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Merkel sieht sich beim Thema Opel durch Obama gut vertreten

    Baden-Baden (ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich kurz vor ihrer ersten offiziellen Begegnung mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama positiv über die Bemühungen der amerikanischen Regierung zur Überwindung der Krise beim amerikanischen Mutterkonzern GM und dessen Tochter Opel geäußert. Auf eine entsprechende Frage des Leiters des ARD-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf sagte Merkel: "Die amerikanische Regierung muss jetzt erst einmal ein sehr angeschlagenes Unternehmen auf einen zukunftsfähigen Pfad führen. Dazu gehört dann auch Opel."

    Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Präsidenten in dieser Frage bezeichnete die Kanzlerin als "ausgezeichnet". Die Bundesregierung bekomme von der US-Regierung alle erforderliche Informationen. Man sei bemüht, dass GM "so arbeitet", dass auch Opel eine Chance habe.

    Auf die Frage Deppendorfs nach möglichen weiteren deutschen Truppenkontingenten für Afghanistan erwiderte die Regierungschefin, der Afghanistan-Einsatz der Nato sei eine Bewährungsprobe für das Bündnis. In allen Bereichen der Nato habe Deutschland bisher "Flagge gezeigt" und sei zu seinen Verpflichtungen gestanden. Im übrigen verfolgten alle Verbündeten in Afghanistan einen umfassenden Ansatz, der Soldaten betreffe, die Polizei und den zivilen Aufbau.

    Auf das Verhältnis der Nato zu Russland angesprochen, unterstrich Merkel, dass man den Nato-Rußland-Rat wieder offiziel in die Arbeitsphase miteinbeziehe. "Wir sind auf Russland zugegangen", das sei ein Signal, dass die Nato mit Russland zusammenarbeiten wolle.

    Die Zukunft der Nato sieht die Bundeskanzlerin in einem engen Verhältnis zur europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und im Verhältnis des Nordatlantischen Verteidigungspaktes zu den Vereinten Nationen. Die UNO sei die globale Organisation, mit der die Nato zusammenarbeiten müsse.

    Erneut sprach sich Merkel für den dänischen Regierungschef Rasmussen als neuen Nato-Generalsekretär aus. Sie hoffe, dass die Frage noch heute geklärt werde.

    Merkel äußerte sich in der ARD anlässlich einer journalistischen Spitzenrunde wenige Minuten vor Beginn der Begegnung mit Präsident Obama in Baden-Baden Teilnehmer: Ulrich Deppendorf, Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Peter Frey, Leiter des ZDF Hauptstadtstudios, Peter Kleim, RTL / ntv, Hans-Peter Hagemes, N24.

    Pressekontakt. Wolfgang Utz, Tel.: 07221/929-2785, E-Mail: wolfgang.utz@swr.de

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