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Preise für zwei SWR-Filme auf Leipziger Dokumentarfilmfestival Goldene Taube für "Hochburg der Sünden" von Thomas Lauterbach
DEFA-Förderpreis für "Das Herz von Jenin" von Marcus Vetter und Leon Geller

    Leipzig / Baden-Baden (ots) - Gleich zwei Dokumentarfilme des SWR wurden bei dem 51. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm mit Preisen ausgezeichnet: Bei der Preisverleihung am 1. November 2008 in Leipzig erhielt der Film "Hochburg der Sünden" aus der Reihe "Junger Dokumentarfilm" den Hauptpreis im Deutschen Wettbewerb, die "Goldene Taube". Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der SWR-/Arte-Produktion "Das Herz von Jenin" wurde der DEFA-Förderpreis als Stipendium in Höhe von 4.000 Euro verliehen.

    SWR Fernsehdirektor Bernhard Nellessen: "Im Bereich des Dokumentarfilms kommt dem SWR innerhalb der ARD eine herausragende Bedeutung zu. Dafür steht neben den vielen langen Dokumentarfilmen, die wir regelmäßig für das Erste produzieren, auch unsere kontinuierliche und erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Bezeichnend dafür sind nun erneut die beiden wichtigen Auszeichnungen, die wir in Leipzig entgegennehmen durften."

    "Hochburg der Sünden" von Thomas Lauterbach dokumentiert eine Inszenierung der Tragödie "Medea" am Stuttgarter Staatstheater. Aysel, eine gläubige Muslima, bewirbt sich als Laiendarstellerin. Allerdings stellt Volker Löschs Inszenierung ihr Weltbild schon bald auf eine harte  Probe. Aysel beginnt zu kämpfen: Gegen Klischees, gegen die "Sittenlosigkeit" am Theater und nicht zuletzt auch gegen sich selbst. "Der Filmemacher nimmt spürbar teil an der Lebens- und Spielfreude, Selbstzweifeln und Ängsten und dem Mut, gemeinsam aufzubrechen. Die Hochburg der Sünden ist eine Hochburg des Films", begründet die Jury ihre Entscheidung. Der Film wurde produziert von Indi Film, Arek Gielnik und Sonia Otto, gefördert von der MFG, Redaktion Dr. Gudrun Hanke-El Ghomri (SWR). Der Film entstand als Absolventenfilm in der Reihe "Junger Dokumentarfilm". Die Ausstrahlung ist für 2009 geplant.

    "Das Herz von Jenin" beginnt im Jahr 2005, als der palästinensische Junge Ahmed von israelischen Soldaten erschossen wird. Trotz Trauer und Zorn entscheidet sich der Vater des Jungen dafür, die Organe seines Sohnes zu spenden - auch an Juden. Der Film begleitet ihn auf seiner Reise zu den Kindern, die dank der Organspende überlebt haben. Die Jury erklärt: "Ein hochemotionaler, künstlerisch überzeugender Film, der eine andere Seite der israelisch-palästinensischen Beziehungen aufblättert. Mit bewegenden Bildern dokumentieren die Filmemacher die Reise des Vaters, der mit ungebrochener Hoffnung Wege sucht, die politischen und menschlichen Konflikte zu überwinden." Der Film entstand als Koproduktion zwischen Eikon Film, Dr. Ernst Ludwig Ganzert und Ulli Pfau, SWR und Arte. Redaktion: Dr. Gudrun Hanke-El Ghomri. Geplant ist die Ausstrahlung zuerst auf Arte, dann in der ARD.

    Druckbare Fotos finden Sie zum Download unter www.ard-foto.de Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Georg Brandl, Tel. 07221/929-2285, georg.brandl@swr.de

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