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Neuwagenmarkt 2017: Autokäufer verbannen den Diesel aufs Land

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In 2017 nahm das Kaufinteresse von Neuwagenkäufern für Dieselfahrzeuge weiter ab und erreichte einen neuen Tiefpunkt. Insbesondere die Bewohner deutscher Großstädte gehen deutlich auf Distanz zum Diesel. Welche Unterschiede in der Nachfrage zwischen den Metropolregionen sowie zwischen Stadt und Land existieren, hat der Neuwagenvermittler MeinAuto.de in einer Analyse des Neuwagenmarktes 2017 ausgewertet. Die angehängte Pressemitteilung steht Ihnen neben der Infografik zur freien Verfügung (Quellenangabe: MeinAuto.de). Bei Fragen oder für weitere Informationen kontaktieren Sie mich gerne.

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Sebastian Blens

Neuwagenmarkt 2017: Autokäufer verbannen den Diesel aufs Land

Kaufinteressenten aus Berlin fragten online in 2017 nur noch zu 17 Prozent einen Diesel nach. Im ländlichen Raum war die Nachfrage noch fast doppelt so hoch.

Die Autokäufer in den vier Millionenstädten in Deutschland nahmen in 2017 deutlich Abstand vom Diesel. Interessenten im ländlichen Raum gehen etwas zurückhaltender auf Distanz. Während die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen über das Internet im vergangenen Jahr in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg, Köln (Metropolregion Rhein-Ruhr) und München in einem bemerkenswerten Ausmaß einbrach, war die Ablehnung des Selbstzünders in den untersuchten Regionen im ländlichen Raum - Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Mitteldeutschland (150 Kilometer Radius um Bad Hersfeld) - deutlich geringer. Insbesondere in der Hauptstadt sind Dieselfahrzeuge allerdings kaum noch gefragt. Das Zehn-Punkte-Programm zur Luftreinhaltung des Berliner Senats trifft daher wohl den Nerv der Berliner.

"Wir spüren insbesondere unter den Autokäufern in den von Fahrverboten bedrohten Ballungsräumen eine starke Verunsicherung und die Abkehr vom Diesel. Hier verfestigt sich die Erkenntnis, dass es für die Mobilität in Städten bessere Alternativen gibt", sagt Alexander Bugge, Geschäftsführer von MeinAuto.de.

Nur noch gut 17 Prozent der Berliner wollen einen Diesel

In den großen Ballungsräumen Deutschlands wird den Entscheidungsträgern von Politik und Industrie derzeit die Entscheidung für Fahrverbote von den Autokäufern vorweggenommen. Die Berliner Bürger zeigen mit einer durchschnittlichen Dieselnachfrage in 2017 über das Internet von gerade noch 17,21 Prozent besonders deutlich ihre Abneigung gegenüber der einst als sauber geschätzten Technologie. Überdurchschnittliches Interesse zeigen die Hauptstädter jedoch an Elektro- und Hybridfahrzeugen. Mit 5,71 Prozent über das gesamte letzte Jahr liegt die Nachfrage im Berliner Großraum mehr als ein Prozentpunkt über dem Bundesdurchschnitt. Auch in den Großräumen Hamburg und Köln - für letzteren wurde in der Untersuchung die dichtbesiedelte Europäische Metropolregion Rhein-Ruhr mit 10 Millionen Einwohnern berücksichtigt - lag die Nachfrage für Diesel-Pkw online unter 20 Prozent. Mit einer durchschnittlichen Dieselnachfrage von fast 22 Prozent über das Internet in 2017 straften die Münchner die Dieseltechnologie milder ab als die Autokäufer aus der Hauptstadt. Dennoch drückt auch dieser Wert eine deutliche Skepsis der Verbraucher aus. Zudem interessieren sich die Münchner Einwohner verstärkt für elektrifizierte Alternativen - 5,37 Prozent Elektro- und Hybridnachfrage.

Auf dem Land hat der Diesel noch Kredit

Außerhalb der dichter besiedelten Ballungsräume Deutschlands wollen die Interessenten noch nicht vollständig auf die verbrauchsärmeren Dieselfahrzeuge verzichten. Im nördlichen Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern bevorzugen noch knapp 31 Prozent ein Fahrzeug mit Dieselantrieb. Eine unterdurchschnittlich hohe Nachfrage über das Internet kann hier für elektrische Antriebe verzeichnet werden - lediglich 3,6 Prozent aller Interessenten fragen diese Alternative nach. Vergleichbare Werte ergeben sich aus der Nachfrageanalyse Mitteldeutschlands. 29,05 Prozent der Einwohner der ländlich geprägten Region im Herzen der Republik entschieden sich in 2017 noch für einen Selbstzünder.

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Sebastian Blens
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