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"Anschlag auf die Republik? Das Oktoberfestattentat 1980" 45-minütige Dokumentation von Wolfgang Schön am 24. September um 23.00 Uhr im SWR Fernsehen

    Baden-Baden (ots) - Am 26. September 1980 explodiert gegen 22.20 Uhr eine Bombe auf dem Münchner Oktoberfest. Sie tötet 13 Menschen, 211 weitere werden zum Teil schwer verletzt. Es ist das bislang schwerste Bombenattentat in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Dokumentation "Anschlag auf die Republik? Das Oktoberfestattentat von München" beleuchtet die Tat und zeigt dabei neue Erkenntnisse. Der Film wird am 24. September um 23.00 Uhr im SWR Fernsehen erstausgestrahlt.

    Der damals 21-jährige Rechtsradikale Gundolf Köhler, der beim Attentat ums Leben kam, wurde von den Behörden als Alleintäter ermittelt: Politische Motive seien auszuschließen, entscheidend für die Tat seien persönliche Krisen gewesen. Köhlers Kontakte zur rechtsradikalen Wehrsportgruppe Hoffmann hätten keine Rolle gespielt. Hinweise auf weitere Tatbeteiligte wurden konsequent ausgeblendet. Doch von Anfang an gab es große Zweifel an diesen Ermittlungsergebnissen und der Alleintäterthese.

    Im Film erzählen Betroffene, wie sich das Attentat aus ihrer Sicht ereignete und wie sich dadurch ihr Leben unvermittelt änderte. Sie berichten von ihren Zweifeln an den Ermittlungsergebnissen der Polizei und von ihren Versuchen, die Wahrheit herauszufinden - bis heute.

    Die Autoren des Films gehen den vielen offenen Fragen nach, decken die Widersprüche und Ungereimtheiten in der Argumentation der Ermittlungsbehörden auf. Viele Indizien sprechen für eine Gruppentat und machen ein politisches Motiv und einen rechtsterroristischen Hintergrund wahrscheinlich. Um das beweisen zu können, fordern sie, fast 30 Jahre nach den Ereignissen, die Ermittlungen wieder aufzunehmen und die damals gesammelten Beweistücke mit neuen kriminalistischen Methoden, wie zum Beispiel einer DNA-Analyse, zu untersuchen.

    Der Film ist in die SWR Presselounge unter www.swr.de/presse eingestellt. Fotos gibt es unter www.ard-foto.de.

    Pressekontakt: Daniela Kress, 07221/929-3800 oder daniela.kress@swr.de

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