Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von TK Techniker Krankenkasse

13.06.2005 – 11:07

TK Techniker Krankenkasse

TK-Gesundheitsreport: Arbeitslose bekommen 20 Prozent mehr Medikamente verordnet als Beschäftigte

    Hamburg (ots)


    - Querverweis: Grafik wird über obs versandt und ist unter
        http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=ogs abrufbar -

    Arbeitslose haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 20 Prozent mehr Medikamente verschrieben bekommen als Berufstätige. Dies geht aus dem Gesundheitsbericht hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute veröffentlicht hat. Der Bericht analysiert jährlich die Daten zur Arbeitsunfähigkeit und zu den Arzneimittelverordnungen der über 2,4 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen (Beschäftigte und Arbeitslose zwischen 15 und 65 Jahren).

    Nach Angaben der TK bekam jeder Beschäftigte im vergangenen Jahr durchschnittlich 141 Tagesdosen (empfohlene Tageseinnahme eines Präparates) verordnet, während in der Gruppe der Arbeitslosen bei jedem Versicherten durchschnittlich 170 Tagesdosen auf den Rezepten standen.

    Dr. Christoph Straub, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstandes:

    "Das Volumen ist erschreckend hoch. Es zeigt, dass Arbeitslose ein Arzneivolumen verschrieben bekommen, das statistisch gesehen dazu ausreicht, dass jeder Zweite täglich ein Medikament einnimmt."

    Der größte Teil aller Verordnungen entfällt auf Präparate zur Behandlung von Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen, Hormonpräparate sowie Medikamente gegen Atemwegserkrankungen. Auffällig hoch ist auch das Volumen von Antidepressiva-Verordnungen. Über 276 000 Packungen (13,8 Mio Tagesdosen) wurden den TK-versicherten Erwerbspersonen im vergangen Jahr insgesamt zur Behandlung von Depressionen verschrieben. Nach Angaben der Krankenkasse ist jedoch nicht nur die Gesamtzahl der Verschreibungen chemischer Antidepressiva angestiegen, sondern auch der Anteil der betroffenen Patienten größer geworden: 3,2 Prozent der bei der TK versicherten Beschäftigten, d.h. jeder Dreißigste, hat im vergangenen Jahr ein Medikament gegen Depressionen verschrieben bekommen. Arbeitslose sind fast doppelt so häufig betroffen, fast sechs Prozent, also jeder 17. hat ein entsprechendes Rezept erhalten.

    "Diese Daten zeigen uns, dass wir auch weiterhin Angebote schaffen müssen, die die seelische Gesundheit unserer Versicherten stärken. Neue Angebote müssen auch auf die besonderen Belange arbeitloser Menschen ausgedehnt werden," so Straub.

    Die TK hat in den letzten Jahren bereits mehrere Projekte zur seelischen Gesundheit initiiert. Neben Informations- und Kursangeboten stehen den Versicherten regelmäßig Experten-Hotlines, Online-Gesundheits-Tests und Chatforen zur Verfügung.

    Für Patienten mit manifesten und schwerwiegenden Depressionen sorgt die TK zudem in verschiedenen Modellvorhaben für eine bessere medizinische Betreuung. Als Beispiel nannte Straub das "Modellvorhaben Qualitätsmonitoring in der ambulanten Psychotherapie" in Westfalen-Lippe und das "Modellvorhaben nachstationäre Schizophrenie-Versorgung" in Düsseldorf.

    Der diesjährige Gesundheitsbericht bietet einen Fünf-Jahres-Rückblick über die Trends 2000 bis 2004 bei Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen. Der Bericht und Infografiken zu den wichtigsten Trends stehen unter www.tk-online.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Für Rückfragen:  Dorothee Meusch, Pressesprecherin Tel. 040 - 6909 -1783, Fax 040 - 6909 - 1353, E-Mail: Dorothee.Meusch@TK-online.de

Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: TK Techniker Krankenkasse
Weitere Meldungen: TK Techniker Krankenkasse