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28.03.2003 – 14:27

CARE Deutschland e.V.

Wasserversorgung Bagdads in Gefahr CARE bereitet sich auf akute Hilfe vor

    Bonn (ots)

Bagdad erlebte in der vergangenen Nacht die
heftigsten Bombardements seit Kriegsbeginn. An mehreren Stellen der
Stadt sind Brände entfacht, die Strom- und damit auch
Wasserversorgung ist in vielen Vierteln der Stadt immer wieder
kurzzeitig unterbrochen. Die Gefahr für einen langwierigen
Zusammenbruch der Wasserversorgung von Bagdad wächst rapide.
    
    Bereits im Ersten Golfkrieg hat die Zerstörung der Strom- und
damit Wasserversorgung in der Bevölkerung des Iraks mehr Todesopfer
gefordert, als der Krieg an sich. Der fehlende Zugang zu sauberem
Wasser führte zu einer raschen Ausbreitung von Infektionskrankheiten
wie Hepatitis, Typhus, Cholera und Durchfallerkrankungen. Die
Kindersterblichkeit hat sich daraufhin verdoppelt, bei Kindern unter
fünf Jahren sogar verdreifacht. "Wasser war und ist auch heute
während des Konflikts das Hauptproblem für die Bevölkerung", sagt
Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von CARE Deutschland. "Grundwasser
und Flüsse sind durch den Zusammenbruch des Klärsystems seit 1991 so
stark verschmutzt, dass das Trinken von nicht aufbereitetem Wasser
lebensbedrohlich sein kann - vor allem für Kinder, kranke und ältere
Menschen."
    
    Über 500.000 Tonnen Abfälle und Fäkalien verunreinigen täglich die
Flüsse und das Grundwasser des Iraks, alleine 300.000 Tonnen davon
den Tigris in Bagdad - die wichtigste Wasserquelle der Hauptstadt. 40
Prozent der entnommenen Trinkwasserproben sind derzeit verseucht.
Kommt die Stromversorgung und damit die Kläranlagen in Bagdad und der
Region zum Erliegen, befindet sich die Zivilbevölkerung in großer
Gefahr: Nur 10 Prozent der Wiederaufbereitungsanlagen verfügen
derzeit über einen Generator.
    
    CARE, mit 60 Mitarbeitern vor Ort, bereitet sich derzeit auf eine
mobile Wasserausgabe und schnelle Notreparaturen zerstörter
Trinkwassersysteme in Bagdad und Umgebung vor. Ein wichtiges Element
der Soforthilfe sind mobile Wassertanks, mit deren Hilfe einfache LKW
zum Wassertransport genutzt werden können und täglich bis zu 500.000
Liter sauberes Wasser an Krankenhäuser, Schulen und soziale
Einrichtungen ausliefern können. Weiterhin steht ein mobiles
Reparaturteam bereit und unterstützt die Krankenhäuser, soweit es die
Sicherheitslage zuläßt, bei der Aufrechterhaltung der Strom- und
Wasserversorgung über die Instandsetzung und Installation von
Notgeneratoren.
    
    Krankenhäuser wurden in den vergangenen Tagen durch die Verteilung
von Hygiene- und Desinfektionsmaterialien unterstützt. Am vergangenen
Donnerstag wurden weitere elf Tonnen Hygienemittel in Amman verladen.
Sie werden sobald es die Sicherheitslage zulässt zunächst nach Bagdad
und von hier in Kooperation mit UNICEF und der Aktion "All Our
Children" an  68 Kinderkliniken und Gesundheitszentren im Süden und
Zentralirak verteilt werden.
    
    CARE Deutschland ist Mitglied von Aktion Deutschland Hilft, einem
Zusammenschluss von neun Hilfsorganisationen (ADRA, Arbeiter-
Samariter-Bund, Arbeiterwohlfahrt, CARE, HELP, Die Johanniter,
Malteser Hilfsdienst, Paritätischer Wohlfahrtsverband und World
Vision), die ihre Kapazitäten bündeln und ihre Hilfe verstärkt
abstimmen.
    
    Um den Menschen im Irak helfen zu können, bitten wir dringend um
Spenden auf das gemeinschaftliche Konto:
    
    Aktion Deutschland Hilft Konto-Nr: 10 20 30 Bank für
Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Stichwort: "Irak-Krise"
    
    Deutschsprachige Interviewpartner stehen in Bonn und Amman zur
Verfügung.
    
    
ots Originaltext: Care
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Pressekontakt:

CARE-Pressestelle: Christina Heitmann,
Tel 0228/97563-23,
Mobil 0170 2046339,
heitmann@care.de

Original-Content von: CARE Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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