Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)

Anästhesisten fordern für Telematik mehr Zeit und Wettbewerb (Wiederholung)

Die ambulant tätigen Anästhesisten in Deutschland fühlen sich bei der geplanten Einführung moderner Telematik gegängelt. Sie können nur ein Gerät zum Datenaustausch nutzen und stehen unter Zeitdruck. Jetzt fordern sie Anpassungen

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Dr. med. Christian Hermanns

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PRESSEMITTEILUNG

Anästhesisten fordern für Telematik mehr Zeit und Wettbewerb

Berlin. Die ambulant tätigen Anästhesisten in Deutschland fühlen sich bei der geplanten Einführung moderner Telematik gegängelt: Sie sind - bis auf einige Ausnahmen - verpflichtet, sich bis Ende des Jahres am erweiterten Datenaustausch im deutschen Gesundheitswesen zu beteiligen, wie die niedergelassenen Kollegen in anderen Fachbereichen auch. Die Telematik soll ermöglichen, dass Patientendaten von allen relevanten Stellen zügig verschickt, abgerufen und eingesehen werden können.

Wie Jörg Karst, Vertreter der ambulant und vertraglich tätigen Narkoseärzte im "Berufsverband Deutscher Anästhesisten" (BDA), erläutert, sind die Ärzte dabei gezwungen, für den Anschluss an das System einen ganz bestimmten Konnektor zu kaufen, der bislang nur von einem einzigen Unternehmen angeboten wird. Wettbewerb finde nach Karsts Worten hier nicht statt. Wie aus Ärztekreisen zu hören sei, gebe es außerdem große Probleme bei der Einführung der Technik, zum Beispiel durch Lieferengpässe und defekte Apparate. Für Karst und seine Kollegen nimmt die Verärgerung weiter zu, weil der Konnektor für einen Arzt immer teurer wird, je länger er mit der Bestellung wartet. Ihm werden dann nämlich Fördergelder gekürzt.

Karst fordert nun von den gesetzlichen Krankenkassen, dass die Frist zur Einführung der neuen Technik vom 1. Januar 2019 auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird. Außerdem verlangen die ambulant tätigen Anästhesisten eine gleichbleibend hohe Förderung zur Anschaffung der Konnektoren. Schließlich übernähmen sie mit dem neuen System auch einen großen Teil der Verwaltungsaufgaben der gesetzlichen Krankenkassen.

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