SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Mittwoch, 12. Juli 2000 (Woche 28) bis Montag, 17. Juli 2000 (Woche 29)

    Baden-Baden (ots) -
    
    Mittwoch, 12. Juli 2000  (Woche 28)
    
    22.35    Kultur Südwest
                 Das aktuelle Magazin
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    Gladiatoren und Casaren - das Historische Museum der Pfalz in
Speyer erinnert an das antike Rom
    "Brot und Spiele", das forderte die Bevölkerung im alten Rom von
ihren Kaisern. Wagenrennen, Komödien und Tragödien in Amphitheater,
Circus oder Theater waren das wichtigste Freizeitvergnügen für die
Bevölkerung des römischen Weltreiches von 200 vor bis 300 nach
Christus. Gladiatoren kämpften im Colosseum zur Belustigung des
Volkes und seiner Caesaren. Bald erkannten die Politiker, dass das
Volk mit den Vorführungen zu beeinflussen war. Sie sicherten sich auf
diese Weise das Wohlwollen ihrer Untertanen. Die Ausstellung
"Gladiatoren und Caesaren - Die Macht der Unterhaltung im antiken
Rom", die seit 9. Juli im Historischen Museum der Pfalz zu sehen ist,
bietet einen Überblick über die wohl eindrucksvollste Form der
Massenunterhaltung der Geschichte. Die Exponate spannen einen Bogen
vom komischen Theater bis zu den blutigen Kämpfen um Leben und Tod.
Mittels einer Computeranimation kann der Besucher in die Realität des
antiken Roms eintauchen und die Gladiatoren bei ihrem
Trainingsprogramm treffen.
    
    Zwischen Fussball und Design - Italien und Deutschland im
Vergleich in der Bundeskunsthalle Bonn
    In der Bundeskunsthalle in Bonn findet zur Zeit ein interessanter
Vergleich statt: 50 Jahre italienisches und deutsches Design. Gezeigt
werden die Ikonen des Designs wie der "Ulmer Hocker", weltbekannte
Braun- und Alessi-Geräte, Olympia-Plakate, Wohnlandschaften und
Traumautos. Designer, die mit ihrem Verständnis von Gestaltung mehr
als nur die Welt der Produkte beeinflusst haben wie Dieter Rams,
Alessandro Mendini und Anna Castelli, beteiligen sich mit speziellen
Entwürfen an der Ausstellung. Insgesamt eine imposante Ausstellung
über Alltags- und Kunstgegenstände, bei der man auch unterschiedliche
Mentalitäten erkennen kann.

    Zwischen Hochzeit und Beerdigung  - die jugoslawische Funeral &
Wedding Band in Lörrach
    Länger, farbiger und vielstimmiger soll es werden, das diesjährige
Stimmenfestival in Lörrach. Zum siebten Mal findet es statt, und mit
fast 500 internationalen KünstlerInnen wollen die Verantwortlichen
wieder Einzigartiges in der deutschen Festivallandschaft bieten.
"Kultur Südwest" stellt zwei Programmhöhepunkte vor: Eröffnet und
beendet wird das Mammutereignis von dem jugoslawischen Künstler Goran
Bregovic mit seiner Funeral & Wedding Band - einer 45-köpfigen
Hochzeits- und Begräbniskapelle. Die Truppe stellt eine musikalische
Utopie des Balkans vor, zwischen Freude und Trauer, zwischen Hochzeit
und Beerdigung, zwischen Budapest und Istanbul, zwischen Epochen,
Stilen und Kulturen. Bei dem Projekt "Global Vocal Meeting" kommen
acht Sängerinnen und Sänger aus Indien und Madagaskar, Amerika und
Europa für ein außergewöhnliches musikalisches Experiment zusammen.
Sie überwinden kulturelle Grenzen, Berührungsängste und
unterschiedliche musikalische Traditionen.
    
    Zwischen Tradition und Gegenwart - japanische Fotografie in
Karlsruhe
    In Japan prallen zwei Welten aufeinander: Eine traditionsreiche,
von buddhistischen Regeln bestimmte Kultur trifft auf eine
amerikanisierte Gesellschaft, die von modernsten Technologien
beeinflusst wird. Am Beispiel von überwiegend jungen und in Europa
noch wenig bekannten Fotokünstlern veranschaulicht die Kuratorin
Hiromi Nakamura, welche Bedeutung das "Ich" in Verbindung mit
Erinnerungen in der zeitgenössischen japanischen Fotografie hat.
Unter dem Motto "Memoria" stellt sie verschiedene Themenbereiche vor,
unter anderem "Erinnerung der Familie", "Krieg", "Licht" oder
"Meisterwerke". In ihrer Verschiedenheit aber auch in iherer
Gesamtheit stehen sie für die gegenwärtige Situation in Japan.
    
    
    Freitag, 14. Juli 2000  (Woche 28)

    20.15    Donauwelle
                 Vom internationalen Donaufest in Ulm
    
    Die Sendung präsentiert die Höhepunkte vom Internationalen
Donaufest in Ulm.  Gunter Haug und  Regina  Keller führen durch die
Sendung und haben prominente Gesprächspartner und beliebte
Musikensembles zu Gast.  Das Heeresmusik-Corps Ulm,  die Mehlprimeln,
und zwei Folklore-Ensembles.  Musikalischer Höhepunkt ist die
Präsentation eines Operetten-Medleys mit Melodien von Franz Lehar
unter dem Motto "Komm mit nach Varazdin".
    
    
    Sonntag, 16. Juli 2000  (Woche 29)/

    18.15    Was die Großmutter noch wusste (239)
                 Bohnen
    
    Gegenstand dieser Sendung ist die Gartenbohne,  die jetzt geerntet
wird.  Kathrin  Rüegg  und  Werner  O.  Feißt stellen eine Reihe
interessanter Rezepte vor.Dr. Nicolai Worm spricht über den Nährwert
der Bohne.
    
    
    Montag, 17. Juli 2000  (Woche 29)
    
    21.00    Blickpunkt Europa
                 Magazin
                 Moderation: Oksana Orlowa und Immo Vogel
    
    Blickpunkt Europa goes classic - Star-Bariton hautnah
    Vassilij Gerollov, festes Ensemble-Mitglied des St. Petersburger
Mariinski-Theaters, erzählt sein ungewöhnliches Leben. Der 37-Jährige
wurde in der Ukraine als Sohn armer Bauern geboren. Heute reist der
Weltstar von einem berühmten Opernhaus zum nächsten - immer in
Begleitung seiner Familie. Neben der Met und der Scala ist Gerollov
auch regelmäßiger Gast im Festspielhaus Baden-Baden. Eine Reportage
über einen vollkommen unkapriziösen Opern-Star, der seine Wurzeln
nicht vergessen hat.
    
    Kinder, Kunden, Kommissare - Prostitution in der Mafia-Hochburg
St. Petersburg
    5.000 Kinder sind bei der St. Petersburger Sittenpolizei als
Prostituierte registriert. Die Dunkelziffer ist noch viel höher. Die
schöne Stadt an der Newa hat ein zweites, hässliches Gesicht: St.
Petersburg ist die russische Mafia-Hochburg. "Blickpunt Europa" hat
in der Szene recherchiert und mit Olga, Svetlana und Katja,
minderjährigen Prostituierten, gesprochen.
    
    Dimitrij Bartowskij: erst Student, dann Spion wider Willen,
demnächst Soldat?  
    Dimitrij Bartowskij studierte bis Ende Mai Luft- und
Raumfahrtechnik. Im März hatte der junge Mann für die demokratische
Reformpartei Jabloko Wahlkampf gemacht. Anfang Mai klopfte dann der
russische Geheimdienst FSB bei Dimitrij an: Er möge doch ein paar
Informationen über die innere Struktur der Partei sowie deren
Auslandskontakte herausfinden. Als er sich weigerte, flog er von der
Uni. Jetzt wollen ihn die Behörden als Soldaten einziehen und nach
Tschetschenien schicken. "Blickunkt Europa" sprach mit dem
abgetauchten, ehemaligen Studenten.
    
    DJ Boris - Russe, Rentner, Rock´n Roller
    Discjockey Boris ist 64 und zählt zu den angesagtesten Auflegern
in den Clubs für Russlands reiche Jugend. Der ehemalige Direktor vom
Rechenzentrum des Bauministeriums war schon immer ein Musik-Fan, aber
dass er mit seiner Leidenschaft einmal seinen Unterhalt verdienen
würde, hätte sich Boris nie träumen lassen. Damit ihm die Ausflüge zu
den jungen, reichen Schnöseln nicht zu langweilig werden, hat sich DJ
Boris mit DJ Georgij, 62, verbündet. "Blickpunkt Europa" an der Seite
zweier ungewöhnlicher Ruheständler.
    
    Außerdem: St. Petersburger Gesichter, Kurzporträts von
Petersburger Originalen: "Blickpunkt Europa" begleitet einen
Taxifahrer, einen Brückenwärter und einen Photographen durch ihren
Alltag.
    
    Montag, 17. Juli 2000  (Woche 29)
    
    23.10    Die Bestenliste - Das Literaturmagazin (7/2000)
                 Die besten Bücher im Juli
                 Moderation: Hubert Winkels
                 Gäste: Thorsten Ahrend, Christoph Hein und Kathrin Röggla
                (Siegfried Unseld kurzfristig erkrankt)
    
    Gäste im Studio:
    - 50 Jahre Suhrkamp-Verlag: Deutschlands renommiertester Verlag
repräsentiert eine Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Zu Gast: Der Lektor Thorsten Ahrend.
    - Neues  im  Osten: Christoph Hein erzählt in seinem Roman
"Willenbrock" von der Nachwende-Karriere eines
Gebrauchtwarenhändlers, die plötzlich bedroht erscheint.
    - High-Speed-Literatur: Kathrin  Rögglas  neuer Roman "Irres
Wetter" verwandelt Szenejargon, Slang, Sprüche in gegenwartsmächtige
Prosa.
    
    Beiträge über:
    - Zwischen  1984  und  1995. Das Tagebuch des polnischen
Schriftstellers Gustaw Herling  verbindet  zwei Extreme: Kunst und
Landschaft seiner Wahlheimat Italien und die bitteren Erfahrungen im
totalitären Polen.
    - Lesung: Hans-Peter Bögel liest aus Raphael Urweiders Gedichtband
"Lichter  in Menlo Park".  Lyrik zwischen technischer Nüchternheit
und lässiger Empfindsamkeit.
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder
Martin Ryan,
Tel.: 07221/929-2285
Fax:  07221 929-2013
Internet: pressestelle@swr-online.de

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: