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Kenia: Sorge vor neuer Gewalt World Vision hilft Flüchtlingsfamilien und unterstützt Friedensinitiativen

    Nairobi/Friedrichsdorf (ots) - Für diese Woche werden in Kenia neue Ausschreitungen erwartet. Morgen bei der Einführung des neuen Parlamentes könnte es bereits zu weiteren Tumulten kommen. Außerdem hat die Opposition für Mittwoch zu Massenprotesten aufgerufen. In Nairobi ist daher ein Friedensmarsch geplant, an dem sich die internationale Hilfsorganisation World Vision beteiligen wird. Gleichzeitig treffen die World Vision-Mitarbeiter Vorsorge und bringen Binnenflüchtlinge aus Gefahrenzonen in Gebiete, in denen sie sicherer versorgt werden können.

    "Wir haben am Wochenende 140 Familien aus Flüchtlingslagern in Kisumu evakuiert", erklärt World Vision-Mitarbeiter Patterson Siema. "In anderen betroffenen Städten wie Eldoret, Nakuru und Mombasa verteilen unsere Teams weiterhin Nahrungsmittel, Decken, Moskitonetze, Seife, Schutzplanen und Kochutensilien." Insgesamt unterstützt World Vision zurzeit rund 155.000 Opfer der Unruhen, darunter etwa 60.000 Kinder. Für die Soforthilfemaßnahmen für 1.500 Familien in den Provinzen "Western" und "Nyanza" hat World Vision Deutschland Zuschüsse beim Auswärtigen Amt beantragt.

    World Vision arbeitet seit 1972 in Kenia und betreut zurzeit 52 regionale Entwicklungsprogramme in acht Provinzen. Viele der Projektmaßnahmen können aufgrund der Unruhen nur eingeschränkt durchgeführt werden. Das deutsche Friedensprojekt "MaPoTu" im Rift Valley beteiligt sich allerdings aktiv an der Konfliktbewältigung. Heute startet in Eldoret eine gemeinsame Initiative mit der katholischen Kirche und weiteren Hilfswerken, um zwischen verfeindeten Gruppen zu vermitteln.

    World Vision verurteilt die Gewaltakte, die bisher vermutlich rund 600 Menschen das Leben gekostet und die Lebensgrundlagen vieler Menschen zerstört haben. "Die Zukunft des ganzen Landes ist zurzeit ungewiss. Das lähmt die wirtschaftliche Entwicklung und vergrößert die Armut", sagt Patterson Siema. World Vision ruft die politischen Führer Kenias dazu auf, sich auch ernsthaft mit den sozialen Ungerechtigkeiten zu befassen, die wesentlich zur Gewaltbereitschaft beitragen.

    HINTERGRUND World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenhilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2006 wurden 229 Projekte in 46 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist Teil der weltweiten World Vision-Partnerschaft mit rund 23.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision ist Mitglied im Aktionsbündnis gegen AIDS. Weitere Infos unter www.worldvision.de

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