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Das Erste: Sparkassen kündigen NPD-Konten

    Mainz (ots) Nach Informationen des ARD-Politmagazins REPORT MAINZ
haben weitere Sparkassen die Kündigung von NPD-Konten angekündigt.
REPORT MAINZ hatte in seiner jüngsten Ausgabe (07.05.2001) über
einzelne Sparkassen berichtet, die bislang zögerten, die
Geschäftsbeziehungen zu der rechtsextremistischen Partei abzubrechen,
darunter die Sparkasse Bremen und die Sparkasse Freital-Pirna. Beide
Kreditinstitute hatten, trotz öffentlichen Drucks die Bankverbindung
der NPD aufrecht erhalten. Sowohl die Sparkasse Freital-Pirna als
auch die Sparkasse Bremen vermeldeten am Mittwoch die Kündigung der
NPD-Konten.
    
    Bereits im vergangenen Jahr hatte REPORT MAINZ über die
Bankverbindungen der NPD berichtet. Daraufhin wurden der NPD rund 100
Konten gekündigt. Christian Achilles vom Deutschen Sparkassen- und
Giroverband sagte jetzt in REPORT MAINZ: "Wir sind schon der Meinung,
dass es uns unzumutbar ist, derartige Konten zu führen." Auch Rolf
Kiefer vom Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken
kündigte in REPORT einen harten Kurs gegen die NPD an: "Wir möchten
nicht, dass unsere demokratischen Mitglieder, Kunden, Freunde (...)
irgendwie in Verruf geraten und dass die mit solchen Gruppierungen in
Verbindung gebracht werden."
    
    Ungeachtet dessen unterhält die Volksbank Riesa nach
REPORT-Informationen auch weiterhin ein Kreditgeschäft mit dem NPD
Organ "Deutsche Stimme". Sie sichert damit die Finanzierung des
bundesweiten Propagandazentrums der NPD. Bankdirektor Harro Meurer
wollte dazu REPORT MAINZ gegenüber kein Interview geben.
    
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