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Große Musiklabels starten Musikläden im Internet - Marketingschlacht erwartet

    München (ots) - Nach monatelangem zähen Ringen starten die großen
Plattenfirmen im Sommer mit ihren ersten offiziellen Musik-Shops im
Internet. Bertelsmann, AOL Time Warner und EMI haben sich zur
Vermarktungsplattform "MusicNet" zusammengeschlossen. Hauptkonkurrent
ist das gemeinsame Projekt "Duet" der beiden Musik-Multis Vivendi
Universal und Sony Music. Die fünf Konzerne werden sich
voraussichtlich eine heftige Marketing-Schlacht liefern, um die
beiden neuen Marken zu etablieren, vermutet das führende deutsche
Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen
Ausgabe.
    
    Andreas Becker von der Unternehmensberatung Diebold schätzt, dass
die Musik-Konzerne mindestens eine zweistellige Millionensumme ins
Marketing investieren müssen. "Ein echter Kraftakt", meint Becker.
Der Markt sei eng, "denn in Kürze sind die wichtigsten Player
aufgestellt." Immerhin entsteht mit MusicNet der weltgrößte
Musikladen im Internet, der Songs von Künstlern wie Eric Clapton,
Madonna, Carlos Santana und Robbie Williams vertreibt. Dabei ist es
nach Ansicht Beckers unklar, ob die User angesichts der vielen
Gratis-Angebote im Internet überhaupt bereit sind, für
Musik-Downloads zu bezahlen.
    
    Doch die großen Musik-Labels sehen sich zu diesem Schritt
gezwungen, denn die weltweiten Tonträger-Umsätze stagnieren seit
Jahren und Millionen Käufer sind zu kostenlosen Internet-Musikbörsen
wie "Napster" abgewandert. Neben den fünf großen Musik-Konzernen
planen außerdem weitere Unternehmen den Einstieg in den legalen
Online-Handel mit Musik. Software-Riese Microsoft testet seit kurzem
sein eigenes Musik-Portal "MSN-music.com". Bei Erfolg soll das
Angebot ausgebaut und in die deutschen MNS-Seiten integriert werden.
Auch der Fernsehsender MTV will in den Markt einsteigen und ab Ende
April einzelne Song für zwei bis fünf Mark zu Download bereit
stellen.
    
    
ots Originaltext: w&v werben und verkaufen
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