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Amazon-Lesegerät Kindle: Deutsche Zeitungen und Zeitschriften zeigen wenig Interesse an Zusammenarbeit

    München (ots) - Deutsche Zeitungen und Zeitschriften halten offenbar noch wenig von dem neuen elektronischen Lesegerät von Amazon, dem E-Reader Kindle. Dies berichtet das Wochenmagazin Werben & Verlaufen (W&V) in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Danach sind bislang nur Angebote der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dem "Handelsblatt" und der "Wirtschaftswoche" verfügbar. Andere Titel wie der "Stern" überlegen noch, können sich aber bislang nicht zu Kooperationen durchringen.

         Grund für die Zurückhaltung ist die Darstellung auf dem
Bildschirm, die bislang keine Farbbilder zulässt. Fotos und
Infografiken, die beispielsweise für den "Focus" so wichtig seien,
könnten dort nicht wieder gegeben werden, so eine Sprecherin des
Burda-Verlags gegenüber W&V.

         Entscheidend aber ist die fehlende Beziehung zum Leser. Beim
Modell Kindle, das dieser Tage auch auf den deutschen Markt kommt,  
schließt Amazon direkt einen Vertrag mit dem Abonnenten
ab. Die Verlage verlieren damit den Einfluss auf Preisgestaltung und
den Kontakt zum Kunden und damit auch die Möglichkeit, ihn mit
Werbeangeboten zu kontaktieren. Erfolgreiche Geschäftsmodelle im
E-Publishing könnten aber nur aufgebaut werden, wenn die Verlage
weiterhin direkte Beziehungen zu ihren Lesern hätten, so Alexander
von Reibnitz, Geschäftsführer Digitale Medien beim Verband der
Zeitschriftenverleger.

Pressekontakt:
Helmut van Rinsum

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Redaktionsleiter

Tel. 089 / 2183 - 70 76

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