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AIDS nicht nur als Krankheit begreifen - Infizierte brauchen Lobby CARE-Projekt im Tschad erfolgreich abgeschlossen - "Musik gegen AIDS"

    Bonn (ots) - Bonn, 1. Dezember. Angesichts weltweit steigender HIV-Infektionen ruft CARE International Deutschland dazu auf, sich nicht ausschließlich den medizinischen Aspekten der Pandemie zu widmen. Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Jamann sagte dazu in Bonn, es komme auch darauf an, "den infizierten Menschen vor allem in den unterentwickelten Ländern eine Lobby zu bieten, damit sie selbst für ihre Interessen eintreten können." Es gehe "selbstverständlich um preiswerte Medikamente, damit HIV/AIDS nicht noch stärker zu einer Krankheit der Ärmsten wird", aber auch um eine adäquate Betreuung und Unterbringung von Kranken. Darüber hinaus müsse sichergestellt werden, dass "Menschen mit HIV und AIDS in Organisationen und Entscheidungsgremien vertreten sind, die sich mit der Bekämpfung der Krankheit befassen." Daher fordert CARE International Deutschland, dass vor allem die Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent "mehr Betroffenen den Zugang zu medikamentöser und psychischer Behandlung einräumen als bisher", sagte Jamann. So kämpfe CARE in Tansania mit den Betroffenen dafür, besonders Frauen den Zugang zu Medikamenten zu ermöglichen und ebenso in Sambia, "die minimalen Voraussetzungen für eine häusliche Pflege der Kranken zu erreichen."

    Sharon Blumenthal und Thomas Schwarz von CARE International Deutschland konnten sich bei einem Besuch im Tschad Anfang November vom erfolgreichen Verlauf eines dortigen HIV/AIDS-Projektes überzeugen. Dabei hat CARE in Zusammenarbeit mit den Behörden zahlreiche LKW-Fahrer angesprochen. Ihnen wurden, so Jamann, CDs und Musikkassetten "in ihrer eigenen Sprache, ihrer eigenen Kultur und ohne erhobenen Zeigefinger" kostenlos ausgehändigt. Die LKW-Fahrer, die auf ihren langen Strecken häufig Prostituierte aufsuchen, werden nun auf "musikalische Weise" über die gefährlichen Folgen ungeschützten Geschlechtsverkehrs hingewiesen.

    In einem beeindruckenden Theaterstück, das eine Gruppe von Frauen unter dem Dach von CARE Tschad zum Abschluss dieser Kampagne aufführte, wurden einerseits die Männer an ihre Verantwortung und ebenso die Frauen daran erinnert, dass sich diese selbstbewusster und entschiedener gegen ungeschützten Geschlechtsverkehr wehren sollten.

    ACHTUNG HÖRFUNK-REDAKTIONEN Sie finden zwei Titel der MC/CD auf unser Homepage unter www.care.de. Die Titel sind uns von CARE Tschad zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt worden.

    Spendenkonto 4 40 40 Sparkasse KölnBonn (BLZ 380 500 00) Onlinespenden unter www.care.de

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