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01.02.2006 – 11:49

CARE Deutschland e.V.

Zahl der Hungernden in Ostafrika steigt dramatisch weiter - CARE setzt Wassertank-Wagen ein - Scharrenbroich: "Mehr als acht Millionen Menschen werden von der Hungerkatastrophe betroffen sein."

Bonn (ots)

Bonn, 1. Februar 2006. Die Zahl der durch die Dürre
betroffenen Menschen in Ostafrika droht nach neuesten Einschätzungen 
von CARE International Deutschland noch im Februar auf acht Millionen
Menschen anzusteigen. Bisher war von sechs Millionen die Rede. Hinzu 
kommen noch etwa fünf Millionen Menschen in den Flüchtlingslagern, 
die ebenfalls der Hilfe bedürfen.
Der Vorsitzende von CARE International Deutschland, Staatssekretär
a.D. Heribert Scharrenbroich hatte im Januar Kenia besucht und zeigte
sich angesichts der neuen Entwicklung alarmiert: "Die Katastrophe 
wird wegen der jetzt bereits zu verzeichnenden Dezimierung des 
Viehbestandes (mehr als 30 Prozent) erschreckende Langfristwirkungen 
haben. Es ist zu befürchten, dass sich die Situation weiter 
verschärfen wird, da der nächste Regen erst für Mitte März erwartet 
wird - wenn er denn überhaupt kommt." CARE International Deutschland 
schätzt, dass die Zahl der von der Hungersnot bedrohten Menschen noch
in diesem Monat in Somalia auf zwei Millionen, in Kenia auf 3,5 
Millionen und in Äthiopien auf 2,6 Millionen steigen werde.
Um Wasser für ihre Familien und ihre zum Überleben wichtigen Tiere
zu finden, müssen die Menschen im Durchschnitt 20-50 Kilometer 
zurücklegen. Das zehrt die bereits ausgemergelten Menschen und Tiere 
weiter aus. Die natürlichen Wasserreservoire sind weitgehend 
ausgetrocknet und versandet. Die Pumpen der Brunnen sind überfordert,
sie laufen Tag und Nacht. Überlastung und Ausfall sind die Folge. 
Bereits zum dritten Mal in Folge erlebt die Region eine Dürre, die 
nächste Regenperiode wird erst im März erwartet.
CARE unterstützt in dem besonders stark betroffenen Nordosten 
Kenias die Einwohner mit Wassertankwagen und Wasserkanistern. Die 
Tankwagen, die bis zu 8000 Liter fassen, versorgen 30 000 Menschen 
mit notwendigem Trinkwasser.
Scharrenbroich: "Die Hilfsorganisationen benötigen weitere Spenden
zur Bekämpfung der Folgen der Dürrekatastrophe. Auch müssen wir uns 
langfristigen Programmen widmen, die den Menschen helfen, in Zukunft 
aus eigener Kraft heraus solchen Dürren gewachsen zu sein", so 
Scharrenbroich über die Aktivitäten von CARE in Kenia, durch die 
insgesamt 150.000 Menschen unterstützen werden. Das Auswärtige Amt 
hat 150.000 Euro dafür bereitgestellt, CARE International Deutschland
sagte Anfang des Jahres 50.000 Euro Soforthilfe aus eigenen Mitteln 
zu, die durch Spenden weiter aufgestockt werden müssen.
Spendenkonto 4 40 40
Sparkasse KölnBonn (BLZ 380 500 00)
Onlinespenden unter www.care.de
Stichwort: Hungerhilfe Ostafrika

Rückfragen bitte an:

CARE International Deutschland e.V.
Thomas Schwarz
Telefon: 0228 / 97563 23
Mobil: 0160 / 745 93 61
E-Mail: schwarz@care.de

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