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10.10.2018 – 08:01

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)

Modellprojekt ausgeweitet: Mehr Schüler lernen Wiederbelebung

Nordrhein-westfälischer Landtag beschließt Ausweitung des Unterrichts in Wiederbelebung - Modellprojekt wird auf weitere Schulen übertragen - Deutschland hat bei Reanimation großen Nachholbedarf

Wir bitten Sie um die Veröffentlichung der folgenden Pressemitteilung in Ihrem Medium.

Gerne stehen Ihnen auch Gesprächspartner der "Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI) zu diesem Thema zur Verfügung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Christian Hermanns

Medienbetreuung BDA/DGAI

PRESSEMITTEILUNG

Schüler in Nordrhein-Westfalen lernen Wiederbelebung - Modellprojekt wird auf mehr Schulen ausgeweitet

Düsseldorf/Nürnberg. "Das ist ein wichtiger Schritt, damit eines Tages mehr Menschen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand überleben können", sagt Professor Dr. Rolf Rossaint, Vizepräsident der "Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI).

Der nordrhein-westfälische Landtag hat beschlossen, dass die Techniken zur Herz-Lungen-Wiederbelebung stärker im Schulunterricht vermittelt werden sollen.

Das Modellprojekt "Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen" soll auf Grundlage bereits gewonnener Erkenntnisse auf weitere Schulen ausgeweitet werden. Dazu werden weitere Übungspuppen angeschafft. Außerdem soll geklärt werden, ob die Schüler besser durch Ärzte oder besser durch geschulte Lehrer trainiert werden und wie dieser Unterricht finanziert werden kann.

"Bei der Herzdruckmassage hat Deutschland im internationalen Vergleich großen Nachholbedarf", erklärt Rossaint weiter. Während in Irland oder Norwegen in rund 70 Prozent der Fälle Laien bei einem Herzkreislaufstillstand mit der Herzdruckmassage beginnen, sind es hierzulande nur rund 40 Prozent. Steht das Herz still und wird kein Sauerstoff durch den Körper transportiert, stirbt das menschliche Gehirn innerhalb von fünf Minuten unwiederbringlich ab. Rettungsdienste brauchen in der Regel aber immer mehrere Minuten, bis sie beim Patienten eintreffen.

Erfahrungen aus Dänemark zeigen, dass die Laienreanimationsquote durch breit angelegte Informationskampagnen und Wiederbelebungsunterricht in Schulen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt werden könnte: "Bei einer entsprechenden Steigerung in Deutschland könnten hierzulande nach Einschätzungen pro Jahr 10.000 Menschen mehr überleben", sagt Professor Rossaint im Namen der DGAI, die auch tausende von Notärzten in den Kommunen betreut.

Im Rahmen des Modellprojektes "Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen" lernen seit dem laufenden Schuljahr bereits Schüler an 120 Schulen die lebensrettenden Maßnahmen.

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Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
Dr. med. Christian Hermanns
Öffentlichkeitsarbeit
Roritzerstraße 27
90419 Nürnberg
Telefon: 0171 / 837 87 38
E-Mail: presse@dgai-ev.de 

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