SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise von Freitag, 21.01.11 (Woche 3) bis Montag, 28.02.11 (Woche 9)

Baden-Baden (ots) - Freitag, 21. Januar 2011 (Woche 3)/20.01.2011

22.00 Nachtcafé

Gäste bei Wieland Backes Du sollst Dich ändern!

Das Kind, das nie seine Sachen aufräumt, der Ehemann, der notorisch untreu ist, die Schwiegermutter, die sich ständig ins Leben einmischt - wäre nicht alles viel leichter, wenn andere das tun würden, was wir wollen und uns wünschen? Ganz so einfach ist es nicht. Der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth ist der Meinung: Der Mensch ändert sich kaum. Unsere Persönlichkeit ist fest im Gehirn verankert und prägt bewusst und insbesondere unbewusst unser Denken und Handeln. Doch gibt es gar keinen Hoffnungsschimmer? Manche Menschen wollen sich selbst ändern. Seit Jahren versuchen sie, ihre Laster, Launen und Spleens loszuwerden, scheitern trotz ihrer guten Vorsätzen. Sie wissen, wie mühsam der Weg zu einem besseren Ich ist, und nur wenige schaffen ihn allein. Kann man als Erwachsener an seinem Charakter feilen, wenn man es wirklich will? Oder ist der Charakter so gut wie zementiert? Ist es zu bequem zu glauben, man könne sich eh nicht ändern? Und gibt es vielleicht doch eine kleine Chance, jemanden gegen seinen Willen zu verändern?

Die Gäste:

Prof. Gerhard Roth zählt zu den führenden Hirnforschern Deutschlands. Er ist der Frage auf den Grund gegangen, warum es eigentlich so schwer ist, sich und andere zu ändern. Die Antwort ist eindeutig: "Achtzig Prozent der Menschen wollen sich überhaupt nicht ändern!" Eher skeptisch betrachtet er daher Menschen, die von sich behaupten, sich radikal verändert zu haben.

Ivan Kirr dagegen ist sich sicher: Jeder kann sich ändern! Der Hamburger ermordete als junger Mann einen Menschen - und saß dafür 15 Jahre hinter Gittern. Erst dort setzte er sich intensiv mit sich und seinem bisherigen Leben auseinander - und beschloss, sich zu ändern. Den Therapeuten, der ihm dabei half, bezahlte er aus eigener Tasche. "Entscheidend ist, dass man es selbst wirklich will."

Schauspieler Edgar Selge liebt es, immer wieder in fremde Identitäten zu schlüpfen und genießt den spielerischen Umgang mit Veränderungen. Um in seinen Rollen möglichst authentisch zu wirken, nutzt der Schauspieler seine eigenen Gefühle. Dabei entdeckt er immer wieder auch Schattenseiten seiner Person. Im Privatleben sucht der 62-Jährige jedoch mehr die Stabilität. Seit über 25 Jahren lebt er in trauter Ehe mit Schauspielkollegin Franziska Walser.

Jahrelang definierte sich Gerhard Huber über Leistung. Dass er dabei Raubbau an seinem Körper betrieb, wollte der karriereorientierte Banker nicht wahrhaben. Schlaganfall, Lungenkollaps, Burnout: Erst nach dem totalen Zusammenbruch erkannte Huber, dass er sich und sein Leben von Grund auf ändern muss. Heute will er als Aufklärer und Autor andere Menschen vor seinem Schicksal bewahren: "Ängste hindern uns daran, uns zu ändern."

Anne Linn unternahm in der Vergangenheit alles Erdenkliche, um bei ihrer Tochter doch noch eine Kehrwende zu erreichen. Schon im Alter von dreizehn Jahren wurde das Mädchen heroinabhängig. Beschaffungskriminalität und Gefängnisaufenthalte wechseln sich seitdem ab mit Therapien, die immer wieder abgebrochen werden. "Unser Verhältnis stumpft immer mehr ab, wir werden uns immer fremder, weil ich eben merke, es ändert sich nichts."

Für Ina Weisse ist klar, dass man andere Menschen nicht ändern kann. Aus diesem Grund fügt sie sich ihrem Schicksal und teilt den Mann ihres Lebens mit einer anderen Frau. Seit mittlerweile 25 Jahren ist sie die Geliebte eines verheirateten Mannes mit dem sie auch einen Sohn hat. "Gerade nach seiner Geburt hätte ich mir oft mehr Nähe und Hilfe gewünscht", sagt Weisse, "doch ich musste das Unveränderliche akzeptieren, ansonsten hätten wir uns verloren."

An der Bar:

Die Forderung "Du sollst Dich ändern!" steht beim Ehepaar Nadja und Stefan Arweiler ständig im Raum. Ob es um den Abwasch, Haare im Waschbecken oder das ungemachte Bett geht - beide kostet der tägliche Kleinkrieg unendlich Nerven: "Wenn ich einen Zauberstab hätte, würde ich einiges an Stefan ändern", sagt Nadja, während Stefan sich wünscht, "dass sie mich endlich so lässt, wie ich bin."

Freitag, 4. Februar 2011 (Woche 5)/20.01.2011

Geänderten Untertitel für BW beachten!

18.15 (VPS 18.14) MENSCH LEUTE Die Wunde von Konstanz Ein Großfeuer und die Folgen

Freitag, 4. Februar 2011 (Woche 5)/20.01.2011

22.00 Nachtcafé

Gäste bei Wieland Backes Horror Demenz

Demenz ist die Volkskrankheit unserer alternden Gesellschaft. Fünf Millionen Menschen in Deutschland haben bereits heute ein Alzheimer-krankes Familienmitglied. Und behalten die Demografen recht, wird sich die Zahl bis 2050 verdreifachen. Gleichzeitig bietet die Medizin bisher nur wenig Hoffnung. Wie soll man so lernen, mit dieser Krankheit zu leben - als möglicherweise einmal selbst Betroffene und als Angehörige? Wie die Patienten selbst ihre Lebensqualität, ihren Leidensdruck empfinden, darüber weiß man im Moment sehr wenig. Großen Anteil daran hat sicherlich der Aspekt, wie und wo die Betroffenen gepflegt werden. Deutschlands Gesundheitspolitiker haben dabei lange auf die Angehörigen gebaut: 720.000 Demenzkranke werden derzeit zu Hause gepflegt. Viele haben aber auch keine Alternative. Ihnen fehlt das Geld für eine gute Heimunterbringung, häufig betreiben sie Selbstausbeutung bis zum Burnout. Wie kann man unter diesen Voraussetzungen ein möglichst gutes Leben führen? Wie kann man lernen mit der Angst vor dem Verlust von Kompetenzen und dem gewohnten Lebensstil umzugehen? Unter anderem mit dem erfolgreichen Schriftsteller Arno Geiger, dessen neuer Roman von der Demenzerkrankung seines Vaters handelt.

Montag, 7. Februar 2011 (Woche 6)/20.01.2011

Geänderten Beitrag beachten!

03.55 (VPS 03.54) Das Unterengadin Winterferien im Hochtal des Inn

Samstag, 12. Februar 2011 (Woche 7)/20.01.2011

Tagestipp

20.15 SamstagAbend: Die schönsten Ausflugsziele Moderation: Markus Brock

Zusätzlichen Gast beachten!

Romantische Burgen, verwunschene Schlösser, atemberaubende Landschaften, imposante Bauwerke und faszinierende Städte - der Südwesten steckt voller Sehenswürdigkeiten und Überraschungen. Gemeinsam mit seinen Gästen, u. a. dem Fürsten Alexander und Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, dem Kabarettisten Christoph Sonntag und Hang Li, der Touristen aus China Deutschland zeigt, entdeckt Markus Brock die schönsten Ausflugsziele in Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz. Die Bilder der bekanntesten Sehenswürdigkeiten wecken in jedem Erinnerungen an romantische Erlebnisse und kleine Ausflugspannen.

Lohnende und weltweit einmalige Ausflugsziele gibt es im Südwesten reichlich. Reine Natur auf Premium-Wanderwegen durch den Westerwald oder auf dem Rheinsteig, dazu das Welterbe oberes Mittelrheintal mit seinen unzähligen Burgen, die üppigen Wein- und Obsthänge des Kaiserstuhls, beeindruckende Kirchenbauten im Stil der Romanik oder Gotik. Sportliche Touren, romantisches Picknick, gemütliche Schiffsfahrt auf Rhein, Neckar oder Mosel oder geografische Expedition ins Museum - wer einen Ausflug plant, der hat die Qual der Wahl.

Der Speyrer Kaiserdom oder die berühmte Ruine des Heidelberger Schlosses könnten viel erzählen über den Lauf der Geschichte. Mindestens genauso spannend sind aber die ganz persönlichen Geschichten, die jeder mit Klassen- oder Sonntagsfahrten verbindet - wie erfrischend der Sprung in den Badesee nach stundenlanger Wanderung bei Sommerhitze war, wie der Affe im Zoo dem Lehrer die Mütze gemopst hat, oder wie flau sich der Magen nach einer riesigen Portion Eis und noch mehr Karussell angefühlt hat. All dem spürt Markus Brock mit seinen Gästen nach und nimmt die Zuschauer mit zu den schönsten Ausflugszielen der Region.

Die Gäste:

Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn Ihr Schmetterlingsgarten im Schlosspark Sayn zieht scharenweise Besucher an. Hier kann man eintauchen in eine tropische Zauberwelt. Die Fürstin trägt mit Ihrem vielfältigen Engagement dazu bei, dass die kleine Gemeinde am Rhein eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Die Burgruine und die Salons im Schloss Sayn stehen Besuchern weit offen. Das Schloss ist Tourist-Information, Restaurant und Museum zugleich.

Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn Er hat nicht nur das familieneigene Märchenschloss am Fuß des Burgbergs in Sayn wieder aufgebaut, er ist als Präsident der Deutschen Burgenvereinigung auch bestens vertraut mit den Burgen und Schlössern, die das obere Mittelrheintal schmücken. Ihm haben es die Japaner zu verdanken, dass man die Marksburg seit 1988 zweimal bestaunen kann: Das Original am Rhein und die exakte Kopie am Pazifikstrand.

Christoph Sonntag

Der Schwabe schwärmt für die Stuttgarter Wilhelma - für ihn der "schönste Tierpark der Welt". Für und mit Kids ist seiner Meinung nach auch ein Ausflug in den Erlebnispark Tripsdrill ein absolutes Muss. Sein eigener Vater war Gärtner in Ludwigsburg - daher kennt der Kabarettist blühendes und erbautes Barock von Familienausflügen aus Kindertagen.

Hang Li

Er zeigt chinesischen Reisenden wie schön es in Deutschland ist und weiß genau, welche Schätze des Landes den Gästen aus dem Reich der Mitte am besten gefallen.

Michael Sänger

Ob es nur ein kurzer Tagesausflug ist oder eine weite Wanderung, ob er gemeinsam mit anderen oder allein unterwegs ist - für den Chefredakteur des Wander-Magazins ist der wichtigste Moment immer: Das Ankommen am Ziel. Diesen Moment sollte man zelebrieren, findet der Hobby-Historiker, zum Beispiel mit einer Rast. Michael Sänger berichtet von besonderen Begegnungen auf seinen Recherchereisen. Regionale Spezialitäten und Eigenheiten, Geologie, Geschichte und Geschichten von unterwegs fließen ein in seine Reportagen.

Mittwoch, 16. Februar 2011 (Woche 7)/20.01.2011

Beitrag ist neuer Tagestipp!

Tagestipp

20.15 betrifft: Jeder Tag ein Jahr - Braucht Tina ein neues Herz?

Mittwoch, 16. Februar 2011 (Woche 7)/20.01.2011

Folgen-Nr. beachten! (2/2)! Beitrag ist kein Tagestipp!

22.30 Adoption auf Probe

Folge 2/2

Montag, 28. Februar 2011 (Woche 9)/20.01.2011

Geänderten Beitrag beachten!

01.15 (VPS 01.14) betrifft: Hilfe! Was essen wir? (WH von MI)

Pressekontakt: Georg Brandl, Telefon 07221/929-2285, E-Mail: georg.brandl@swr.de

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