Odeon Film AG

Odeon Film: Ergebnis 2000 deutlich besser als prognostiziert - Überschreiten der Gewinnschwelle noch in 2001 erwartet

    München/Geiselgasteig (ots) - Die Odeon Film AG, Geiselgasteig,
kann für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2000 nach vorläufigen,
ungeprüften Zahlen ein Umsatzplus von 36% auf 46,0 (i.Vj.: 33,8) Mio.
Euro und einen Anstieg der Gesamtleistung um 33% auf 48,8 (i.Vj.:
36,7) Mio. Euro verbuchen. Damit hat der TV- und Kinofilmproduzent
seine Umsatzprognosen vom Mai 2000 um 14% und die geplante
Gesamtleistung um 6% übertroffen.
    
    Mit einem EBIT von -1,6 (i.Vj.: 0,1) Mio. Euro liegt Odeon Film um
mehr als 50% über den bereits im November 2000 angehobenen
Erwartungen. Auch das Ergebnis vor Steuern übertraf mit -1,0 (i.Vj.:
-1,6) Mio. Euro im Berichtsjahr die Voraussagen.
    
    "Im Fernsehbereich haben wir das IAS-Segmentergebnis um über 400%
auf 3,2 Mio. Euro gesteigert", freute sich Dr. Andreas Pres,
Vorstandssprecher der Odeon Film AG, bei der Erläuterung der Zahlen
am 16. März in einem Pressegespräch in München. Weiterhin haben
deutlich geringere Verluste im Internetbereich und ein höheres
Finanzergebnis zum Übertreffen der Planzahlen beigetragen.
    
    Fernsehproduktion: Positiver Verlauf
    
    Im einzelnen entwickelte sich das Geschäft der Fernsehproduktion,
dem umsatzstärksten Konzernbereich unter der Leitung von Hans Joachim
Mendig, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 sehr positiv. "Mit ARD,
ZDF, RTL und SAT.1 zählten erneut die bedeutendsten Fernsehstationen
zu unseren Kunden", hob Dr. Pres hervor. Die Dreharbeiten für alle
sechs aktuellen Serien ("Ein Fall für zwei", "Die Kommissarin",
"Wolffs Revier", "Der Ermittler", "SK Kölsch" und "Der Puma")
verliefen nach Plan. Die acht Folgen der ersten in Europa
produzierten Martial-Arts-Serie "Der Puma" wurden von Anfang November
bis Ende Dezember 2000 auf RTL gesendet.
    
    Für "Die Kommissarin" (ARD) ging Hannelore Elsner in der vierten
Staffel wieder im Großstadtdschungel von Frankfurt auf
Verbrecherjagd. Und der Krimi-Klassiker "Ein Fall für zwei" konnte
seine Erfolgsserie (im Durchschnitt über 20 % Marktanteil) zum Ende
des Jahres mit neuen Folgen fortsetzen, mit Rechtsanwalt Dr. Lessing
(Paul Frielinghaus) als neuem Partner von Privatdetektiv Josef Matula
(Claus Theo Gärtner). Die am 10. März ausgestrahlte Folge war mit
8,77 Mio. Zuschauern die erfolgreichste Krimi-Episode des deutschen
Fernsehens in 20001. Gleichzeitig kürte das Publikum den Dauerbrenner
zur "beliebtesten Serie des deutschen Fernsehens"2.
    
    Insgesamt wurde die Marktführung bei Krimiserien im TV-Bereich
gefestigt. Die Zahl der produzierten Sendeminuten konnte im
Berichtszeitraum um 24% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
    
    Der positive Geschäftsverlauf in 2000 spiegelt sich auch in den
vorläufigen Umsatz- und Ertragszahlen wider. So erhöhte sich der
Umsatz mit Fernsehproduktionen gegenüber dem Vorjahr um 32% auf 38,9
(i.Vj.: 29,5) Mio. Euro. Innerhalb des Konzerns trug der
Fernsehbereich damit rund rd. 85% zum Gesamtumsatz bei. Das operative
Ergebnis nahm auf 3,2 (i.Vj.: 0,6) Mio. Euro zu.
    
    Spielfilmproduktion: 2000 Jahr des Aufbaus
    
    Produktionsausweitung und Internationalisierung prägten im
Geschäftsjahr den Konzernbereich Spielfilmproduktion. Dazu gehören
die Dreharbeiten von "Der Jude und das Mädchen" mit Deutschlands
erfolgreichstem Regisseur Joseph Vilsmaier. Die Hauptrollen spielen
Michael Degen, Suzanne von Borsody und Franziska Petri, neben einem
Staraufgebot um Dietmar Schönherr, Kai Wiesinger, Alexandra Maria
Lara, Jochen Nickel, Andrea Sawatzki, Axel Milberg, Rüdiger Vogler
und Jürgen Schornagel.
    
    Die deutsch-französische Co-Produktion "Mortel Transfert" unter
der Regie des Kultfilm-Regisseurs Jean-Jacques Beineix ("Diva",
"Betty Blue") wurde abgeschlossen. "Mortel Transfert" wird für "Odeon
Pictures International" über Bavaria Film International außerhalb des
französischen und des US-Marktes weltweit vertrieben.
    
    Unter der Regie von Clare Peploe entstand im toskanischen Lucca
"The Triumph Of Love" - die neue Produktion von Bernardo Bertolucci.
Neben Bertoluccis Produktionsfirma Fiction Film, Rom, und der
renommierten britischen Recorded Picture Company des Produzenten
Jeremy Thomas ist an dem Film die Odeon Pictures GmbH, München,
zusammen mit dem Weltvertrieb HanWay Films, London, als Partner
beteiligt. In "The Triumph Of Love" spielen die Oscar-Preisträger
Mira Sorvino ("Mighty Aphrodite") und Ben Kingsley ("Gandhi",
"Schindler's List").
    
    17 Mio. Euro-Produktion Buffalo Soldiers gestartet
    
    Schließlich starteten im Berichtszeitraum auch die Dreharbeiten zu
der internationalen, 17 Mio. Euro-Produktion "Buffalo Soldiers". Die
Hauptrollen darin spielen die US-Filmstars Joaquin Phoenix
("Gladiator"), Ed Harris ("Apollo 13"), Scott Glenn ("Das Schweigen
der Lämmer") sowie Anna Paquin ("Das Piano"). "Buffalo Soldiers" ist
eine Co-Operation der Odeon Pictures GmbH mit Gorilla Entertainment,
FilmFour Ltd., der britischen Spielfilmtochter von Channel 4, sowie
der Finanzierungsgesellschaft Grosvenor Park und dem amerikanischen
Weltvertrieb Good Machine International, New York. Hierbei liegen
alle Rechte in Deutschland bei der Odeon Pictures GmbH.
    
    Darüber hinaus hat sich die Odeon Pictures GmbH an "Follow the
Rabbit-Proof-Fence" beteiligt, dem neuen Film des australischen
Regie-Stars Philipp Noyce ("Sliver" mit Sharon Stone, "Dead Calm" mit
Nicole Kidman) mit Oscar-Preisträger Kenneth Brannagh.
    
    Außerdem ist Odeon Pictures Produktionspartner einer Reihe
international produzierter hochwertiger Dokumentationen mit der
renommierten britischen Firma October Films.
    
    Schließlich wurde noch Leni Riefenstahls "Ein Traum von Afrika"
fertiggestellt, eine Produktion der Odeon Pictures. Ray Müller, der
bereits mit "Die Macht der Bilder" eine international vielbeachtete
und mehrfach preisgekrönte Dokumentation über eine der wohl
umstrittensten Figuren der Filmgeschichte geschaffen hat, begleitet
die Regisseurin auf ihrer letzten Reise zum Stamm der Nuba im Sudan -
jenen "Menschen von einem anderen Stern".
    
    Mit der Ausweitung der Kinofilmproduktion wurden die Weichen auf
Wachstum gestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der
Bereichsumsatz nach vorläufigen Zahlen auf 7,5 (i.Vj.: 4,3) Mio. Euro
bzw. auf ca. 16% des Gesamtumsatzes. Das operative Ergebnis betrug
-1,6 (i.Vj.: 0,9) Mio. Euro.
    
    Internet: Verluste deutlich niedriger
    
    Im Internet-Bereich gelang es, die Verluste im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2000 deutlich niedriger zu halten als ursprünglich
geplant. Das Geschäft wurde in Tochtergesellschaften ausgegliedert
und operativ verbessert. Die Umstrukturierung des Internet-Bereiches
konnte mit der Gründung der "Odeon New Vision GmbH" als 100%ige
Tochter der Odeon Film AG abgeschlossen werden.
    
    Insgesamt erreichte der Geschäftsbereich zwar einen geringeren
Verlust als geplant. Dennoch hat sich aufgrund des verschlechterten
Marktumfeldes mit erheblichen Umsatzschwächen bei nahezu allen
Internetplayern nach Ansicht des Vorstandes das geschäftstypische
Risiko deutlich erhöht. Daher hat der Vorstand im Januar 2001 den
Ausstieg aus dem Internet-Geschäft beschlossen.
      
    Der vorläufige Segmentumsatz betrug 0,3 (i.Vj.: 0,01) Mio. Euro,
das operative Ergebnis nach IAS -1,9 (i.Vj.: -0,8) Mio. Euro.
    
    Basis für erfolgreiches Geschäftsjahr 2001 geschaffen
    
    "Mit Ablauf des vergangenen Geschäftsjahres haben wir die
Umorganisation und Zentralisierung von Aufgaben erfolgreich
durchgeführt. Insgesamt haben wir jetzt die Basis für ein
erfolgreiches Geschäftsjahr 2001 geschaffen", so Dr. Pres weiter. "Es
gibt deutliche Anzeichen dafür, dass wir die Gewinnschwelle bereits
im laufenden Geschäftsjahr überschreiten". Mit dem Ausstieg aus dem
Internet-Geschäft wird sich der Odeon Film-Konzern auf seine Film-
und Fernsehaktivitäten konzentrieren und seine Marktposition festigen
bzw. ausbauen.
    
    Wachstum plant der Vorstand überwiegend im Filmbereich. "Die
Vorarbeiten im abgeschlossenen Geschäftsjahr werden in 2001 zu einem
Umsatzschub führen", hob Finanzvorstand Pres hervor. "Erstmals können
wir dieses Jahr mit der Auswertung von bis zu sechs Produktionen und
Co-Produktionen der Odeon Film AG rechnen".
    
    Zusätzlich sollen die Verwertungs- und Distributionsstrukturen in
internationalen Partnerschaften weiter verstärkt werden. Darüber
hinaus sieht Dr. Pres Wachstumspotenzial in Akquisitionen und
Kooperationen. "Angesichts der deutlich gesunkenen
Unternehmensbewertungen steigen unsere Chancen für
Akquisitionsmöglichkeiten. Außerdem sind wir für weitere
Kooperationen offen". Um diese Chancen offensiv zu nutzen, stehen der
Odeon Film ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. "Bei diesen
Aktivitäten werden wir aber auch weiterhin darauf achten, dass die
möglichen Akquisitionen immer einen angemessenen Return on Investment
erbringen."
    
    
    1 AGF/GfK-Fernsehforschung/PC#TV/Media Control - Top 20
Krimiserien (ca. 45 Min.) 2000, Zuschauer ab 3 J., BRD gesamt
    2 Umfrage des GEWIS-Instituts, (veröffentlicht in "TV Hören und
Sehen", Heft 6/01)
    
    
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