spiegel behauptet: "Eine Studie der Otto Brenner Stiftung stellt dem dritten Programm von SWR und NDR ein schlechtes Zeugnis aus." Nicht minder falsch ist auch die Schlagzeile der WAZ: "SWR und NDR mogeln bei der Angabe ihres Informationsanteils". Die Studie bestätigt im Gegenteil die vom SWR angeführten Zahlen: Rund 70 Prozent für "fernsehpublizistische, also im weitesten Sinne journalistische Formate" sind der Wert, den der SWR immer angegeben hat.

Pressekontakt:

Wolfgang Utz, Tel.: 0711/929-11030, wolfgang.utz@swr.de

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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