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52.000 Kilometer in knapp neun Monaten - Start der längsten Busreise der Welt - Von Freiburg aus geht es mit einer SETRA Comfort Class 500 einmal komplett um den Globus (BEITRAG MIT O-TÖNEN)

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Freiburg (ots) - Anmoderation:

Einmal die Welt umrunden, das ist für viele Abenteuer-Lustige und Globetrotter ein ganz großer Traum. Die meisten Menschen, die dann tatsächlich auf Weltreise gehen, nehmen in der Regel das Flugzeug. An den Bus denken die wenigsten. Dabei lässt sich auf dem Landweg viel mehr von der Welt entdecken. Das hat sich auch der Freiburger Reiseveranstalter "Avanti-Reisen" gedacht und hat heute (08.04.13) eine SETRA Comfort Class 500 mit 18 Passagieren an Bord auf die längste Busreise der Welt geschickt. Zuerst geht es über die Seidenstraße Richtung China, dann geht es mit der Fähre nach Alaska und von dort aus die gesamte Panamericana entlang bis ins argentinische Ushuaia. Knapp neun Monate ist der SETRA S 515 HD durch verschiedene Klimazonen und auf zum Teil abenteuerlichen Straßen im Dauereinsatz. Das stellt auch den Bus vor große Herausforderungen. Der Deutschland-Vertriebsleiter von SETRA, Heinz Friedrich erklärt, wie ein Bus für solch eine lange Reise ausgestattet sein muss:

O-Ton Heinz Friedrich

Entscheidend ist, wenn man so lange im Bus sitzt, zunächst ein gutes Klima im Innenraum hat. Dazu muss die Luft anständig zirkulieren und die Temperatur muss stimmen. Ganz entscheidend ist auf der anderen Seite dann auch, dass der Sitzabstand des Fahrzeugs ordentlich ist. Es müssen gute Sitze sein, mit hoher Beinfreiheit für die Passagiere. Und letztendlich braucht das Fahrzeug einen herausragenden Federungskomfort, denn es gibt halt sehr unterschiedliche Strecken und da muss das Fahrzeug eine sehr, sehr gute Federung mitbringen. Und ich denke, dieses Fahrzeug bietet rundum genau das richtige Package: es ist ausgewogen, es ist sicher und komfortabel und darauf kommt es am Ende an. (0:35)

Insgesamt wird der Bus 52.000 Kilometer zurücklegen. Knappe neun Monate wird das Abenteuer für Mensch und Fahrzeug dauern. Und ganz nebenbei wird damit ein Weltrekord aufgestellt. Avanti-Reisen Geschäftsführer Hans-Peter Christoph fährt seine Passagiere gemeinsam mit einem weiteren Busfahrer und einem Mechaniker selbst um die Welt. Reisebus-Fahrten nach China oder in den Iran stehen bei dem Freiburger Unternehmen schon länger im Angebot, die Reise durch ganz Amerika ist aber auch für Hans-Peter Christoph ein großes Abenteuer und absolutes Neuland:

O-Ton Hans-Peter Christoph

Ich denke, schon in Mittelamerika wird es sehr abenteuerlich, aber auch Südamerika ist spannend. Durch die Anden zu fahren, finde ich ganz toll, ich meine, wir haben hier Erfahrungen mit den Alpen, ich denke, Passstraßen werden mich jetzt nicht groß schocken, aber ich weiß jetzt nicht, wie dort die Zustände der Straßen sind, ob das alles so wunderbar geht, wie hier. Ich habe mir sagen lassen, es funktioniert, aber ich bin trotzdem gespannt. Und einige Kilometer sind auch nicht asphaltiert dann im Süden von Südamerika und da bin ich dann auch gespannt wie sich das dann fahren lässt vom Bus her und wie schnell man jetzt fahren kann auf solchen Pisten, aber ja, wir werden sehen. (0:33)

Die Strecke ist gespickt mit vielen Highlights. Auf der Seidenstraße geht es am heiligen Berg Ararat vorbei, dann geht es durch die schwarze Wüste Gobi und an der chinesischen Mauer vorbei. Entlang der Panamericana liegen schneebedeckte Berge wie der Mount McKinley in Alaska, tiefe Täler wie das Death Valley, grüne Dschungel sowie Vulkane, die Karibik, uralte Kulturen und hochmoderne Städte. Auf den Sehenswürdigkeiten liegt bei dieser Reise aber nicht der absolute Schwerpunkt, denn so eine Busreise hat ihren ganz eigenen Charme, so Hans-Peter Christoph:

O-Ton Hans-Peter Christoph

Es geht mir vor allen Dingen darum, dass wir langsam reisen. Das heißt, wenn wir jetzt in Isfahan zum Beispiel sind, dann haben wir drei Tage Zeit, um die Stadt zu erleben, um zu sehen und auch Freizeit zu haben, damit man auch allein und ohne Gruppe mit den Menschen in Kontakt kommen kann. Das ist mir ganz wichtig, dass man das Programm nicht nur jetzt abhakt, sondern dass jeder, der dabei ist auch die Möglichkeit hat, seine individuellen Erfahrungen zu machen. Und ich weiß von den vorhergehenden Reisen, dass die alle total begeistert sind von den Leuten und auch davon, dass sie eingeladen werden, dass sie wirklich in Kontakt kommen mit den Leuten und das es einfach eine spannende Tour ist, die man sonst auf diese Art in einer Gruppenreise selten erlebt, weil man sonst immer viel zu voll gestopft wird mit dem Abhaken von Sehenswürdigkeiten. (0:45)

Interessant bei dieser Reise ist auch der Umweltaspekt. Schließlich ist der Reisebus nachweislich das klimaschonendste Verkehrsmittel der Welt. Zum Vergleich: Die Emissionen, die bei dieser Reise pro Gast entstehen, würde ein einzelner Urlauber schon bei einem Urlaubsflug nach Ägypten verursachen. Und selbst die Bahn wird in Sachen Umweltverträglichkeit vom Reisebus abgehängt. Warum das so ist, erklärt SETRA-Vertriebsleiter Heinz Friedrich:

O-Ton Heinz Friedrich

Nun zum einen ist so ein Bus natürlich deutlich leichter als ein Zug. Und zum anderen müssen Sie sich vorstellen, so eine moderne Diesel-Maschine in so einem Bus, die braucht 20, 25 Liter pro 100 Kilometer. Und wer die Verbräuche aus den PKWs kennt, da ist man froh, wenn man vielleicht mal drei, vier, fünf Liter pro hundert Kilometer verbraucht. Aber in so einem Bus sitzen eben dreißig bis vierzig Passagiere und so kommen sehr schnell sehr effiziente CO2-Werte zusammen. (0:27)

Die Reise ließ sich in fünf verschiedenen einzelnen Etappen buchen, von denen für die Panamericana auch noch einige Plätze frei sind. Die 18 Passagiere, die heute Morgen in Freiburg gestartet sind, fahren bis nach Almaty oder Shanghai. Nur eine Mitfahrerin geht auf die komplette Tour bis ins argentinische Ushuaia. Bei der Abfahrt waren die Weltreisenden voller Vorfreude, sie gehen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen auf die abenteuerliche Busreise:

Umfrage Reise-Teilnehmer

Ich erwarte mir von der Reise einmal viele neue Erlebnisse, vor allem auch fremde, weil das ja auch Länder sind, die man als Einzelreisender wohl kaum bereisen wird, einfach wegen der diktatorischen Situation und ich finde es einfach ganz spannend. Hoffe auch, dass wir auch persönliche Erlebnisse haben, auch so ein bisschen außerhalb des Busses. / Also, ich gehe nicht mit der Erwartung rein, das muss jetzt besonders toll werden oder da muss es besonders toll sein, weil man muss es einfach auf sich zukommen lassen, weil diese anderen Sachen mit dieser Erwartungshaltung, da wird man auch enttäuscht. / Es wird wahrscheinlich sein, dass ich mir einen Teppich unterwegs kaufe, weil ich habe so eine Teppichmacke und das ist eigentlich alles und inspiriert bin ich eigentlich immer noch, weil als kleiner Junge habe ich fünfmal "Dschingis Khan und die goldene Horde" im Kino gesehen und ich wollte immer mal in die Gegend und nun mache ich es. / Das sind so Kindheitsträume, ich hatte, das klingt jetzt vielleicht witzig, einen Erdkundelehrer, der uns sehr viel von diesen Gegenden erzählt hat und auch immer vorgelesen hat und da dachte ich immer, da möchte ich mal hin und jetzt kann ich es eben machen. (0:58)

Für den Geschäftsführer von Avanti Reisen, Hans-Peter Christoph geht mit dieser Reise ein Traum in Erfüllung. Seit mehr als einem Jahr war er mit den Vorbereitungen beschäftigt. Und was hat er sich kurz vor der Abfahrt gewünscht?

O-Ton Hans-Peter Christoph

Ich hoffe, dass einfach nichts passiert, egal wie, kein Unfall, dass keine Panne eintritt und deswegen klopfe ich jetzt einfach mal auf Blech und auf Holz und auf das Plastik und ich klopfe jetzt hier auf Metall und hoffe einfach, das wir einfach eine tolle entspannte neunmonatige Reise haben. (0:16)

Mit einer leichten Verspätung von zehn Minuten ging die Reise dann vor ungefähr 50 Zuschauern in Freiburg heute Morgen gegen 8:10 Uhr los. Um die 10 Minuten wieder einzuholen, bleibt in den nächsten Monaten genug Zeit. Aber um ein schnelles Ankommen geht es bei der längsten Busreise der Welt sowieso nicht, schließlich gilt das Motto: die Reise ist das Ziel. Gute Fahrt!

O-Ton Busabfahrt (Bushupen)

Abmoderation:

In Freiburg hat heute Morgen die längste Busreise der Welt begonnen. Ein hochmoderner SETRA-Reisebus der Comfort-Class 500 bringt die Passagiere sicher durch 26 Länder. Insgesamt legt er dabei 52.000 Kilometer zurück und erreicht sein Ziel in Patagonien am 22. Dezember.

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