Deutscher Raiffeisenverband

Wettbewerbsfähigkeit und BSE-Folgekosten: DRV-Präsidium diskutierte mit Ministerin Künast

    Berlin (ots) - Das Präsidium des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) traf zu einem Meinungsaustausch mit Renate Künast, Ministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, zusammen. DRV-Präsident Manfred Nüssel verwies auf die engen internationalen Verflechtungen und den scharfen Wettbewerb, denen die Vermarkter von landwirtschaftlichen Produkten ausgesetzt sind. Deshalb würden die mit der Agrarwende angekündigten zusätzlichen Auflagen und Standards die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen untergraben.

    Mit Sorge und Unverständnis betrachten die Genossenschaften den monatelangen Streit zwischen Bund und Ländern über die Verteilung der BSE-Folgekosten. Seit einem halben Jahr warten die Unternehmen auf die Entscheidung und Umsetzung des mehrfach in Aussicht gestellten Wertausgleichs und die Entsorgung tiermehlhaltiger Altbestände von Futtermitteln. Ministerin Künast kündigte baldige Gespräche ihres Ministeriums mit der Futterwirtschaft an, bei denen neben den BSE-Folgekosten auch politische Fragen geklärt werden sollen.

    Die Bundesministerin erläuterte ihre Pläne zur Einführung von Qualitätssiegeln für Lebensmittel. Bei Ökoprodukten sind die Vorbereitungen bereits weit fortgeschritten, sodass dieses Siegel bald vorgestellt werden soll. Das Qualitätssiegel für konventionell erzeugte Produkte soll ein hohes Niveau der Lebensmittelsicherheit gewährleisten, das auf kettenübergreifenden Maßnahmen des Qualitätsmanagements basiert.

    In der Diskussion mit den DRV-Präsidiumsmitgliedern wurden die praxiserprobten Maßnahmen der Genossenschaften zur Qualitätssicherung vorgestellt sowie das Verhältnis von Eigenkontrolle der Wirtschaft und staatlicher Kontrolle diskutiert. Frau Künast zeigte sich offen für Anregungen aus der Wirtschaft und will diese Erfahrungen bei ihren weiteren Überlegungen berücksichtigen.

    Nüssel sagte der Politikerin Unterstützung zu bei ihren Bemühungen, den vorsorgenden Verbraucherschutz und die Lebensmittelqualität zu verbessern. Dabei kann sie auf die Raiffeisen-Genossenschaften zählen, die mit ihren engen Bindungen zu den landwirtschaftlichen Erzeugern bereits heute den lückenlosen Herkunftsnachweis der Rohstoffe sowie kurze Produktions- und Vermarktungswege praktizieren. Erzeugung und Vermarktung müssen nun mit politischer Unterstützung noch enger als bisher verzahnt werden, um Rückverfolgbarkeit und Herkunftsnachweis sicherzustellen.


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