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02.04.2004 – 08:00

CARE Deutschland e.V.

Sri Lanka: Zunehmende Gewalt vor Wahlen gefährdet Friedensgespräche und Entwicklungsfortschritte

    Bonn/Colombo (ots)

    Blutige Zusammenstöße trotz Waffenstillstands. Sicherheitslage im Osten Sri Lankas deutlich verschlechtert. CARE befürchtet Rückschläge für die Versöhnungsarbeit.          Im Vorfeld der für heute angesetzten Wahlen in Sri Lanka sind die Friedensverhandlungen zwischen der tamilischen Minderheit und den dominierenden Singhalesen im Bürgerkriegsland ins Stocken geraten. Mit großer Sorge verfolgt CARE die politischen Entwicklungen und Spannungen der letzten Tage, die nach der Wahl weiter eskalieren könnten. Trotz eines zweijährigen Waffenstillstands ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu gewalttätigen und teilweise tödlichen Auseinandersetzungen zwischen den opponierenden Parteien gekommen.          "Die Sicherheitslage im Osten Sri Lankas hat sich deutlich verschlechtert", sagt Thomas Tiedemann, Projektreferent für Asien bei CARE Deutschland. "Es ist zu befürchten, dass der bislang eingeschlagene Kurs der Versöhnung zwischen Singhalesen und Tamilen verlassen wird."          CARE Deutschland beteiligt sich in Sri Lanka am Aufbau einer pluralistischen Zivilgesellschaft. Mit Soforthilfe- und Entwicklungsprojekten werden seit Jahren Not leidende Bürgerkriegsflüchtlinge und Rückkehrer aus allen Bevölkerungsgruppen unterstützt. Ein erneutes Aufflammen der Auseinandersetzungen würde einen erheblichen Rückschlag für die Friedensbemühungen lokaler Hilfsorganisationen in Sri Lanka bedeuten und die Arbeit von CARE in den Konfliktgebieten im Norden und Osten Sri Lankas beinträchtigen.          Durch Projekte zur Wiederansiedlung und Existenzsicherung vertriebener Familien fördert CARE Deutschland seit 1997 in mehreren Provinzen des Landes den Friedensprozess. Unterstützt werden vor allem Dorfgemeinschaften, die Flüchtlinge aufgenommen haben. Zwanzig Jahre Bürgerkrieg forderten bis zu 80.000 Leben, mehr als 1,5 Millionen Menschen waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.          "Fast die komplette Infrastruktur in den nördlichen Landesteilen wurde zerstört, ein Teil der Bevölkerung leidet unter dramatischer Unterversorgung" berichtet Thomas Tiedemann. Er betreut mehr als 140 Kleinprojekte, die 13.000 Haushalten mit 85.000 Personen zugute kommen. Hierzu gehören gemeinsame Landwirtschaftsprojekte mit einheimischen Partnerorganisationen, die die Ernährung der Bevölkerung langfristig sichern. Zur nachhaltigen Stabilisierung der Versorgungslage werden außerdem Projekte in den Bereichen Bewässerung, Gartenbau, Binnenfischerei, Trinkwasser, Bildung und Gesundheit durchgeführt. Einkommensschaffende Maßnahmen, wie Kleinkredite, bilden eine solide Basis für den Neuanfang.              Um den Frieden im Land dauerhaft zu sichern, bedürfe es darüber hinaus der aktiven Mitwirkung der Bevölkerung, so Tiedemann. Besonders  Kinder und Jugendliche, die im Krieg aufgewachsen sind, seien durch die anhaltenden politischen und ethnischen Spannungen geprägt. Sie müssten für ein friedenserhaltendes Miteinander sensibilisiert werden und Bereitschaft zur Toleranz entwickeln.          CARE Deutschland stellt daher den Schulen in Krisenregionen Sri Lankas zweisprachiges Lehrmaterial zum Thema Konfliktlösung und Friedensbildung zur Verfügung. 210 Jugendliche und 95 Lehrer werden in konstruktiver Konfliktbearbeitung und Mediation (Vermittlung) geschult. Zusätzlich nehmen 160 Schüler beider Völkergruppen an einem Austauschprogramm zur Förderung der gegenseitigen Akzeptanz zwischen Tamilen und Singhalesen teil.          CARE ist seit 1956 als eine der größten internationalen Hilfsorganisationen mit Projekten in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Friedens- und Versöhnungsarbeit in Sri Lanka tätig.               Für seine Arbeit ist CARE auf Spenden angewiesen:

    Spendenkonto 44 040     Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00)     Online-Spenden: www.care.de

    Für Interviews steht Edith Wallmeier, Nothilfe-Koordinatorin von CARE Deutschland, zur Verfügung.


ots Originaltext: CARE Deutschland e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Kontakt:

Christina Heitmann, Pressesprecherin, Tel. +49 (0)228 97563-23, Mobil
+49 (0)170 2046339, heitmann@care.de

Christian Worms, Online-Redaktion, Tel. +49 (0)511 98437-66, Mobil
+49 (0)163 6250466, worms@care.de

Original-Content von: CARE Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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