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31.08.2000 – 11:17

SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Unseliges Zeichen
Augsburger Kirchenhistoriker kritisiert Seligsprechung von Pius IX.

    Baden-Baden (ots)

  "Pius IX. war ein Antisemit "Diese Ansicht äußerte der Augsburger Kirchenhistoriker Prof. Herbert Immenkötter heute morgen in der Sendung "Journal" in SWR2. Zwar nicht im "Sinne jenes primitiven Rassenantisemitismus der Nationalsozialisten", sondern indem er glaubte, eine "Verjudung" der Gesellschaft in kultureller , wirtschaftlicher und religiöser Hinsicht zu beobachten.

    Der Kirchenhistoriker, der dem Gesprächskreis "Juden und Christen" beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört, übt damit deutliche Kritik an der für den 3. September angekündigten Seligsprechung von PapstPius IX. Dieser Papst habe nach 1850 die Mauern des römischen Ghettos wieder errichtet, Juden den Zugang zu den allermeisten Berufen verwehrt, den Talmud auf den Index gesetzt und die jüdische Bevölkerung damit in Verhältnisse zurückgeworfen, die zu der Zeit jedenfalls in Europa als überwunden galten, so Immenkötter in SWR2.

    Auf die Frage, welches Zeichen mit der Seligsprechung Pius IX. für
die Kirche und die Gesellschaft gegeben werden sollte, antwortete
Immenkötter: "Ich befürchte sehr , dass mit dieser Seligsprechung die
ganze Entwicklung seit dem 2. Vatikanischen Konzil abgeschnitten
werden soll, das gilt für das Verhältnis von Christen und Juden
ebenso wie für innerkatholische Lehren wie die Ökumene." Pius IX. war
ein Gegner der Ökumene, so der Augsburger Kirchenhistoriker weiter.
Eine Wiedervereinigung der getrennten Christen hatte er sich nur
vorstellen können als eine Rückkehr der von der katholischen, wahren
Kirche Abgefallenen in die römische Kirche. Formen der theologischen
Diskussion und des Kompromisses waren ihm völlig fremd.
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

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Fax  07221 929-2013
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