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Welt-Aids-Tag: Säuglinge auf HIV testen

Friedrichsdorf, 29.11.2010 (ots) - World Vision fordert mehr Untersuchungen von Säuglingen auf HIV

Frühe Diagnose wichtig für Kampf gegen Ausbreitung

Das Kinderhilfswerk World Vision fordert anlässlich des Welt-Aids-Tags dazu auf, mehr Säuglinge auf HIV testen zu lassen. Nur 8 Prozent der Säuglinge von HIV-positiven Müttern werden überhaupt innerhalb von zwei Monaten getestet. Stefan Sengstmann, HIV/AIDS-Referent von World Vision, betont hierzu: "HIV-Tests sind entscheidend - die Übertragung von einer Mutter auf ihr Kind erfolgt bei der Geburt oder durch die Muttermilch. Hier muss verstärkt Aufklärungsarbeit geleistet und die Bevölkerung stärker sensibilisiert werden."

Eine frühe Diagnose sowie die Behandlung der Mütter und Kinder sind der Kern erfolgreichen Handelns. Das Kinderhilfswerk World Vision richtet seine Strategie der AIDS-Bekämpfung an den gesammelten Erfahrungen der vergangenen Jahre aus. Im Fokus liegt besonders die Mutter-Kind Übertragung und die Versorgung der durch AIDS zu Waisen gewordenen Kinder. "Kein Kind sollte mit AIDS geboren werden; kein Kind sollte AIDS-Waise werden; kein Kind sollte sterben, weil es keinen Zugang hat zu medizinischer Versorgung", forderte die 11Jährige Ebube Sylvia Taylor, die trotz HIV-positiver Mutter ohne den Virus aufwuchs, vor den Führern der Welt bei dem Millenniumsgipfel in New York.

Der UNAIDS Global Report 2010 stellt fest: Die Zahl der Neuinfektionen geht zurück. Kein Grund jedoch die Hilfe und Aufmerksamkeit zu reduzieren. Im Gegenteil. Die auch mit Hilfe von World Vision erhobenen Daten und Fakten zeigen: Immer noch erreicht bestimmte Gruppen keine Hilfe. Besonders Säuglinge und Kleinkinder mit HIV-infizierten Eltern erhalten zu wenig Beachtung. Mehr als 90 Prozent aller HIV-Infektionen bei Kindern entfallen auf afrikanische Länder südlich der Sahara. Fast die Hälfte der betroffenen Kinder in Afrika infizieren sich während der Stillzeit und Geburt. Antiretrovirale Therapie während der Schwangerschaft und der Stillzeit kann die Übertragung verhindern. Doch dazu müssen die Bedingungen vor Ort verbessert werden. Eine gemeinsame Anstrengung der Regierungen, lokaler Kräfte und der Hilfsorganisationen kann hier eine Veränderung der Situation herbeiführen.

Auch die Waisenkinder (15 Millionen weltweit) benötigen die erhöhte Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft. Im vergangenen Jahr hat World Vision 1,2 Millionen Waisen und von HIV betroffene Kinder mit Ernährung und Ausbildung unterstützt. Ein weiteres Problem: Zur Verbreitung tragen auch traditionelle Rollenbilder bei. Daher gilt es Frauenrechte zu stärken, damit es zu einem Umdenken vor Ort kommt. World Vision unterstützt lokale Kräfte hierbei, indem Diskussionen in den Projektgebieten angeregt werden.

HINTERGRUND

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2009 wurden 236 Projekte in 47 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse "Aktion Deutschland Hilft" und Gemeinsam für Afrika. www.worldvision.de

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