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Millionenschwere Werbekampagne soll digitalem Radio aus der Krise helfen

    München (ots) - Eine millionenschwere Werbekampagne soll dem
kränkelnden digitalen Hörfunk in Deutschland endlich zum Durchbruch
verhelfen. Denn trotz technischer Vorteile hat sich der neue Standard
"Digital Audio Broadcasting" (DAB) in den vergangenen Jahren kaum
etablieren können. Handel, Gerätehersteller und Sendebetreiber
gründeten deshalb die "Initiative Marketing Digital Radio". Gemeinsam
wollen sie bis ins Jahr 2003 insgesamt 28 Millionen Mark in die
Kampagne investieren, berichtet das führende deutsche
Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen
Ausgabe.
    
    Die Kampagne soll Anfang Mai in München vorgestellt werden. Unter
anderem hat die Werbeagentur "Büro X" ein neues Logo entworfen.
Anschließend sollen Print-Motive und Hörfunkspots geschaltet werden.
Um den Handel besser mit der neuen Digital-Technik vertraut zu
machen, wird eine spezielle Informationsoffensive gestartet.
Ahnungslose Verkäufer soll es in Zukunft ebenso wenig geben wie leere
Regale. Künftig sollen Geräte für alle Preisklassen verfügbar sein.
Bislang führen noch nicht einmal alle Autohersteller
Digital-Autoradios im Sortiment.
    
    Schon seit rund zehn Jahren geistert das Thema DAB erfolglos durch
die deutsche Radio-Landschaft. Für die Zusatzfunktionen der modernen
Technik, wie die Übertragung von Titelinformationen zur Musik,
Wetterberichte oder aktuellere Staumeldungen interessieren sich nur
wenige Radiohörer. Problemtisch ist, dass sich angesichts der
geringen Einschaltzahlen beim digitalen Hörfunk vor allem
Privatsender scheuen, in die digitale Übertragungstechnik zu
investieren.
    
    Der Hessische Rundfunk (HR) verabschiedete sich sogar kürzlich aus
dem DAB-Projekt. "Wir haben entschieden, bis Ende 2002 unsere
Programme nicht in den DAB-Regelbetrieb zu überführen", sagte Jürgen
Betz, Bereichsleiter Medienpolitik der Rechtsdirektion des HR. Dem
Sender war der jährliche Beitrag von 1,5 Millionen zu hoch, den sie
an Hessen Digital Radio hätten bezahlen müssen.
    
    
ots Originaltext: w&v werben und verkaufen
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