W&V Werben & Verkaufen

w&v: Werbeagenturen wollen verstärkt Formate fürs Fernsehen produzieren

    München (ots) - Weil klassische Werbung von Menschen immer weniger
wahrgenommen wird, suchen Werbeagenturen in Deutschland nach neuen
Wegen. Im Rahmen der sogenannten ganzheitlichen Kommunikation planen
die Agenturen, für ihre Kunden eigene Fernseh- und Showformate zu
platzieren. Während die Fernsender auf Kosteneinsparungen hoffen,
beäugen die Landesmedienanstalten den Trend mit Sorge, berichtet das
führende deutsche Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen in
seiner aktuellen Ausgabe.
    
    Die Werbeagenturen haben den neuen Bedarf erkannt und reagieren.
Scholz & Friends hat sich mit der Fernsehproduktionsfirma United
Visions zusammengetan, die Media-Agentur Universal McCann arbeitet an
einer neuen Firma für Fernsehformate. Die Frankfurter Agentur Schmidt
und Kaiser hat sich mit fünf anderen Dienstleistern unter dem Namen
Auratis zu einem entsprechenden Netzwerk zusammen geschlossen.
    
    Auratis-Vorstandschef Frank Schmidt will für die Kunden emotionale
Markenwelten aufbauen. "Ziel ist es, durch die Inszenierung in
erlebnisorientierten Umfeldern - wie zum Beispiel Sport, Mode, Musik,
Film, Kultur - die Marke zum interaktiven Bestandteil der Lebenswelt
der Zielgruppe zu machen." Neben PR, Sponsoring und Events zählt
Programming zu den Werkzeugen der Werber, eben die Produktion von
Fernsehformaten. Wichtig dabei ist die Kooperation mit einem oder
mehreren Rundfunk-Anbietern. Zu den Vorbildern zählt Coca-Cola. Der
Getränkehersteller ließ eine sechsteilige Serie produzieren, die in
der Markenwelt des Softdrinks spielt.
    
    Doch mit ihren Plänen machen die Werbeagenturen eine Gratwanderung
zwischen Legalität und Schleichwerbung. Viele Unternehmen sind
deshalb noch skeptisch. "Es ist verdächtig, wenn eine Agentur
Programme herstellt und verkauft", sagt Wolfgang Thaenert, Chef der
hessischen Landesanstalt für Privatfunk und Präses der gemeinsamen
Stelle für Werbung. "Wir gehen davon aus, dass die redaktionelle
Gestaltung bei einem Sender oder in dessen Auftrag stattfindet."
    
    Auf der anderen Seite bezweifeln Marketing-Experten, dass sich die
eigens produzierten Sendeformate auch positiv auf die beworbenen
Marken auswirken. Zudem sei unklar, ob eine solche Sendung für ein
einzelnes Produkt oder für die Produktgattung an sich werbe, heißt es
in dem w&v-Bericht.
    
    
ots Originaltext: w&v werben und verkaufen
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