SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise Sonntag, 6. Mai 2001 (Woche 19) bis Dienstag, 5. Juni 2001 (Woche 23)

    Baden-Baden (ots) -
    Sonntag, 6. Mai 2001 (Woche 19)/26.04.2001
    
    22.35    Wortwechsel
              
                 Fritz Frey im Gespräch mit Asher Ben Nathan (Diplomat und
Politiker)
    
    Asher Ben-Natan war der erste Chef einer israelischen Botschaft
mit vollem diplomatischen Status in der Bundesrepublik Deutschland.
In diesem Jahr hat er seinen 80.  Geburtstag gefeiert. Ben-Natan
blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Ob als Organisator der Flucht
zehntausender jüdischer Überlebender aus den "Displaced
Persons"-Lagern nach Palästina, als Mitarbeiter Ben Gurions oder als
Botschafter. Ben-Natan stand immer an vorderster Stelle. Ins Gespräch
kommen mit den Menschen, das ist ihm wichtig; gelungen ist ihm das
vor allem auch in Deutschland, wo er den Grundstein für die guten
Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel legte.
    
    Asher Ben-Natan, Sohn eines aus Russland stammenden
national-jüdischen Kaufmanns, wurde 1921 in Wien geboren. Als
17-jähriger flüchtete er vor den deutschen Truppen aus Wien und kam
im Juli 1938 als "illegaler Einwanderer" ins britische Mandatsgebiet
Palästina. Nach dem Krieg, an dem er bei den
Fallschirmspringer-Einheiten teilnahm, leitete Ben-Natan als
Journalist verdeckt die illegale Auswanderung von Juden nach
Palästina. Außerdem sammelte er Material gegen deutsche
Kriegsverbrecher. Ihm verdankt der israelische Geheimdienst auch das
einzige Foto Adolf Eichmanns, das später dessen Entdeckung
ermöglichte. Asher Ben-Natan ist verheiratet und hat eine Tochter.
Sein Sohn Amnon fiel als Panzeroffizier im Jom-Kippur-Krieg von 1973.
      
    Dienstag, 8. Mai 2001  (Woche 19)/26.04.2001
    
    Geänderten Programmablauf beachten!
    
    23.00    (VPS 22.59)
                 "Natürlich kann geschossen werden"
                 Zum 25. Todestag von Ulrike Meinhof
                 Ein Film von Ulrich Neumann
    
    9.5.1976 in Stammheim: Justizvollzugsbeamte entdecken um 7.34 Uhr
den Selbstmord von Ulrike Meinhof. Deutschlands Top-Terroristin hat
sich erhängt. Im laufenden Stammheim-Prozess war sie angeklagt wegen
Mordes, Sprengstoffanschlägen und Banküberfällen. Meinhof verbüßt zu
diesem Zeitpunkt bereits eine Haftstrafe, da sie zuvor Andreas Baader
gewaltsam befreit hatte.
    
    Unmittelbar nach dem Tod von Ulrike Meinhof werden Fragen
aufgeworfen: Fragen nach den Haftbedingungen, nach der
Verhältnismäßigkeit staatlichen Handels. Selbst die Annahme, Meinhof
habe nicht Selbstmord begangen, sondern sei ermordet worden, wird
vehement diskutiert. Doch nach mehreren Obduktionen steht
zweifelsfrei fest: Es war ein Suizid.
    
    Der Film rekonstruiert anhand bislang unbekannter Dokumente und
Gesprächen mit Weggefährten das wechselvolle Leben der Ulrike
Meinhof: die Entwicklung von der engagierten Zeitschriften- und
Filmautorin, der Mutter von Zwillingen, von der einsatzfreudigen
Sozialarbeiterin hin zur Wortführerin der Roten Armee Fraktion. Vor
dem Hintergrund der politischen Debatten von damals
(Auseinandersetzungen um die Aufarbeitung der Nazizeit, durch den
Vietnamkrieg ausgelöste Studentenunruhen etc.) wird das Ende der
Ulrike Meinhof gespiegelt. Ihr Tod ist zugleich ein Alarmsignal für
den heraufziehenden sogenannten "Deutschen Herbst" nur ein Jahr
später.
    
    23.30    (VPS 23.45)
                 Aktuell
    
    23.35    (VPS 23.00)
                 Um Elf: Früher war die Zukunft besser
    
    00.20    (VPS 23.50)
                 Was die Großmutter noch wusste (WH) (BW und SR)
                 Treffpunkt (WH) (RP)
    
    00.50    (VPS 00.20)
                 Menschenskinder (WH) (BW)
                 Programmtipps (WH) (RP)
                 Bonus (WH) (SR)
    
    00.55    (VPS 00.25)
                 Treffpunkt (WH) (BW)
                 Was die Großmutter noch wusste (WH) (RP)
    
    01.20    Aktueller Bericht (WH)
    
    01.25    (VPS 00.55)
                 Landesschau (WH) (BW und RP)
    
    01.50    (VPS 01.20)
                 Aktuell (WH) (BW und RP)
                 Saartext (SR)
    
    02.04    (VPS 01.34)
                 Wetter (BW)
    
    02.05    (VPS 01.35)
                 SWR3 Elch-TV (BW und RP)
    
    weiter wie mitgeteilt

    Donnerstag, 10. Mai 2001 (Woche 19)/26.04.2001
    
    22.15    Preisgekrönt:
        
                 Der Mann mit der Maske (2/2)
                 Rollen und Darsteller:
        
                 Oberstaatsanwalt Arthur Schildt      Jürgen Hentsch
        
                 Ehefrau Ruth Schildt      Tatja Seibt
        
                 Sohn Bernd Schildt      Sebastian Koch
        
                 Freundin Irene      Nicolette Krebitz
        
                 Kommissar Gawilek      Klausjürgen Steinmann
        
                 Mascha      Lenore Steller
        
                 Kaplan Merkle      Andreas Wimberger
        
                 Petra      Judith Klein
        
                 Schröder      Dietmar Bär
        
                 Victor von Retting
                  Lars Kamper
        
                 Richter      Claus Eberth
        
                 und andere
    
    Drei Jahre später. Bernd Schildt ist inzwischen Richter am
Landgericht. Die Vergewaltigungsserie brach ab, der Fall "Zorro" ist
vergessen. Nur Irene interessiert sich noch für das letzte Opfer,
weiß, daß das junge Mädchen, mit dem sie sich angefreundet hat, die
Vergewaltigung seelisch nie verkraftet hat. Mascha begeht Selbstmord.
Irene will Oberstaatsanwalt Schildt zwingen, den Fall
wiederaufzugreifen und seinen Sohn vor Gericht zu bringen. Schildt
versucht, sie einzuschüchtern, aber Irenes Nachricht hat ihn tief
bewegt. Als Vater muß er Klarheit haben. Inoffiziell recherchiert er
weiter und findet weitere Anhaltspunkte für die Schuld seines Sohnes,
der ihm gegenüber in einem vertraulichen Gespräch die
Vergewaltigungen auch nicht mehr leugnet. Irenes Anwalt geht gleich
mit dem Fall in die Öffentlichkeit. Schildt und Gawilek werden vom
Dienst suspendiert, Bernd Schildt angeklagt. Der junge Schildt, ein
glänzender Jurist, verteidigt sich vor Gericht selbst. Sämtliche
Möglichkeiten, die das Gesetz ihm gewährt, weiß er zu seinen Gunsten
auszunutzen. Zum Schluß stehen sich Vater und Sohn gegenüber. Nur der
Vater könnte durch seine Aussage, den eigenen Sohn noch überführen.

    Samstag, 19. Mai 2001  (Woche 21)/26.04.2001
    
    21.50    Krumme Nase, scharfer Schnitt
                 Schönsein ist nicht alles
                 Eine Reportage von Martina Treuter
    
    Früher waren es fast nur Frauen, die sich unters Messer legten.
Heute hat der Schönheitschirurg Wolfgang Gubisch auch immer mehr
männliche Patienten. Und häufig wünschen sich junge Ausländer eine
neue Nase als letzten Schritt zur Integration. "Krumme Nase, scharfer
Schnitt" ist eine Reportage aus der plastischen Chirurgie über
Menschen, die sich mit der neuen Nase auch ein besseres Ego
verschaffen, und über einen Arzt, den seine Patienten wie einen
Halbgott verehren. Er ist der Nasenpapst Deutschlands. Fünf bis sechs
Nasenoperationen täglich schafft der Professor für plastische
Chirurgie am Stuttgarter Marienhospital. Nasenkorrekturen haben die
höchste Fehlerquote aller Schönheitsoperationen. Über die Hälfte wird
verpfuscht. Die Geschädigten wenden sich dann an Gubisch. Er versucht
zu retten, was zu retten ist. "Schönheits-Chirurg kann sich ja jeder
nennen", klagt der Professor über seine Kollegen, "auch Urologen, die
nur Fett absaugen, oder selbst ernannte Schönheitsgurus irgendwo im
Ausland, die eine Nase für hundert Mark operieren".

    Mittwoch, 23. Mai 2001  (Woche 21)/26.04.2001
    
    21.00
                 (VPS 20.59)
                 Schlaglicht
                 Frauen verboten - Leben in einem Ledigen-Wohnheim
                 Eine Reportage von Matthias Michael
    
    Die SWR-Reportage "Frauen verboten" dokumentiert das Leben hinter
den Mauern eines Backsteinhauses in der Münchener Bergmannstraße, in
dem ausschließlich Männer wohnen. "Aus Gründen der Sittlichkeit ist
Weibsbildern der Zutritt verwehrt!" So steht es in der Hausordnung,
und die ist Gesetz im Münchener Ledigenwohnheim, einer bundesweit
einzigartigen Einrichtung seit der Gründung im Jahre 1927. Die
Bewohner im Alter zwischen 21 und 94 Jahren sind Arbeiter, Handwerker
und Angestellte. Manche studieren, andere leben von ihrer Rente.
Voraussetzung für die Aufnahme im Heim der einsamen Männer ist der
Nachweis eines regelmäßigen Einkommens. Das Ledigenheim hat nur
"Schlafstellen", kleine Zimmer mit Waschbecken ohne eigenes Bad und
ohne Küche. Billig sind die Zimmer nicht. Und trotzdem sind sie immer
ausgebucht.
    
    Autorin Andrea Zimmermann hat vier der 400 Männer begleitet. Da
ist Michael Tilly, der vor 15 Jahren eigentlich nur auf das
Oktoberfest wollte und dann wegen einer Frau in München hängen blieb.
Doch die Geschichte ging nicht gut aus. Dimitri aus der Ukraine
studiert Maschinenbau und kompensiert die straffe Hausordnung durch
regelmäßige Besuche in den Stripclubs der Stadt. Losverkäufer
Sprenzinger hingegen ist einer der wenigen Verheirateten im Heim.
Aber es reicht ihm völlig, seine Frau einmal im Monat zu besuchen,
denn bei ihr hat er "die Ruh" nicht.

    Donnerstag, 24. Mai 2001 Christi Himmelfahrt  (Woche
21)/26.04.2001
    
    09.30    Die Form aus Lehm gebrannt
                 Vom Leben einer Glockengießerfamilie
                 Ein Film von Werner Kubny
                 (Erstsendung: 11.05.1999)
    
    Die Dokumentation erzählt die Geschichte einer Glockegießerfamilie
im Herzen der Vulkaneifel. Dort ist Hans-August Mark mit der "Eifeler
Glockengießerei" zu Hause. Im Jahre 1840 ließ sich der Firmengründer
Johannes Mark als Nachfahre einer traditionsreichen
Glockengießer-Dynastie, die ihre Geschichte bis 1620 zurückverfolgen
kann, am Rand der 100-Seelen-Gemeinde Brockscheid nieder. Damals wie
heute werden Glockenformen gebaut, Glocken mit Bronze gegossen,
Klöppel geschmiedet und Glockenjoche aus 1.000-jähriger Eiche
gezimmert. Doch die Väter und Großväter des heute 62-jährigen
Glockengießermeisters dienten nicht nur den kirchlichen, sondern auch
den kurfürstlichen Herren mit dem Guss von Kriegsgerät. Sie zogen mit
den Heeren und gossen im Angesicht der Schlachten neue Kanonen.
Reiterstandbilder und Verzierungen aller Art komplettierten ihr
Gusshandwerk, das nachweislich eine Tradition von über 2000 Jahren
hat. Eines Tages wird die heute 37-jährige Tochter Cornelia den
Betrieb übernehmen. Sie ist ausgebildete Glockengießerin und
versucht, dieses schwere Handwerk mit der Rolle als Mutter von drei
Kindern zu vereinbaren. Aber der Familienbetrieb hat gute
Perspektiven, da er inzwischen weltweit Glocken verkauft.

    Donnerstag, 24. Mai 2001 Christi Himmelfahrt (Woche 21)/26.04.2001
    
    20.15    Straße der Lieder
        
                 Eine musikalische Reise vom Schwarzwald bis zur Zugspitze
        
                 mit Gotthilf Fischer und seinen Chören
        
                 Mitwirkende: Nena, Vicky Leandro, Rondo Veneziano,
    
                 "Die Schöne und das Biest", Flippers und andere
    
    Chorleiter Gotthilf Fischer stellt die schönsten Gegenden
Süddeutschlands vor. Mit seinen Chören reist er von den Höhen des
Schwarzwalds an die Gestaden des Bodensees, durch das Allgäu, um
schließlich auf den Spuren des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II.
zu wandeln.

    Freitag, 25. Mai 2001  (Woche 21)/26.04.2001
    
    Geänderten Gast beachten!
    
    04.00    Wunschbox
                 Zu Gast: Bernd Clüver
    
    
    Sonntag, 27. Mai 2001  (Woche 22)/26.04.2001
    
    Korrigierten Sendebeginn für SR beachten!
    
    21.45    Sport-Arena (SR)
    
    
    Freitag, 1. Juni 2001 (Woche 22)/26.04.2001
    
    20.15    Fröhlicher Feierabend
        
                 Niederstetten
    
    Gleich zwei Mal sind Tony Marshall und Sonja Schrecklein mit ihrem
Fröhlichen Feierabend zu Gast in Niederstetten in der
Frickentalhalle. Am 1. Juni gehts rund um Essen und Trinken mit
Sternekoch Manfred Kurz aus Blaufelden und Bernhard Haag von der
Weingärtnergenossenschaft Markelsheim. Und warum das Schwäbisch
hällische Schwein rosa und schwarz ist, das weiß Rudolf Bühler von
der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall zu berichten.
Musikalisch garniert wird das ganze von den Wildecker Herzbuben, Lisa
del Bo, der Happy Family, der Hohenloher Mundartgruppe Anäweech und
verfeinert wird alles mit ein wenig Zauberei von Heini Öxle.

    Sonntag, 3. Juni 2001 Pfingstsonntag  (Woche 23)/26.04.2001
    
    Kein Originalton mit Untertiteln, Film wird synchronisiert!
    
    00.05
                 Kinder der Natur

    Dienstag, 5. Juni 2001  (Woche 23)/26.04.2001
    
    Erstsendedatum beachten!
    
    15.15    Infomarkt - Marktinfo
                 (Erstsendung: 28. Mai 2001)
    
    
    
ots Originaltext: SWR
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