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06.09.2018 – 06:35

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)

Viele Deutsche können keine Herzdruckmassage - "Woche der Wiederbelebung" 17. bis 23.09.18

Deutschland steht bei der Herzdruckmassage im internationalen Vergleich leider immer noch schlecht dar: Nur in etwas mehr als einem Drittel der Fälle wird die lebenswichtige Erste-Hilfe-Maßnahme ausgeführt. Die "Woche der Wiederbelebung" ab dem 17. September 2018 soll Abhilfe schaffen.

ZU IHRER FREIEN VERWENDUNG UND MIT DER BITTE UM VERÖFFENTLICHUNG:

Nürnberg. Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands kann das menschliche Gehirn höchstens fünf Minuten ohne Schaden überleben. Mit der "Woche der Wiederbelebung" vom 17. bis 23. September 2018 sollen Laienhelfer motiviert werden, bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Stillstand Herzdruckmassage auszuführen. Zahlreiche Veranstaltungen sind bundesweit geplant. Initiator ist die "Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI). Schirmherr ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Herzdruckmassage geht ganz einfach: Erst "prüfen", ob eine Bewusstlosigkeit vorliegt, dann über den "Notruf 112" Hilfe "rufen" und schließlich 100-mal pro Minute auf die Mitte des Brustbeins drücken.

Obwohl inzwischen in 40 Prozent der Fälle Laienreanimation ausgeführt wird, steht Deutschland im internationalen Vergleich noch schlecht dar.

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Übersicht über die Aktionen in der "Woche der Wiederbelebung" unter www.einlebenretten.de.

Hier liegen auch Audios und Videos zur freien Verwendung vor!

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Mitmachen bei der "Woche der Wiederbelebung" vom 17. bis 23. September 2018 in ganz Deutschland

Was ist die "Woche der Wiederbelebung"?

In der "Woche der Wiederbelebung" soll verstärkt auf die wenigen einfachen, aber lebenswichtigen Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung aufmerksam gemacht werden, die jeder ausführen kann. Zum Beispiel gehen Rettungsdienst-Mitarbeiter in dieser Woche verstärkt in Schulen und bringen den Schülern Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung bei. Notärzte bieten Bürger an Informationsständen in der Fußgängerzone an, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse zur Wiederbelebung aufzufrischen. Und in den Medien wird verstärkt über die Arbeit von Rettungsdiensten, über Forschung zur Reanimation und über das Schicksal geretteter Menschen berichtet.

Wer veranstaltet die Aktion?

Bei der "Woche der Wiederbelebung" handelt es sich um eine Initiative des "Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten" (BDA) und der "Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI) in Kooperation mit dem "German Resuscitation Council" (GRC) sowie der "Stiftung Deutsche Anästhesiologie". Die Aktion wurde 2012 ins Leben gerufen. Im Rahmen der Aktionswoche stellten 2013 fast 12.000 Schüler in Münster einen Rekord in Herzdruckmassage auf.

Wie funktioniert Wiederbelebung?

Wiederbelebung ist für Laien heute ganz einfach auszuführen. Drei Schritte sind zu beachten: "Prüfen": Den Patienten ansprechen und behutsam rütteln. "Rufen": Andere Helfer auf die Situation aufmerksam machen und die Notrufnummer 112 wählen. Und schließlich "drücken": Den Ballen der einen Hand auf die Mitte des Brustbeins setzen. Den Ballen der anderen Hand darauf legen. Dann 100-mal pro Minute den Brustkorb etwa fünf Zentimeter herunterdrücken. Geschulte Helfer sollen die Mund-zu-Mund-Beatmungen im Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen durchführen.

Wie schnell muss mit der Wiederbelebung begonnen werden?

Das menschliche Gehirn ist auf Sauerstoff angewiesen. Nach drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff sterben die Gehirnzellen unwiederbringlich ab. Es drohen Behinderung und Tod. Deshalb ist es entscheidend, bei einem Kollaps dem Patienten direkt zu helfen und bei Bedarf mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Der Laie muss vorher nicht den Puls tasten und muss auch keine Mund-zu-Mund-Beatmung ausführen. Benötigt der Patient keine Herzdruckmassage, wird er sich regen.

Wie gut ist Deutschland in Wiederbelebung?

Durch Laienreanimation, die Arbeit professioneller Retter und spezialisierte Behandlungen in den Krankenhäusern können heutzutage in Deutschland mehr als zehn Prozent aller Patienten nach einem Herz-Kreislaufstillstand ohne größere Schäden wieder am Leben teilnehmen. Diese Zahl ließe sich aber noch weiter steigern, hätten mehr Menschen mehr Mut und Kenntnisse, die Herzdruckmassage anzuwenden.

Wer beteiligt sich an der "Woche der Wiederbelebung"?

Zahlreiche Einrichtungen landauf landab sind in der "Woche der Wiederbelebung" mit dabei: Kindergärten, Feuerwehren, Betriebe und Verwaltungen, neben zahlreichen Rettungsdiensten und Krankenhäusern. Auf der Internetseite "www.einlebenretten.de" können sich alle Interessierten über die "Woche der Wiederbelebung" und das Programm informieren.

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
Dr. med. Christian Hermanns
Öffentlichkeitsarbeit
Roritzerstraße 27
90419 Nürnberg
Telefon: 0171 / 837 87 38
E-Mail: presse@dgai-ev.de