CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Heribert Scharrenbroich neuer Vorsitzender von CARE International Deutschland e. V. "Es ist eine Schande, wie wenig der Exportweltmeister für Entwicklungshilfe bereitstellt."

    Bonn (ots) - BONN/KÖNIGSWINTER 25. September 2005 Zum neuen Vorsitzenden der Hilfsorganisation CARE International Deutschland e.V. mit Sitz in Bonn wurde der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Heribert Scharrenbroich gewählt. Neue Stellvertretende Vorsitzende ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Schulte (Hameln). Mit den Bundestagsabgeordneten Rainer Eppelmann (CDU) und der entwicklungspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Karin Kortmann, wurden zwei weitere Abgeordnete ebenfalls in den zwölfköpfigen Vorstand gewählt.

    Die früheren Stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums von CARE, Norbert Blüm und Hans Koschnik wurden zu Ehrenmitgliedern berufen. Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der auch langjähriger Kuratoriumsvorsitzender von CARE Deutschland war, ist bereits Ehrenmitglied.

    Scharrenbroich forderte mehr deutsches Engagement bei der Erreichung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen. In der deutschen Katastrophenhilfe und der Entwicklungspolitik werde seine Organisation deutlicher Präsenz zeigen. Insgesamt, so der neue Vorsitzende, gelte "mehr denn je", dass zur Überwindung der weltweiten Armut international tätige NROs eine große Bedeutung haben: "Sie sind am ehesten in der Lage, die Selbsthilfekräfte umfassend und systematisch zu stärken."

    Scharrenbroich bezeichnete die Armen als "die besten Experten für die Gestaltung ihrer Zukunft". Deshalb beziehe CARE Schlüsselpersonen, die arme und ausgegrenzte Gruppen vertreten, in die Projekt- und Programmplanung und Durchführung ein. Er zitierte damit aus dem neuen "Leitbild", das bei der Mitgliederversammlung von CARE International Deutschland verabschiedet worden war.

    Scharrenbroich kritisierte die unzureichende Ausstattung des Haushaltes des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und ergänzte, er werde auch die Union, "also die bisherige Opposition, beim Wort nehmen", wenn sie von einem nicht ausreichenden BMZ-Haushalt spreche. Wörtlich sagte der neu gewählte Vorsitzende von CARE International Deutschland: "Es ist eine Schande, dass der Exportweltmeister Deutschland bisher nur 0,28 Prozent des Volkseinkommens für die Entwicklungszusammenarbeit  mit der sog. Dritten Welt zur Verfügung stellt, wir also meilenweit von der Zusage gegenüber der UN, 07 Prozent zu verwenden, entfernt ist."

    Mit einem Festakt hatte die humanitäre Hilfsorganisation CARE International Deutschland ihr 25-jähriges Bestehen in Bonn gefeiert. Sie war als dritte CARE-Organisation nach den Vereinigten Staaten und Kanada 1980 gegründet worden.

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