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18.09.2018 – 12:11

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)

"HAI 2018" - Anästhesie-Kongress mit spannenden Themen - 20. - 22.09.18 in Berlin

Die "Wunderdroge Cannabis", der Wille des Intensivpatienten, die Narkose bei Schwangeren und die Rettung von Ertrinkenden - Hauptstadtkongress der Anästhesisten in Berlin vom 20. bis zum 22. September 2018 - Mehr als 3000 Teilnehmer

Der "Berufsverband Deutscher Anästhesisten" (BDA) und die "Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI) möchten Ihnen die folgende Pressemitteilung zum bevorstehenden Anästhesie-Kongress in Berlin (20. bis 22. September 2018) und ein Interview zu Besonderheiten der Narkose für Ihre Zwecke zur Verfügung stellen.

Auf Wunsch sind auch Audios und Videos zu den Themen erhältlich und Interviews mit Experten möglich.

Für Rückfragen sind wir gerne bereit.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Christian Hermanns

Medienbetreuung BDA/DGAI

PRESSEMITTEILUNG ZUM

"20. HAUPTKONGRESS DER DGAI FÜR ANÄSTHESIOLOGIE UND INTENSIVTHERAPIE" - 20. BIS 22. SEPTEMBER 2018 - BERLIN

Von der richtigen Wahl der Narkose bis hin zur "Wunderdroge Cannabis":

Breites Themenspektrum auf dem Kongress der Narkoseärzte in Berlin

Berlin. Narkoseärzte, Intensivmediziner, Notärzte, Schmerztherapeuten, Pflegekräfte und viele andere Interessierte treffen sich vom 20. bis zum 22. September 2018 zum "20. Hauptstadtkongress der DGAI für Anästhesiologie und Intensivtherapie" (HAI) in Berlin. Mehr als 3000 Besucher werden zu den über 200 Vorträgen, über 50 Workshops und über 50 Präsentationen erwartet.

Narkosen für Schwangere, Hüft-Operationen, Übergewichtige und Senioren

Themen auf dem Kongress der "Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI) sind diesmal unter anderem Besonderheiten einer Narkose bei Schwangeren, die Wahl des passenden Narkoseverfahrens zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks, Übergewicht und Narkose oder auch die richtige Vorbereitung des alten Menschen auf eine Operation.

In den Vorträgen zur Intensivmedizin geht es auf dem "HAI 2018" zum Beispiel um die Verhinderung eines Durchgangssyndroms bei Intensivpatienten und die Ermittlung mutmaßlicher Wünsche bei nicht-einwilligungsfähigen Patienten.

Wiederbelebung von Ertrunkenen

Die Notfallmediziner werden sich unter anderem mit der Wiederbelebung von Ertrunkenen und mit dem Einsatz einer Art Herz-Lungen-Maschine schon im Rettungsdienst befassen. Und bei den Schmerztherapeuten werden die Schmerztherapie nach Knie- und Schulteroperationen sowie die "Wunderdroge Cannabis" interessante Diskussionsthemen sein.

Patient kann selbst zur Narkose-Sicherheit beitragen

Das Motto des "HAI 2018" lautet: "Kompetent entscheiden". Wie der Kölner Anästhesist und Kongresspräsident, Professor Frank Wappler, erklärt, kann schon der Patient selbst einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Narkose leisten. Dem Narkosearzt sei sehr daran gelegen, den Patienten so früh wie möglich vor einer Operation kennenzulernen. Möglicherweise auch in Absprache mit dem Hausarzt solle er versuchen, möglichst viele aussagekräftige Unterlagen zum Narkosevorgespräch mitzubringen, sagt Wappler: "Das oberste Ziel für uns ist immer, dem Patienten nicht nur eine qualitativ hochwertige Anästhesie anbieten zu können, sondern vor allen Dingen auch eine höchstmögliche Sicherheit." (siehe auch nachfolgendes Interview)

Mehr als 16 Millionen Narkosen pro Jahr in Deutschland

Allein in deutschen Krankenhäusern werden pro Jahr mehr als 16 Millionen Narkosen durchgeführt. Der Anästhesist versteht sich dabei als Garant für die Sicherheit eines Patienten, den er vom Narkose-Vorgespräch durch die Operation und Narkose bis in den Aufwachraum und auf die Intensiv- oder Normalstation begleitet.

Vielfältiges Spektrum als Anästhesist

In den Fachverbänden "Berufsverband Deutscher Anästhesisten" (BDA) und "Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI) sind allein rund 28.000 Ärzte organisiert. Sie arbeiten als Anästhesisten im OP, versorgen Patienten auf der Intensivstation, rücken mit Blaulicht zu Notarzt-Einsätzen aus, bieten individuelle Therapien für Menschen mit akuten und chronischen Schmerzen an und übernehmen im Gesundheitswesen oft noch vielfältige andere Aufgaben.

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Der Text ist gesprochen auch als Audiodatei verfügbar, zum Beispiel für Radiobeiträge. Download unter: www.hai2018.de - "Presse"

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VERMITTLUNG VON INTERVIEWPARTNERN UND DREHORTEN SOWIE AKKREDITIERUNGEN ZUM "HAI 2018":

Dr. med. Christian Hermanns

Medienbetreuung "Berufsverband Deutscher Anästhesisten" (BDA) und "Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI)

Telefon: 0171 / 837 87 38

E-Mail: presse@dgai-ev.de

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Sicherheit in der Narkose durch gute Vorbereitung

Interview mit dem Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Krankenhaus Köln-Merheim, Professor Dr. med. Frank Wappler, Präsident des "20. Hauptstadtkongresses der DGAI für Anästhesiologie und Intensivtherapie"

(zum freien Abdruck und zur freien Verwendung)

- Wie sollte man sich als Patient auf eine Narkose vorbereiten und wie kann man als Patient dazu beitragen, dass die Narkose gut verläuft?

"Zum einen ist es für uns als Anästhesisten überaus wichtig, den Patienten gut zu kennen. Es geht zum Beispiel um ärztliche Vorbefunde, die Medikamente, die der Patient einnimmt, die Vorerkrankungen, Allergien und andere wesentliche Dinge. Manchmal sagt der Patient beim Erstkontakt: Habe ich nicht mitgebracht! Weiß ich nicht genau! Kann ich mich nicht daran erinnern! Also: Für uns ganz wichtig: Dass sich der Patient schon im Vorfeld darüber informiert, was er aus seiner medizinischen Geschichte mit uns besprechen kann, so dass wir ihn gesundheitlich besser einschätzen können. Das ist die eine Sache.

Die Patienten sollten außerdem wissen, dass wir ihnen natürlich das bestmögliche Anästhesieverfahren anbieten wollen! In manchen Fällen ist es durchaus möglich, unterschiedliche Anästhesieverfahren zur Auswahl zu stellen, zum Beispiel eine Allgemeinanästhesie oder eine Teilnarkose im Sinne einer rückenmarksnahen Narkose. Hier ist es natürlich wichtig für uns, wenn Patienten uns berichten können, ob irgendwelche spezifischen Dinge dagegen oder auch dafür sprechen könnten. Sämtliche Informationen, die wir vom Patienten bekommen können, sind für uns wertvoll, weil sie erleichtern uns die Planung einer Narkose.

Das oberste Ziel für uns ist immer, dem Patienten nicht nur eine qualitativ hochwertige Anästhesie anbieten zu können, sondern vor allen Dingen auch eine hohe oder höchstmögliche Patientensicherheit!"

- Wie kann sich der Patient denn am besten informieren, was für das Narkosevorgespräch wichtig ist? Soll er sich an den Hausarzt wenden?

"Es gibt natürlich die Möglichkeit, das Internet zu nutzen und sich zu informieren, zum Beispiel auf den Seiten des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten, unter www.sichere-narkose.de.

Es macht sicher Sinn, insbesondere wenn internistische Vorerkrankungen vorliegen, auch mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen. Und für uns ist es immer besonders gut, wenn wir den Patienten so früh wie möglich sehen. Das heißt idealerweise nicht erst ganz kurz vor der geplanten Operation, sondern möglichst ein bis zwei Wochen vorher, damit wir auch noch Zeit haben, bestimmte Fragen zu klären oder wenn nötig auch bestimmte Voruntersuchungen durchzuführen, ohne den Termin für die Operation zu gefährden."

- Muss man denn Angst vor einer Narkose haben?

"Nein, Angst sollte man nicht haben. Man sollte Respekt davor haben. Das ist ein Eingriff in die körperliche Integrität, so wie der chirurgische Eingriff ja letztendlich auch. Ich denke, die Patienten dürfen sich darauf verlassen, dass sie eine hochqualitative Betreuung erhalten durch uns Anästhesisten.

Die Narkose ist heute ein sehr, sehr sicheres Verfahren geworden. Die Komplikationsraten sind über die vergangenen Jahrzehnte drastisch zurückgegangen. Aber und das sage ich jedem Patienten, es gibt kein Null-Risiko auf dieser Welt. Es gibt immer spezifische Risiken. Über die klären wir die Patienten auch eingehend auf.

Wir bieten den Patienten hierbei auch die Möglichkeit, entsprechend Rückfragen zu stellen, wenn sie noch dazu Bedarf haben. Und wenn wir das gemacht haben, dann planen wir gemeinsam, welches das für den individuellen Patienten beste Verfahren ist, damit wir allen Punkten, die hier wichtig sind bei der Planung, auch entsprechend Rechnung tragen."

- Wie lange vor einer Narkose sollte man mit dem Rauchen aufhören?

"Rauchen ist ungesund, das weiß fast jeder. Nun hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Diskussionen gegeben, muss das Rauchen vor einer Narkose gestoppt werden und wenn ja, wie lange vorher.

Wir wissen heute, dass Rauchen zu Komplikationen an der Lunge führen kann im Rahmen von Narkose und Operation. Wenn man das sicher ausschließen will, müsste man eigentlich ein halbes Jahr vor einer geplanten Operation das Rauchen beenden. Das werden wohl nur sehr wenige schaffen. Wichtig ist, dass wir heute einschätzen können, dass viele der möglichen Komplikationen schon nach ein- bis zwei Wochen Rauchabstinenz gut behandelt werden können, beziehungsweise gar nicht mehr auftreten.

Also die klare Empfehlung ist, am besten den Nikotinabusus zu beenden und damit die Situation für einen geplanten Eingriff zu verbessern."

- Spannend ist auch die Frage, ob mein Kind, wenn es erkältet ist, aus Sicht des Anästhesisten überhaupt operiert werden kann?

"Wir wissen gut, dass diejenigen Kinder, die gerade eine Erkältung gehabt haben oder noch eine Erkältung aufweisen, eine höhere Komplikationsrate im Sinne von Atemwegsentzündungen erleiden können im Rahmen von Anästhesien und Operationen. Das heißt, wir empfehlen bei einer schwerwiegenden Erkältung mit wirklich eitriger Nasenentzündung und entsprechender Bronchitis, ein bis zwei Wochen mit einem geplanten Eingriff zu warten, bis das Kind wieder normale Bedingungen hat.

Eine Ausnahmesituation sind diejenigen Kinder, die von den Hals-Nasen-Ohren-Ärzten aufgrund von Polypen operiert werden: Diese Kinder sind eigentlich immer erkältet bis zu dem Zeitpunkt, an dem man die Polypen entnimmt. Also, hier ist die Operation genau genommen die Therapie der Erkältung und in diesen Fällen machen wir in aller Regel eine Ausnahme und lassen das Kind dann zur Operation zu."

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Dr. med. Christian Hermanns
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