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04.01.2000 – 11:01

TK Techniker Krankenkasse

Gefahr durch chinesische Kräuter - erste Todesfälle in Belgien

    Hamburg(ots)

Von chinesischen Kräutern können schwerwiegende Gesundheitsgefahren ausgehen.  "Es liegen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen vor, die über ernste gesundheitliche Schäden bei der Verwendung von solchen Kräutern berichten", sagt Dr. med. Birgitta Weltermann von der Techniker Krankenkasse (TK). In Belgien sind bereits mehr als 100 Fälle von Nierenversagen bekannt geworden, die durch chinesische Kräuter verursacht wurden. In über 30 Fällen kam es zu einem tödlichen Verlauf. Bei den Überlebenden wurde in der Folge ein erhöhtes Krebsrisiko beobachtet, berichtete die renommierte britische Medizinzeitschrift "The Lancet".  Auch in Deutschland sind bereits die Nieren eines Patienten nachhaltig durch chinesische Kräuter geschädigt worden.

    Gefahren lauern aus mehreren Gründen: Zum einen können die Kräuter in erheblichem Maß mit Pestiziden, Insektiziden und Schimmel verunreinigt sein. Zum anderen werden einigen so genannten "Kräutermischungen" aus Fernost auch bis zu 30 Prozent mineralische und tierische Produkte beigemischt. Besonders asiatische Pflanzenpräparate, die vom "grauen Markt" stammen, sind häufig kontaminiert. Die Liste reicht von Arsen über Cadmium, Blei, Quecksilber, Thallium bis zu Zink, berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

    Zudem erhält der Patient häufig keinerlei Informationen über den Wirkstoff- gehalt der Kräutermischungen. Selbst Ärzten, die diese Kräutermischungen verschreiben, liegen diese Informationen oft nicht vor. So schwanken die Inhaltsstoffe verschiedener Chargen einer gleichen Teezubereitung um bis zu 500 Prozent. Der Grund: Je nach Wachstumsbedingungen wie Bodenbeschaffenheit, Sonneneinstrahlung oder Feuchtigkeit variiert auch der Wirkstoffgehalt einer Pflanze. Chinesische Kräuterzubereitungen haben weder in Deutschland, noch in der EU, noch in einem anderen hochindustrialisierten Land eine arzneimittelrechtliche Zulassung. Die Herstellung und Verarbeitung unterliegt somit keiner staatlichen Kontrolle, wie es bei anderen Arzneimitteln üblich ist.

    "Der weit verbreitete Glaube, pflanzliche Arzneimittel seien frei von Neben- wirkungen, ist falsch. Häufig sind sie weder 'sanft' noch 'natürlich' im Hinblick auf die starke Kontamination", warnt Weltermann. Insgesamt sei die Verwendung chinesischer Kräuter als nicht unbedenklich einzustufen.

ots Originaltext: Techniker Krankenkasse
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

Für Rückfragen: Dorothee Becker, Pressesprecherin,
Tel.: 040 / 6909-1783

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