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Studio Hamburg trauert um seinen Gründer Professor Gyula Trebitsch

    Hamburg (ots) - Hamburg, 12. Dezember 2005. Studio Hamburg trauert um Professor Gyula Trebitsch. Der Gründer von Studio Hamburg ist heute, Montag, 12. Dezember, im Alter von 91 Jahren in Hamburg verstorben. "Gyula Trebitsch ist eine der herausragenden Produzenten-Persönlichkeiten in Deutschland. Er wird uns auch als Mensch immer Vorbild bleiben",  sagt Dr. Martin Willich, Vorsitzender der Geschäftsführung Studio Hamburg.

    Nach schwerstem Leid hatte sich Professor Trebitsch nach dem Zweiten Weltkrieg dennoch für Deutschland und Hamburg entschieden. Unvergessen sind seine zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, mit denen er Millionen von Zuschauern beeindruckt hat. Dr. Martin Willich: "Der Film- und Fernsehstandort Hamburg verdankt ihm sehr viel und ist ohne ihn kaum vorstellbar."

    Gyula Trebitsch wurde am 3. November 1914 in Budapest geboren. Ein Bruder kam auf dem Weg in ein Konzentrationslager ums Leben, der zweite starb im KZ Mauthausen. Gyula Trebitsch musste jüdischen Arbeitsdienst leisten und wurde u.a. an der Ostfront eingesetzt. Zu Kriegsende war er im KZ Wöbbelin bei Ludwigslust inhaftiert. Die Eltern von Gyula Trebitsch überlebten den Holocaust und wanderten später nach Israel aus.

    Als Volontär der UFA-Niederlassung in Budapest kam Trebitsch 1932 ins Filmgeschäft. Im Zuge der "Arisierung" wurde er 1938 entlassen. Nach dem zweiten Weltkrieg gründete er 1947 gemeinsam mit Walter Koppel die "Real-Film", aus der später Studio Hamburg hervorging. Unter seiner Verantwortung entstanden Produktionen wie "Der Hauptmann von Köpenick" mit Heinz Rühmann und "Des Teufels General" mit Curt Jürgens, die heute zu den Klassikern den deutschen Films gehören. Besonders das Fernsehen profitierte von seiner Kreativität: Serien und Reihen wie "Die Geschwister Oppermann", "Diese Drombuschs" und "Mit Leib und Seele" gehörten zu den Höhepunkten im deutschen Fernsehen.

    Die Real-Film wurde 1960 in Studio Hamburg umbenannt, Trebitsch hatte bereits 80 Prozent seiner Firma an das NDR Werbefernsehen verkauft. Bis 1980 blieb er Vorsitzender der Geschäftsführung von Studio Hamburg. "Gyula Trebitsch hatte ein Herz für Künstler, das richtige Gespür für Stoffe und großes kaufmännisches Geschick. Er war eine einmalige Größe", so Martin Willich.

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