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E-Buisness-Zeitschriften stehen nach der Krise am Neuen Markt nicht mehr hoch im Kurs

    München (ots) - Der Einbruch des Neues Marktes und die Krise der
Internet-Wirtschaft haben auch bei E-Business-Zeitschriften Spuren
hinterlassen. Anzeigen von Dot-com-Unternehmen bleiben aus, die
Auflagen können nur mit Frei-Abos und Sonderverkäufen gehalten
werden. Das berichtet das führende deutsche Marketingmagazin w&v -
werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe. Die
E-Business-Blattmacher distanzieren sich deshalb inzwischen sogar von
ihrem ursprünglichen Metier.
    
    "Vor wenigen Monaten war es schick, statt der FAZ eine Buisness
2.0 unter dem Arm zu tragen", sagt Christian Faltin, Direktor
Kommunikation bei Kirch New Media. Diese Zeiten sind jetzt offenbar
vorbei. In den USA kämpfen E-Buisness-Blätter schon seit mehreren
Monaten um Anzeigen und Auflagen, jetzt ist der Trend auch am
deutschen Zeitschriftenmarkt angekommen.
    
    Die Blattmacher reagieren unterschiedlich auf den plötzlichen
Gegenwind. Net Business-Herausgeber Klaus Madzia will sich nicht mehr
mit der New Economy identifizieren lassen: "Wir waren nie von
Dot-coms abhängig." Und Oliver von Quadt, Herausgeber des Net
Investor, sieht nicht nur die E-Business-Titel in der Krise. "Die
ganze Wirtschaftspresse spürt im Augenblick die Frustration."
    
    Durch die Entwicklung sind inzwischen auch neue
Zeitschriften-Konzepte wieder in der Schubalde verschwunden. Das
geplante Pendant zum amerikanischen Industry Standard wird vorerst
nicht auf den Markt kommen. "Es ist viel Erde verbrannt", sagt Bernd
Deppermann, Geschäftsführer von Pilot Media in Hamburg. "Das muss
erst wieder gut gemacht werden."
    
ots Originaltext: w&v
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