SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Montag, 18. Juni 2001 (Woche 25)

    Baden-Baden (ots) -      

    21.45    Teleglobus
              
                 Eine verhängnisvolle Affäre
              
                 Die geheimen Kinder des 3. US-Präsidenten
    
    "Alle Menschen sind gleich", verkündete immer wieder Thomas
Jefferson, 3. Präsident der USA und Mitverfasser der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung. Gleichzeitig blieb er einer der
umstrittensten Präsidenten der amerikanischen Geschichte. Denn
Jefferson war Großgrundbesitzer und Halter von Sklaven. Schwarze
hielt er für weniger Wert als Weiße. Dennoch hat er zumindest mit
einer schwarzen Sklavin Kinder gezeugt. Das ist durch DNA-Analaysen
mittlerweile nachgewiesen, ebenso dass es neben den "offiziellen"
weißen Nachfahren Jeffersons auch schwarze (oder dunkelhäutige) gibt.
Anhand der Gegenüberstellung von "weißen" und "schwarzen" Nachfahren
Jeffersons und ihrer jeweiligen Lebenssituation setzt sich der Film
mit dieser Problematik auseinander, die die USA seit ihrer Gründung
beschäftigt.

    Dienstag, 19. Juni 2001  (Woche 25)
    
    Korrigierten Programmablauf beachten!
    
    07.30    Jugend in Auschwitz
    
    08.00    Tele-Gym
                 Aktiv + gesund ins Alter mit Mia Schmidt
                 Folge 7/8
    
    08.15    nix wie raus...
    
    weiter wie mitgeteilt
    
    Montag, 2. Juli 2001  (Woche 27)
    
    22.45    Menschen und Straßen
              
                 Die Gedärme von Paris
              
                 Ein Film von Gudrun Hanke-El-Ghomri
    
    Ein mehr als 2.000 Kilometer langes Kanalisationsnetz durchzieht
den Pariser Untergrund. Die  begehbaren,  labyrinthartig verzweigten
Abwasserkanäle sind ein Spiegelbild der Pariser Straßen, Avenues und
Boulevards: Jeder Straße entspricht ein Stollen, der wie diese mit
einem Straßenschild versehen ist. Die "Stadt unter der  Stadt" ist
nicht menschenleer: Täglich sind dort Kanalarbeiter im Einsatz.
Victor Hugo hat den Pariser Abwasserkanälen mit seinem Roman "Die
Elenden" (1862) ein  literarisches Denkmal gesetzt. Der Pariser
Untergrund erscheint hier als Refugium von Ganoven und Mördern. Ein
Mythos war geboren.  Seitdem hat die Pariser Unterwelt immer wieder
Eingang in die Literatur gefunden, später dann auch in den Film.
Seinen Ursprung hat die heutige Pariser Abwasserversorgung in dem
Konzept, das der Ingenieur Eugen Legrand 1850 im Auftrag des Baron
Haussmann entwikckelte und umsetzte. Seitdem ist das Pariser Netz
kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt worden. Heute werden
Schäden,  austretende Gase und so weiter, in den Kanälen mit der
Hilfe modernster Computertechnologie registriert, andererseits  aber
noch immer Reinigungsmethoden verwendet, die auf Legrand zurückgehen.
    
    Der Film dokumentiert die Arbeit der Kanalarbeiter in den
"Gedärmen von Paris", eine Arbeit, die unter schwierigsten
Bedingungen verrichtet wird. Zum Schmutz, der ungesunden Luft und der
beengten Räumlichkeit kommt die mangelnde Beleuchtung: Das einzige
Licht spenden die kleinen Lämpchen auf den Schutzhelmen  der
Kanalarbeiter. Die Reinigungsmethoden haben sich in den letzten 150
Jahren kaum verändert: Entsandungsbecken, kleiner und großer
Reinigungswagen, Reinigungskugel. Das ist eine harte und auch
gefährliche Arbeit. Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften sollen
das Infektionsrisiko gering halten. Zu den Vorsorgemaßnahmen zählen
beispielsweise mehrere Pflicht-Impfungen, so etwa gegen
Leptospirosis, eine lebensgefährliche Krankheit, die vor  allem von
Ratten übertragen wird. Die Tätigkeit der Arbeiter beschränkt sich
nicht nur auf die Reinigung der Kanäle: Im Pariser Untergrund wird
zum Beispiel auch das Abwasser auf gefährliche Schadstoffe hin
untersucht, zusammen mit der Polizei werden regelmäßig
Sicherheitskontrollen unter dem Palais de Justice durchgeführt und
der 24-Stunden-Bereitschaftsdienst wird auf einen Anruf der Anlieger
hin aktiv. Etwa, wenn Wasser aus dem Kanal in den Keller eingedrungen
ist, der Schlüsselbund in den Gulli gefallen ist oder Wasser auf der
Straße steht.

    Freitag, 6. Juli 2001  (Woche 27)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    21.45    (VPS 21.44)
                 Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Einwanderer in Deutschland - Bedrohung oder Bereicherung?
                 Folge 20/33
    
    Neun Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Menschen aus
fremden Ländern. In manchen Schulklassen beträgt der Anteil
ausländischer Kinder 80 Prozent. Und dennoch akzeptieren viele
Menschen nicht, dass Deutschland bereits ein Einwanderungsland ist.
Dabei gibt es so viele Jobs, die Deutsche nicht wollen, fehlt es an
so viel Spezialwissen, das sie nicht haben. Auch die
bevölkerungsstatistischen Zahlen sprechen für sich: Ohne Einwanderer
bricht das gesamte Sozialsystem über kurz oder lang zusammen. Die
Politik handelt: Die Einwanderungskommission unter der Leitung von
Rita Süssmuth wird Anfang Juli Vorschläge für eine Neuregelung der
Einwanderung vorlegen. Von jährlich 40.000 Zuwanderern ist die Rede.
Für die Wirtschaft ist das viel zu wenig, für die Mehrheit der
Deutschen viel zu viel. Doch weshalb sitzt die Angst so tief ? Ist es
wirklich nur die Sorge um den Arbeitsplatz? Warum tun sich die
Deutschen einerseits im eigenen Land mit fremden Kulturen so schwer -
und sind andererseits Weltmeister im Reisen ins Ausland? Wieland
Backes fragt bei seinen Gästen nach.

    Freitag, 13. Juli 2001  (Woche 28)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    21.45    (VPS 21.44)
                 Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Familiengeheimnisse ...
                 Worüber man nicht spricht!
                 Folge 19/33

    Samstag, 14. Juli 2001  (Woche 29)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    15.15    (VPS 15.14)
                 Nachtcafé (WH von FR)
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Familiengeheimnisse ...
                 Worüber man nicht spricht!

ots Originaltext: SWR
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Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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